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Doris Brecht, Ernährungsberaterin

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Tipps des Monats

November 2017

Kürbissuppe mit Ingwer und Kokosmilch

Eine schnelle, leicht exotische Suppe.
Dafür sehr gut geeignet ist ein Hokkaido, den muss man nicht schälen.

 

Zutaten:

800 g                    Kürbisfleisch z.B. Hokkaido
600 g                    Möhren
1                           Zwiebel
5 cm                     Ingwer
2 EL                     Butter
1                           Liter
500 ml                  Kokosmilch
1                           Zitrone
                            Sojasauce zum Abschmecken
                            Salz und Pfeffer
                            Koriandergrün zum garnieren

 

Zubereitung:

Kürbis, Möhren, Ingwer und Zwiebel schälen und würfeln und in der Butter andünsten.
Mit der Brühe aufgießen und etwa 15-20 Minuten weich kochen.
Nachdem wird alles fein püriert und eventuell durch ein Sieb gestrichen.
Die Kokosmilch unterrühren mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und nochmals erwärmen.

Oktober 2017

Putenbrustmedaillons auf Sauerkraut mit Cranberries

Zutaten (für 4 Personen)

-          8 Putenmedaillons (ca. 80 g)

-           Rote Zwiebel

-          2 EL Olivenöl

-          500 g Sauerkraut

-          1 TL Honig

-          ½ TL Kümmel

-          3 EL getrocknete Cranberries

-          100 ml Gemüsebrühe

-          40 g Mandelstifte

-          Salz, Pfeffer

 

Zubereitung

Die Zwiebel schälen und in Ringe schneiden. Dann in einem Topf mit 1 EL Öl glasig dünsten. Honig und Kümmel dazugeben. Mit Sauerkaut, Cranberries und 100 ml Gemüsebrühe auffüllen. Leicht salzen und 15 bis 20 Minuten köcheln lassen.

Die Putenmedaillons salzen, pfeffern und in 1 EL Öl von beiden Seiten in einer Pfanne anbraten. Im Ofen bei 120°C für 15 Minuten garen lassen.

Die Mandelstifte in einer Pfanne ohne Fett goldbraun anrösten. Das Sauerkraut und die Putenmedaillons auf Teller anrichten und mit Mandelstiften bestreuen.

 

Aus: Diabetes living, Ausgabe 05/2017, Seite 6

September 2017

Stress besser bewältigen

In der heutigen „Leistungsgesellschaft“ leiden immer mehr Menschen unter Stress und seinen Folgen. Stress kann ausgelöst werden durch Ängste des Versagens oder unzureichender Leistung, was sich nicht nur psychisch, sondern auch körperlich auswirken kann. Das Gleichgewicht der (Stress-) Hormone wird gestört, genauso wie der Blutzuckerspiegel. Dann kann es zu Essattacken und steigendem Körpergewicht kommen. Ein Teufelskreislauf. Umso wichtiger ist es deshalb, regelmäßig Ruhephasen einzulegen und wieder Kraft zu tanken. Auch die subjektive Wahrnehmung spielt eine große Rolle. Daher sollte man achtsam mich sich sein und das eigene Verhalten ab und zu hinterfragen. Hierzu zählt auch mit sich selbst nicht zu hart ins Gericht zu gehen, wenn ein Fehler passiert. Selbstliebe und -motivation sind ein stärkerer und vor allem gesünderer Antrieb als ständige Selbstkritik. Festgelegte Rituale im Alltag können helfen, den Kopf abzuschalten und die Energiereserven aufzufüllen, zum Beispiel bei einer gemütlichen Tasse Cappuccino vor der Arbeit oder ein warmes Bad am Abend. Ein Körper, der ständig belastet ist, wird früher oder später krank. Rein physiologisch betrachtet müssen wir unserem Körper Auszeiten gönnen und zwar am besten mehrmals am Tag.

Aus: Diabetes living, Ausgabe 02/2017, Seite 63 ff.

August 2017

Sonnenschutz für innen und außen

1. So machen es die Südländer: Zwischen 11 und 15 Uhr ist die Sonnenstrahlung besonders hoch. Deshalb lieber Drinnen aufhalten und „Ciesta machen“.

2. Vorsicht bei Schatten: Auch im Schatten kommt noch einiges an Strahlung auf die Haut. Deshalb trotzdem eincremen und rechtzeitig aus der Sonne gehen.

3. Getränke sind besonders wichtig: Und zwar mit hohem Wasseranteil, da der Körper durch das Schwitzen mehr als die üblichen 1,5 bis 2 Liter verliert. Auch die Zufuhr von Mineralien sollte beachtet werden, da diese ebenfalls in großen Mengen ausgespült werden.

4. Sonnencreme immer frisch: Sie hält leider maximal eine Saison und sollte dann neu gekauft werden, da der Lichtschutzfaktor mit der Zeit an Wirkung verliert. Während des Sonnenbades sollte die Creme regelmäßig aufgefrischt werden und natürlich auch nach dem Schwimmen. Selbst wasserfeste Cremes gehen zum großen Teil im Wasser „verloren“.

5. Richtige Kleidung: Die Kleidung kann viel an Strahlung abhalten, aber nicht jeder Stoff schützt gleich gut. Zum einen muss das Gewebe sehr dicht gewebt sein und zum anderen spielt auch die Farbe eine wichtige Rolle. Schwarzes schluckt etwa 50% der Sonnenstrahlen, Weißes dagegen nur 20-30%. Und auch der Kopf sollte mit einer Kopfbedeckung vor einem Sonnenstich geschützt werden.

6. Schlau ernähren: Bestimmte Lebensmittel sind zellschützend und wirken Hautschäden entgegen, wie zum Beispiel frisches Obst. Andere besitzen den Stoff „Betacarotin“ (z.B. Möhren, Paprika, Tomaten), welcher als zusätzlicher Sonnenschutz dienen kann.

Aus: Diabetes living, Ausgabe 04/2017, Seite 16

Juli 2017

Süßes ohne Zucker für heiße Tage

  1. Himbeer-Frojo-Bites

Eine fruchtig-frische Variante in Eiswürfelform zum Lutschen an warmen Sommertagen. Schnell gemacht und genauso schnell wieder verzehrt.

Sie brauchen für 10 Stück:

-          Eiswürfelform

-          150 g Griechischer Joghurt

-          1 Messerspitze gemahlene Vanille

-          50 g Himbeeren

Den Joghurt mit der Vanille verrühren. Die Himbeeren mit einer Gabel zerdrücken und untermengen. Alles in die Eiswürfelform füllen und mindestens 4 Stunden tiefkühlen.

 

      2. Himbeer-Chia-Pudding

Himbeeren und Mandeln geben diesem leckeren Pudding eine leichte und gesunde Süße. Ein perfekter Starter für einen heißen Tag.

Zutaten für 2 Portionen:

-          100 ml Mandelmilch

-          1 Messerspitze gemahlenen Vanille

-          2 EL Kakaopulver (ungesüßt)

-          40 g Chia-Samen

-          100 g Himbeeren

-          2 EL Kakao-Nibs

 

Die Mandelmilch mit Vanille, Kakaopulver und Chiasamen mischen. In 2 Gläser füllen und 10 Minuten quellen lassen. Nochmal kurz verrühren und 6-8 Stunden in den Kühlschrank stellen. Die Himbeeren mit einem Pürierstab fein pürieren und auf dem Pudding verteilen. Mit Kakao-Nibs und ein paar einzelnen Beeren dekorieren.

Aus: Diabetes living, Ausgabe 04/2017, Seite 40

Juni 2017

Bunte Sommer-Salate

1) Lachs-Gemüse-Salat mit bunten Blüten

Zutaten:

200g Kirschtomaten

1 rote Zwiebel

40 ml Weißweinessig

80 ml Olivenöl

2 EL Senf

200 g grüne Brechbohnen

150 g Feta

½ Salatkopf

200 g Räucherlachs

1 Hand essbare Blüten (z.B. Kapuzinerkresse, Ringelblume)

Salz, Pfeffer

 

Zubereitung:

Den Backofengrill vorheizen. Zwiebel schälen und in Ringe schneiden.

Das Öl mit Essig und Senf mischen, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Tomaten waschen und mit den Zwiebelringen und 50 ml von dem Dressing vermengen. In einer ofenfesten Form im Ofen ca. 10 Minuten grillen. Dann herausnehmen und beiseite stellen.

Die Bohnen in Salzwasser 2-3 Minuten blanchieren, dann kalt abschrecken. Den Salat zurechtzupfen, Lachs in Streifen schneiden und mit Bohnen, Tomaten und Zwiebeln mischen. Dann mit dem restlichen Dressing beträufeln. Den Feta grob hacken und den Salat mit Käse und Blüten bestreuen.

Pro Portion; 454 kcal, 21,9 g Eiweiß, 29,6 g Fett, 11,8 g Kohlenhydrate

 

2) Brokkoli-Nuss-Salat mit Artischocken

Zutaten:

400g Brokkoliröschen

1 Zwiebel

3 Stängel Fenchelgrün

3 EL Olivenöl

1 Dose Artischockenherzen

80g Macadamianüsse

12 Blätter Mangold

Salz, Pfeffer

 

Für das Dressing:

1 Knoblauchzehe

Etwas frischer Koriander

3 Stängel Petersilie

1 TL Senf

1 TL Weißweinessig

1 EL Zitronensaft

4 EL Olivenöl

 

Zubereitung:

Den Backofen auf 200°C vorheizen. Zwiebel und Fenchelgrün klein hacken. Die Brokkoliröschen mit der Zwiebel und Öl mischen, salzen, pfeffern und auf einem Backblech ca. 20 Minuten im Ofen garen. Dann herausnehmen und beiseite stellen.

Für das Dressing Knoblauch, Koriander und Petersilie fein hacken, mit Senf, Essig, Öl und Zitronensaft mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Mangoldblätter auf Teller verteilen und mit Dressing beträufeln. Die Artischocken vierteln und mit dem warmen Brokkoli vermengen, dann auf den Salat geben. Die Macadamianüsse grob hacken und den Salat damit bestreuen.

Pro Portion; 335 kcal, 9,2 g Eiweiß, 28,3 g Fett, 12,5 g Kohlenhydrate

 

aus: Diabetes living, Ausgabe 03/2017, Juni-Juli

Mai 2017

Cranberries – kleine Powerpakete

Bereits die Ureinwohner Nordamerikas schätzten die kleine rote Beere und wussten sie vielseitig einzusetzen. Sie verwendeten sie zum Beispiel als Wundschutz bei Verletzungen, als Konservierungsmittel für Fleisch, als Farbstoff für Kleidung und natürlich als Nahrungsmittel. Die Blüte der Pflanze, an der die Beeren wachsen, erinnert an den Kopf eines Kranichs. Deshalb wird sie auch „Kranichbeere“ (auf englisch: Crane Berry) genannt.  Inzwischen sind die roten Beeren auch in deutschen Läden in vielen Formen erhältlich: Frisch, getrocknet, tiefgefroren, als Saft oder in anderen Lebensmitteln verarbeitet. Cranberries werden auch zu den „Superfoods“ gezählt. Zahlreiche wissenschaftliche Studien schreiben den Kranichbeeren gesundheitsfördernde und krankheitshemmende Wirkung zu, aufgrund ihrer vielen Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen. Cranberry-Saft beispielsweise wird gerne zur Vorbeugung von Blasenentzündungen empfohlen oder zum Schutz der Zellen vor freien Radikalen. Bei den Kalorien liegen die frischen Beeren mit 46 Kalorien pro 100 Gramm deutlich vor den Getrockneten mit 308 kcal in 100 Gramm. Außerdem enthalten sie mehr Vitamin C, A und K sowie Kalium und Magnesium.

 

Rezept:  Cranberry-Quinoa mit Hühnchen

Zutaten (für 4 Personen):

200 g Quinoa

50 g getrocknete Cranberries

3 Hühnerkeulen

1 Zwiebel

1 Knoblauchzehe

2 rote Paprika

200 g Ananas (frisch)

100 g Blattspinat

1 TL Currypulver

½ TL Kurkuma

½ TL Cayennepfeffer

1 TL Salz

400 ml Geflügelfond

100 ml Cranberrysaft

100 ml Wasser

Zubereitung:

Die Hühnerkeulen waschen und das Fleisch vom Knochen schneiden. Zusammen mit Quinoa und den Cranberries in einen großen Topf geben. Zwiebel und Knoblauch schälen, klein schneiden und dazugeben. Paprika in Streifen schneiden, Ananas schälen und stückeln, Spinat von groben Stielen befreien und ebenfalls in den Topf geben. Dann die Gewürze dazugeben und mit Wasser, Geflügelfond und Cranberrysaft aufgießen. 20 Minuten köcheln lassen und gelegentlich umrühren. Dann vom Herd nehmen und servieren.

Aus: Diabets living, Ausgabe 02/2017 April-Mai, Seite 28 ff.

April 2017

Achtsam essen, gesünder leben

Im stressigen Alltag nehmen sich Viele kaum noch Zeit zum Essen: Ein Kaffee to go als Frühstück, mittags ein Snack am Schreibtisch und abends ein Fertiggericht aus der Mikrowelle. Selbst Kinder zwischen 11 und 13 Jahren haben laut einer Studie nur 6 bis 7 Minuten für ihr Mittagessen. Doch ist das gesund? Die Folgen sind häufig Übergewicht, bis hin zu körperlichen und psychischen Beschwerden. Mittlerweile gibt es viele Ratgeber, die von „Achtsamkeit beim Essen“ sprechen. Gemeint ist damit nicht nur das langsamere Essen, sondern auch ein bewussteres Essen mit mehr Genuss und Augenmerk auf den Lebensmitteln. Obwohl unser Hunger- und Sättigungsgefühl von Geburt an gut ausgeprägt ist, ignorieren wir oft die Signale unseres Körpers. Durch zu schnelles Essen oder das häufig beigebrachte „Teller-leer-essen“ verlernen wir immer mehr auf die natürlichen Grenzen des Körpers zu hören. Doch selbst Verhaltensweisen, die über Jahre hinweg praktiziert wurden, lassen sich wieder umprogrammieren. Es ist allerdings ein gutes Stück Arbeit. Wichtig ist es, die Hintergründe des Essverhaltens herauszufinden. Essen Sie aus Langeweile, Stress oder Gewohnheit? Versuchen Sie Schritt für Schritt Alternativen zum Essen zu finden und bei Rückschlägen nicht zu hart zu sich zu sein. Mit der Zeit wird das Gespür für Sattheit auf natürlichem Weg zurückkommen.

Aus: Diabetes living, Ausgabe 01/2017 Feb.-März, Seite 44 ff.

März 2017

Magnesium, ein Stoffwechsel-Wunder

Über 300 verschiedene Stoffwechselprozesse in unserem Körper sind abhängig von dem Mineralstoff Magnesium. Viele Menschen leiden unter einem Magnesiummangel, ohne es zu wissen. Die Symptome sind vielfältig und können sich im ganzen Körper bemerkbar machen, zum Beispiel als Krämpfe, Augenlidzucken, Energielosigkeit oder Kopfschmerzen. Wenn die Magnesiumkonzentration im Blut unter 0,65 Millimol pro Liter fällt, sprechen Mediziner von einem Mangelzustand.

Magnesium ist eine anorganische Substanz in tierischen oder pflanzlichen Lebensmitteln, die zu den Mengenelementen zählt. Der Mensch benötigt es hauptsächlich zum Aufbau eigener Stoffe, wie Knochensubstanz oder Enzymen. Auch beim Elektrolythaushalt und der Nervenübertragung spielt Magnesium eine wichtige Rolle, genauso wie bei der Muskelkontraktion und Eiweißproduktion zum Muskelaufbau. Des gesamte menschliche Körper enthält in der Regel 25 bis 30g Magnesium, wovon sich 60% in den Knochen, 30% in den Muskeln und der Rest in Körperflüssigkeiten befindet. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt eine tägliche Aufnahme von 300mg für Frauen und 350mg für Männer, wobei nur 55% des verzehrten Magnesiums aufgenommen werden. Erhöhter Alkoholkonsum verschlechtert die Aufnahme; die Kombination mit Milchprodukten hingegen wirkt förderlich. Auch die Fettverbrennung ist vom Magnesiumspiegel im Körper abhängig, da das Mineral wichtige Aufgaben im Fettstoffwechsel erfüllt. Auch Wachstumshormone können nur mit Magnesium als Co-Faktor wirken. Für eine optimale Gewichtsreduktion ist daher auch eine ausreichende Magnesiumversorgung notwendig. Durch die richtige Lebensmittelauswahl lässt sich der Magnesiumstatus im Körper auch ohne Nahrungsergänzungsmittel erhöhen.

Gute Magnesiumlieferanten sind:

  • Fisch, Soja/Tofu, Hühnerfleisch
  • Naturreis
  • Grüne Smoothies mit Spinat, Kohlrabi, Avocado, Brokkoli
  • Mandeln/Mandelmilch
  • Linsen
  • Kürbis-, Sonnenblumenkerne
  • Mineralwasser
  • Käse (Butterkäse, Edamer, Mozzarella)

Aus: Diabetes living, Ausgabe 01/2017 Feb.-März

Februar 2017

Wilde Blaubeeren für die Gesundheit

Seit mehr als 10.000 Jahren wachsen die wilden Blaubeeren unter idealen Bedingungen im Osten Kanadas. Anders als unsere Kulturheidelbeeren sind sie nur etwa erbsengroß und enthalten weniger Wasser, dafür mehr Vitamine und Ballaststoffe. Besonders in der Fruchtschale verbergen sich viele antioxidative und aromatische Verbindungen. Die Antioxidantien und bioaktiven Phytonährstoffe (auch sekundäre Pflanzenstoffe genannt), wirken auf unterschiedliche Weise positiv auf die Gesundheit. Die Doktoren April Stull und William Cefalu des Pennington Biomedical Research Centers an der Louisiana State University konnten in einer Studie nachweisen, dass der tägliche Verzehr von Blaubeeren die Insulinsensitivität erhöhen kann. Dies ist vor allem für Patienten mit gestörtem Zuckerstoffwechsel oder Diabetes von Interesse.

Mit nur 57 Kilokalorien pro 100 Gramm ist die Blaubeere relativ kalorienarm und liefert viele Vitamine (A, C) und Mineralstoffe (Kalium, Phosphor, Magnesium). Sogar in tiefgefrorener Form enthalten sie noch viele Nährstoffe, die durch das Einfrieren sogar noch besser aufgenommen werden können. Denn die entstehenden Eiskristalle brechen die Zellstrukturen auf und machen so die Antioxidantien leichter verfügbar.

Aus: Diabetes living, Ausgabe 01/2017 Feb-März, Seite 42-43

Januar 2017

Was Sie über Walnüsse wissen sollten

Die meisten im Handel erhältlichen Walnüsse stammen aus Kalifornien, da dort die idealen Wachstumsbedingungen für die Kerne herrschen. Sie sind hervorragend geeignet für eine gesunde, ausgewogene Ernährung durch ihre Inhaltsstoffe und vielseitigen Einsatzmöglichkeiten. Mit ihren vielen Ballaststoffen und ungesättigten Fettsäuren, wie dem wertvollen Omega-3, haben sie positiven Einfluss auf den gesamten Körper. Auch in der Prävention und Therapie von Diabetes werden Walnüsse mittlerweile eingesetzt. 2009 zeigte eine europaweite Studie, dass Diabetiker mit täglichem Walnusskonsum bessere Insulinwerte aufwiesen als ohne. Dabei reichen schon 30g, also eine kleine Hand voll, täglich aus, um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten. Zusätzlich enthalten Walnüsse Vitamin E und antioxidative Verbindungen, die freie Radikale neutralisieren und das Immunsystem unterstützen.

Rezept: Rhabarber mit Joghurt-Walnusscreme

Zutaten für 6 Portionen:

  • 800g Rhabarber
  • 4 EL Orangensaft
  • Etwas Zitronenschale (Bio)
  • 5 EL Zucker
  • 1 Pkg. Vanille-Puddingpulver
  • 500ml Milch
  • 50g Walnusskerne
  • 150g Joghurt (1,5%)
  • 4-5 Stängel Zitronenmelisse

Zubereitung:

Den Rhabarber waschen und in 2cm große Stücke schneiden. Zusammen mit Orangensaft, Zitronenschale und 3 EL Zucker in einen Topf geben und ca. 10 Minuten kochen. Zum Abkühlen beiseite stellen. Das Vanille-Puddingpulver mit dem restlichen Zucker nach Packungsanweisung zubereiten und abkühlen lassen. Die Walnusskerne grob hacken und 2 EL für später zur Seite stellen. Die restlichen Walnüsse mit dem Joghurt und dem Vanillepudding verrühren. Die Melissenblätter abzupfen, einige als Dekoration beiseite legen und den Rest fein hacken. Dann unter den Rhabarber mischen und das Kompott auf Schüsseln verteilen. Etwas von der Joghurt-Pudding-Creme darauf geben und mit den übrigen Melissenblättern und Walnüssen dekorieren.

Aus: diabetes living, Ausgabe 05/2016 Oktober/November, Seite 41

Dezember 2016

Praxis-Tipps für das Immunsystem

So halten Sie Ihr Immunsystem auf Kurs:

1) Joghurt und andere Probiotika

Der Darm gehört zum großen Teil mit zu unserem Immunsystem und will ebenso gepflegt werden. Um Krankheitserreger bekämpfen zu können sollte die Darmflora intakt sein. Joghurt und andere probiotische Lebensmittel, wie Sauerkraut, Kefir und fermentiertes Gemüse, können helfen den Darm ins Gleichgewicht zu bringen.

2) Grüner Tee

Grüner Tee enthält viele Antioxidantien, darunter Vitamin C und sekundäre Pflanzenstoffe, die das Immunsystem unterstützen.

3) Ausdauertraining

Bei regelmäßiger Bewegung wird nicht nur die Muskulatur gestärkt, sondern auch die Abwehrzellen des Körpers angeregt und vermehrt.

4) Entspannung

Stress ist einer der Hauptgründe für ein geschwächtes Immunsystem. Der Körper schüttet vermehrt Cortisol aus, welches die Immunabwehr hemmt und die Entstehung von Infekten begünstigt.

5) Schlafen

Wer nicht ausreichend schläft ist anfälliger für Krankheitserreger. Im Schlaf werden große Mengen immunaktiver Stoffe ausgeschüttet, die das Abwehrsystem aufbauen und reparieren.

6) Supplemente

Vitamin C ist ein bekanntes starkes Antioxidans, welches die Abwehrzellen des Körpers vor Schäden schützt und die Bildung neuer Zellen anregt. Zink kann helfen die Symptome einer Erkältung zu lindern und die Dauer zu verkürzen.

7) Lachen

Lachen kann bis zu 50% an Stresshormonen im Körper abbauen, die Anzahl an T-Lymphozyten erhöhen und somit das Immunsystem stärken.

Aus: Diabetes living 05/2016 Okt.-Nov.

November 2016

Chinakohl kann beim Abnehmen helfen

Chinakohl hat eine sehr geringe Energiedichte: 100 Gramm enthalten lediglich 13 Kalorien. Dafür besteht er zu 94% aus Wasser. Eiweiß ist mit 1,5 Gramm und Kohlenhydrate mit 1,2 Gramm enthalten, aber nahezu kein Fett (0,2 Gramm). Außerdem besitzt er viele Ballaststoffe, welche die Sättigung fördern und der Verdauung helfen. Auch Vitamine und Mineralstoffe sind im Chinakohl vorhanden. Unter anderem Vitamin C, Folsäure, B-Vitamine, Kalium und Eisen. Die für Kohlgewächse charakteristischen Senföle unterstützen das Immunsystem und wirken gegen Bakterien sowie freie Radikale.

Rezept: Chinakohl-Thunfisch-Salat (für 2 Personen)

  • 1 Chinakohl
  • 1 Dose Thunfisch
  • 2 EL Dijon-Senf
  • 1 EL Reis-Essig
  • 2 EL Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Den Chinakohl putzen und in mundgerechte Streifen schneiden. In einem Sieb gut abwaschen und zum Abtropfen beiseite stellen. Das Dressing aus Senf, Essig, Öl, Salz und Pfeffer anrühren und abschmecken. Den abgetropften Thunfisch zusammen mit dem Dressing und dem Kohl in einer Schüssel vermengen und auf Tellern anrichten.

Aus: Diabetes living, Ausgabe 05/2016, Oktober/November

Oktober 2016

Sacha Inchi – das Öl aus der Inka-Nuss

 

Die „Inka-Nuss“ stammt aus den tropischen Gebieten Südamerikas und ist ein echtes „Super-Lebensmittel“. Das ausgepresste Öl der Nuss enthält 48% an Omega-3-Fettsäuren und soll äußerlich aufgetragen bei trockener Haut, Sonnenbrand, Rötungen und der Wundheilung wahre Wunder bewirken. Als Nahrungsmittel und natürliches Antioxidant kann es Cholesterin und Triglyzeride im Blut reduzieren, den Blutdruck und Glukosemetabolismus positiv beeinflussen sowie gegen rheumatische Arthritis, Ekzeme, Akne, Schuppenflechte und jegliche Art von Entzündungen im Körper helfen.

 

 

Aus: Diabetes living, Ausgabe 05/2016 Oktober/November S. 47

 

September 2016

Avocado – eine Frucht, die viel zu bieten hat

Avocados sind sehr gesund und enorm vielseitig. Sie enthalten neben Fett auch wertvolle Nährstoffe sowie Ballaststoffe. 100g Hass-Avocado (aus Peru) enthalten 167 kcal, 15g Fett, 10g Kohlenhydrate und 6,7g Ballaststoffe. Der Fettgehalt von 15% ist geringer als viele vermuten, zumal das Fett überwiegend aus essentiellen ein- und mehrfach ungesättigten Fettsäuren besteht. 20 verschiedene Vitamine und Mineralstoffe, vor allem Vitamin A, C, D, E und K sowie B-Vitamine, Folsäure, Calcium, Eisen und Magnesium stecken im Fruchtfleisch. Avocados sind außerdem gute Kaliumlieferanten mit 463mg / 100g.

 

Rezept:  Avocado-Muffins mit Quark

Zutaten für 10 Stück:

250g Quark (20% Fett)

½ Zitrone

2 Eier

3 EL Zucker

1 Avocado

1 Päckchen Vanillezucker

2 EL Grieß

Muffinförmchen

 

Etwas von der Schale der Zitrone abreiben und den Saft auspressen. Die Eier trennen und das Eiweiß mit 1 TL Zitronensaft und 1 EL Zucker steif schlagen. Die Avocado schälen und das Fruchtfleisch mit einer Gabel zerdrücken. Dann mit Quark, Zitronenschale und dem restlichen Zitronensaft vermengen. Die Eigelbe mit Vanillezucker und dem restlichen Zucker schaumig schlagen und dann mit der Avocadomasse mischen. Dann den Grieß zugeben und zum Schluss den Eischnee unterheben. Den Backofen auf 180°C vorheizen und die Muffinförmchen vorbereiten. Den Teig einfüllen und für ca. 35 Minuten backen.

Aus: Diabetes-living Ausgabe 4/2016, S. 40/41

August 2016

Gesund mit Pflaumen

Pflaumen enthalten spezielle Verbindungen, welche helfen können, das Risiko für Bluthochdruck, Übergewicht, Insulinresistenz und erhöhte Cholesterinwerte zu verringern. Dies fand ein Forscherteam der Texas A&M Universität heraus. Nach einer anderen Studie sollen Trockenpflaumen sogar die Nummer Eins der Radikalfänger sein, noch vor frischem Obst und Gemüse. Diese gesundheitsfördernden Verbindungen werden auch "sekundäre Pflanzenstoffe" genannt. Bei der Pflaume sind es vor allem die blau-violetten Farbstoffe in der Schale, die "Anthocyane". Zudem enthalten Pflaumen viele Carotinoide und Mineralstoffe wie Kupfer und Bor.

Rezept: Fruchtige Hähnchentaschen

Zutaten für 4 Personen:

- 4 Hähnchenbrustfilets (á 250g)

- 4 Salbei-Zweige

- 80g Gouda (im Stück)

- 150g Trockenpflaumen

- 2 EL Rapsöl

- 200ml Geflügelfond

- 400g Möhren

- 1 Kohlrabi

- 30g Butter

- Holzspieße

- Salz, Pfeffer

Die Hähnchenbrustfilets waschen, abtrocknen und längs eine Tasche hineinschneiden. Salzen, pfeffern und je 2 Trockenpflaumen und 2 Salbeiblätter in die Tasche legen. Den Gouda in 4 Streifen schneiden und einen in jede Tasche legen. Mit den Holzspießen zustecken.

Möhren und Kohlrabi schälen und in Würfel schneiden. In Salzwasser 10-12 Minuten kochen, dann abgießen. In einer Pfanne die Butter zerlassen und kurz das Gemüse darin schwenken.

Das Öl in einer Pfanne erhitzen und die Hähnchenbrüste rundum anbraten. Mit Geflügelfond ablöschen und 18-20 Minuten schmoren. Gegen Ende die restlichen Pflaumen und Salbeiblätter zufügen und mit Salz und Pfeffer würzen.

Die fertigen Hähnchenbrüste aufschneiden und mit Gemüse und Pflaumen anrichten.

 

Quelle: diabetes living Juni/Juli 2016, S.31

Juli 2016

Lecker & leicht:

Zucchini-Walnuss-Brownies

Nur 213 kcal und 18 g Kohlenhydrate pro Portion, außerdem vegetarisch und einfach lecker!

Zutaten für 24 Stück:

- 300 g Zucchini

- 300 g Zartbitterschokolade

- 100 g Butter

- 150 g Rohrzucker

- 200 g gehackte Walnüsse

- 2 Eier

- 1 Prise Salz

- 200 ml Kuhmilch oder Sojamilch

- 175 g Mehl

- 2 TL Backpulver

Zubereitung:

Zucchini fein raspeln. Schokolade klein hacken und mit Butter und Zucker in einem Topf langsam schmelzen. Abkühlen lassen. Walnüsse, Eier, Salz und Milch verrühren und mit der Zucchini unter die abgekühlte Schokomasse rühren. Dann Mehl, Backpulver und 100 g Walnüsse dazugeben. Alles in eine rechteckige Form (24 x 24 cm) geben und mit restlichen Walnüssen bestreuen. Im vorgeheizten Ofen bei 190°C ca. 30 Minuten backen. Abkühlen und in Stücke schneiden. Guten Appetit!

aus: Diabetes living 4/2016 Juni/Juli

Juni 2016

Hafer - ein Alleskönner

Hafergetreide wird schon seit Langem eine schützende Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System zugeschrieben. Die Mikronährstoffe im Hafer besitzen antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften, die z.B. den LDL-Cholesterin-Spiegel senken und somit vor Gefäßerkrankungen schützen können. Eine Senkung des LDL-Spiegels im Blutserum wird vor allem durch den löslichen Ballaststoff Beta-Glucan im Hafer erreicht. Im Vergleich zu anderem Getreide hat Hafer mit 7% einen relativ hohen Fettgehalt, allerdings besteht ein Großteil davon aus ungesättigten Fettsäuren. Zusätzlich sind viele fettlösliche Vitaminen (Vitamin E) und sekundäre Pflanzenstoffe wie Stenole und Flavonoide enthalten. Beim Verzehr wird die antioxidative Wirkung dieser Inhaltsstoffe im Körper wirksam und selbst durch Hitze oder Verarbeitung kaum beeinträchtigt.

Wer übergewichtig ist oder unter Bluthochdruck leidet, kann eine sogenannte "Hafer-Kur" machen, bei der über einige Tage vermehrt der Ballaststoff Beta-Glucan mit 5,5g pro Tag in Form von Haferflocken oder Haferkleie zugeführt wird. Es können herzhafte Gerichte oder Süßspeisen verzehrt werden, doch es sollte nur für einen begrenzten Zeitraum durchgeführt werden.

Mahlzeitenbeispiele:

- Paprika mit Haferflocken-Fleisch-Füllung

- Porridge (Haferbrei)

- Haferflocken-Bratlinge

- Haferflocken-Pfannkuchen

- Apfel-Haferflocken-Muffins

 

aus: Ernährung & Medizin 4/2015

Mai 2016

Kann man das Leben verlängern?

Weniger Essen: Welches Geheimnis verbirgt sich hinter der hohen Lebenserwartung der Bewohner der japanischen „Insel der 100-Jährigen“? Zivilisationskrankheiten sind dort kaum bekannt. Sie ernähren sich hauptsächlich von Gemüse und Soja, meiden Zucker, Milch- und Fertigprodukte und essen sich meist nur zu 80% satt. Dies bewirkt, dass der Stoffwechsel nach einer Mahlzeit schneller herunterfährt und der Körper sich erholen kann. Wird mehr als nötig gegessen, sind die Körperzellen überversorgt, wachsen schneller und teilen sich häufiger, was zu Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Problemen führen kann.

Maßvolle Bewegung: Damit ist kein hochintensives Krafttraining gemeint, sondern laut neuesten Erkenntnissen sollen bereits 30 Minuten zügiges Gehen fünfmal pro Woche reichen, um das Leben um mehrere Jahre zu verlängern (Harvard-Studie).

Gehirn aktivieren: Die grauen Zellen immer wieder vor neue Herausforderungen zu stellen hält fit. Arbeitslosigkeit beispielsweise soll laut einer Studie der Universität Leipzig das Leben um bis zu 13 Jahre verkürzen. Allerdings schaden Dauerstress und ein chronisch erhöhter Cortisolspiegel ebenfalls der Gesundheit. Bessere Alternative wäre z.B. ein Musikinstrument oder eine Fremdsprache zu lernen.

Schlafen: Forscher der englischen Universität Warwick fanden heraus, dass eine Schlafdauer von 7 Stunden bei Frauen und 8 Stunden bei Männern die Lebenserwartung um 3 Jahre erhöhen kann. Im Schlaf wird Melatonin produziert, welches Krankheiten vorbeugt und die Haut jung hält.

Sozialleben: Eine US-Studie der Universität von Kalifornien belegt, dass Menschen mit einem Hund als Haustier 21% weniger zum Arzt gehen als Nicht-Hundebesitzer. Auch Freundschaften haben einen lebensverlängernden Effekt und können helfen mit Stress besser zurecht zu kommen.

Aus: pm-Magazin „Fragen & Antworten“ 02/2016

April 2016

Geht es ohne Zucker?

Viele gesundheitsbewusste Verbraucher sind immer wieder auf der Suche nach einem gesunden, gut schmeckenden, kalorienarmen Ersatz für Zucker. Die Industrie versucht mitzuziehen und bringt regelmäßig neue Produkte auf den Markt, damit Menschen mit z.B. Diabetes auf Nichts verzichten müssen.

Herkömmliche Zuckerlieferanten wie Haushaltszucker, Honig, Sirup oder Agavendicksaft beeinflussen stark den Blutzuckerspiegel und enthalten viele Kalorien. Ersatzprodukte gibt es mittlerweile viele, doch wie schmecken sie  und was muss man die deren Gebrauch beachten?

1. Süßstoffe

Sie sind synthetisch oder natürlich hergestellt mit enormer Süßkraft und ohne Kalorien. Erhältlich sind sie in Form von Streu- und Flüssigsüße oder als Tabletten. Außer Aspartam und Thaumatin können sie erhitzt werden ohne ihre Süße zu verlieren. Dass sie den Appetit anregen und Krebs fördern sollen wird noch immer diskutiert. Deshalb sollte man sie nicht gedankenlos und im Übermaß verzehren. Nachteilig ist, dass sie häufig einen charakteristischen Beigeschmack aufweisen und sich zum Kochen und Backen nur bedingt eignen.

 2. Fruktose

Auch Fruchtzucker genannt, kommt sie vor allem in Obst, Gemüse, Honig und als Bestandteil von Haushaltszucker vor. Sie kann auch industriell aus Maisstärke hergestellt werden und wird so häufig in Getränken, Joghurt, Teigwaren und vielem mehr eingesetzt. Da sie im Darm langsamer als Glukose aufgenommen wird und eine geringere Insulinantwort bewirkt, wurde sie vielfach in Diabetiker-Lebensmitteln verwendet. Nach der Aufnahme wird die Fruktose über den Dünndarm zur Leber transportiert und dort zu Zucker oder Fett umgewandelt. Bei hohem Fruktose-Konsum kann es deshalb zu einer Fettleber oder zur Verstärkung einer Insulinresistenz kommen. Des Weiteren wurde festgestellt, dass weniger Sättigung mit fruktosereicher Kost erreicht wird und die Esslust gesteigert sein kann. Sie hat den gleichen Brennwert wie Zucker und dient daher nicht zum Abnehmen.

3. Stevia

In Südamerika wird das Kraut schon seit Jahrhunderten zum Süßen von Tees und als Heilkraut verwendet. In Europa ist Stevia erst seit 2011 als Nahrungsmittel zugelassen und gilt seitdem als Nummer 1 für natürliche Süße. Als Pulver, Tablette, Flüssigsüße oder im fertigen Lebensmittel, z.B. Schokolade, Marmelade, Bonbons etc., ist Stevia erhältlich. Mit 0 Kalorien ist es besonders für Diabetiker eine sinnvolle Alternative. Allerdings ist der Geschmack gewöhnungsbedürftig, da es einen bitteren Nachgeschmack im Mund hinterlässt. Die Süßkraft ist jedoch um einiges höher als bei Zucker (bis zu 200-fach stärker), weshalb bei der Dosierung Vorsicht geboten ist. Beim Kauf sollte man unbedingt auf die Inhaltsstoffe achten, da häufig andere Zuckerstoffe zum Strecken beigefügt werden.

4. Kokosblütenzucker

Relativ neu auf dem deutschen Markt wird Kokosblütenzucker in Asien in Handarbeit aus dem Nektar der Kokospalmenblüte gewonnen. Er kann genauso wie Zucker verwendet werden, hat aber einen deutlich geringeren glykämischen Wert. In reiner Qualität (nicht mit anderen Zuckern gestreckt) ist er recht preisintensiv und schmeckt nicht nach Kokos, sondern kräftig karamellig.

5. Zuckeraustauschstoffe

Sie werden aus Kohlenhydraten wie Maisstärke oder Saccharose hergestellt, haben aber einen sehr geringen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel. Die meisten gehören zu den Zuckeralkoholen und haben einen Brennwert von ca. 2,4 kcal pro Gramm. Ihre Süßkraft ist ähnlich der des Haushaltszuckers, doch bei übermäßigem Verzehr können sie abführend wirken.

Aus: Diabetes living, Ausgabe 02/2016 April-Mai)

März 2016

Praxis-Tipps zum Thema Trinken

Wasser ist Lebenselixier. Der menschliche Körper besteht zu ca. 60% daraus. Es reguliert die Körpertemperatur und dient als Transport- und Lösungsmittel.

1) Wieviel?

1,5 - 2 Liter reine (kalorienarme!) Getränke sollte man täglich zu sich nehmen. Das restliche Wasser kommt aus Lebensmitteln, vor allem Obst und Gemüse.

2) Wann?

Am besten trinken Sie 1 Glas am Morgen direkt nach dem Aufstehen. Über Nacht verbraucht der Körper viel Flüssigkeit in Form von Schweiß, besonders im Sommer. Und dann zu jeder Hauptmahlzeit 1-2 Gläser. So kommen Sie bereits auf 1 - 1,5 L.

3) Was?

Trinken Sie Wasser, Tee, Kaffee und stark verdünnte Säfte abwechselnd mit so wenig Zuckeranteil wie möglich. Durch den Zucker wird das Wasser schlechter aufgenommen.

Kein Alkohol! Der entzieht dem Körper Wasser.

4) Leitungswasser?

Leitungswasser zählt zu den am besten kontrollierten Lebensmitteln in Deutschland. Es steckt voller wichtiger Mineralstoffe wie Magnesium, Calcium und Kalium. Mit einem Wasserfilter kann man bei Bedenken Kalk, Chlor und Blei entfernen.

5) Wie?

Haben Sie immer im Blickfeld, was Sie trinken wollen! Am besten Flasche (+ Glas) dort aufstellen, wo Sie häufig vorbeigehen oder sich aufhalten, z.B. Küche, Schreibtisch, Couchtisch..

Am Ende des Tages können Sie zusammenrechnen, ob Sie 1,5 L geschafft haben.

6) Sport?

Bei sportlichen Aktivitäten brauchen Sie extra viel Flüssigkeit um leistungsfähig zu bleiben. Es schützt vor Überhitzung und Kreislaufproblemen. Pro Stunde Sport sollten Sie 0,5 L zusätzlich trinken.

7) Hilfestellung?

Sie können sich von einem Freund, Kollegen oder Wecker im Handy ans Trinken erinnern lassen. Oder installieren Sie sich eine praktische Trink-App.

8) Kaffee?

Ja, Sie können Kaffee und schwarzen Tee mitzählen, solange sie nicht der Hauptflüssigkeitslieferant sind. Besonders Kaffee wirkt verdauungsanregend und harntreibend, womit der Körper wieder Wasser verliert.

Februar 2016

20 Tipps zum Abnehmen

1)      Setzen Sie sich jede Woche ein kleines Ziel, welches Sie definitiv erreichen können, z.B. ein Glas Wasser mehr pro Tag zu trinken oder jeden Tag 50 Schritte mehr zu gehen.

2)      Denken Sie maximal 1 mal pro Woche ans Wiegen. So kommen Sie nicht in Stimmungstiefs wegen normaler Gewichtsschwankungen.

3)      Wenn Sie Hunger verspüren, warten Sie 5 bis 10 Minuten. Manchmal war es kein Hunger und falls doch, trinken Sie zuerst ein Glas Wasser und essen dann eine Kleinigkeit.

4)      Versuchen Sie während des Tages so oft wie möglich verschiedene Muskelgruppen anzuspannen, z.B. im Sitzen den Po fest zusammmenkneifen und entspannen, im Stehen den Bauch soweit wie möglich nach innen ziehen und kurz halten.

5)      Befüllen Sie Ihren Teller beim Essen immer zuerst mit Gemüse und erst danach mit anderen Lebensmitteln. So nehmen Sie vom Kalorienhaltigen automatisch weniger.

6)      Beim Einkaufen nehmen Sie statt eines großen Einkaufswagens einen kleinen Korb. Sie werden sich viel genauer überlegen, was sie tatsächlich brauchen und Überflüssiges bleibt eher liegen.

7)      Motivieren Sie sich mit kleinen Erfolgen. 1-2 Kilo pro Monat sind nicht nur gesünder, sondern auch langanhaltender.

8)      Ersetzen Sie 1 Stunde Fernsehen durch 1 Stunde Bewegung, z.B. ein Spaziergang oder ein Ausflug mit der Familie.

9)      Gesundes Essen braucht Zeit. Nehmen Sie sich mindestens 20 Minuten pro Mahlzeit und versuchen Sie Ihren Sättigungspunkt zu spüren.

10)   Je verarbeiteter ein Lebensmittel ist, desto mehr Kalorien enthält es in der Regel. Bevorzugen Sie immer frische Ware!

11)   Ein eiweißhaltiges Frühstück macht lange satt und hilft über den Tag weniger zu essen.

12)   Lassen Sie sich nicht von Werbeversprechen blenden. Es gibt keine „Wundermittel, -pillen“ etc. Auch, wenn es schön wäre..

13)   Legen Sie keine Süßigkeiten- und Knabbervorräte an. Das verleiht öfter nachzuholen.

14)   „Light-Produkte“ enthalten oft andere Dickmacher als Ersatzstoffe.

15)   Viele Fertig-Soßen sind reine Kalorienbomben. Entweder sehr sparsam benutzen oder selber machen.

16)   Suchen sie sich andere „Trostspender“ als Essen z.B. ein Buch, Kinobesuch oder ein Telefonat mit einem Freund.

17)   Bringen Sie Versuchungen aus Ihrem Sichtfeld: z.B. in einem Gefäß hoch oben auf dem Küchenschrank.

18)   Meiden Sie schnell verfügbaren Zucker aus Säften, Bonbons oder Süßkram. Dieser jagt den Insulinspiegel in die Höhe und löst bald darauf die nächste Essattacke aus. Besser zu eiweißhaltigen Snacks greifen.

19)   Wenn Sie Obst essen, dann besser im Ganzen. Säfte und Shakes sättigen kaum und enthalten viel unnötigen Zucker.

20)   Vorsicht bei Alkohol! Er besteht zu 99% aus leeren Kalorien, regt den Appetit an und lässt Fett noch schneller ansetzen.

Januar 2016

Milchprodukte verbessern Blutzucker- und Insulinwerte

Anhand einer prospektiven Studie mit 10.000 Erwachsenen aus Forschungseinrichtungen in 6 brasilianischen Großstädten wurde der positive Einfluss von Milchprodukten auf den Blutzuckerspiegel und die Insulinwerte festgestellt. Gemessen wurden Nüchternglukose und –insulin, 2-Stunden-Glukose und –insulin, HBA1c und Insulinresistenz. Es zeigte sich, dass alle Kennzahlen des Zucker- und Insulinstoffwechsels mit Ausnahme des Nüchterninsulins niedriger waren je mehr Milchprodukte konsumiert wurden. Unabhängig von Alter, Geschlecht, Rasse, Übergewicht und Menge des verzehrten Milchfettes. Besonders günstig wirkten sich fermentierte Milchprodukte aus.

Aus: LOGI News Mai 2015

Dezember 2015

Wir wünschen allen Kunden und Patienten ein schönes Weihnachtsfest und ein gesundes, erfolgreiches neues Jahr 2016!

Vitaminreich und eiweißreiches Mittagessen zur Weihnachtszeit

Rinderfilet mit Rotkohlsalat

200g Rotkohl,1 rote Zwiebel,2 EL Aceto balsamico,2 EL Rapsöl,50g Preiselbeeren ( aus dem Glas, ungesüßt),      1EL Meerettich, (frisch oder aus dem Glas),180g Rinderfiletsteak,Salz,weißer und schwarzer Pfeffer.

Den Rotkohl putzen, vierteln und in feine Streifen schneiden oder in der Küchenmaschine fein raspeln. Die Zwiebel abziehen, fein hacken. Essig, Salz, Pfeffer und Zwiebeln gut verrühren., 1 EL Öl unterschlagen. Das Dressing über den Rotkohl gießen, Preiselbeeren und Meerettich zufügen und alles gut durchkneten - am besten mit den Händen, 15-30 Minuten zugedeckt durchziehen lassen.

Das Filetsteak kalt abbrausen, trocken tupfen und mit Pfeffer übermahlen. 1 EL Öl in einer Pfanne hoch erhitzen.Das Steak darin auf jeder Seite 1-2 Minuten scharf anbraten. Bei mittlerer Hitze je Seite weitere 2-4 Minuten braten, je nachdem, wie durchgegart Sie es mögen. Das Steak in Alufolie wickeln und 5 Minuten ruhen lassen. Mit dem Rotkohl servieren.

Guten Appetit!

Aus: LOGI durch den Tag ( Franca Mangiameli)

 

 

November 2015

Wie übertriebene Immunreaktionen, Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Ernährung zusammenhängen

 Es gibt unsagbar viele Erscheinungsformen einer Unverträglichkeit, die häufig schwer ihrem Ursprung zuzuordnen sind: Bauchschmerzen, Migräne, Blähungen, tränende Augen, Hautirritationen und vieles mehr. Es sind Fehl- oder Überreaktionen des Körpers auf bestimmte Lebensmittel oder Zusatzstoffe. Man spricht auch von einer „Intoleranz“. Häufig sind die auftretenden Symptome so stark, dass der oder die Betroffene nicht nur Unwohlsein empfindet, sondern auch ernsthafte gesundheitliche Schäden davon tragen kann.

Es gibt wissenschaftliche Studien, die einen deutlichen Zusammenhang zwischen Nahrungsmitteln und Entzündungsreaktionen im Körper zeigen. In jedem Fall sollte durch einen Fachmann abgeklärt werden, um welche Lebensmittel- oder Inhaltsstoffgruppen es sich handeln könnte. Dazu können verschiedene Tests, zum Beispiel ein Bluttest, oder eine Ernährungsberatung mit Hinblick auf die Reaktionsauslöser („Trigger“) durchgeführt werden. Zu unterscheiden gilt es dabei zwischen der „Unverträglichkeit / Intoleranz“ und einer „Allergie“.  Es handelt sich um zwei voneinander abzugrenzende Krankheitsbilder, die oft fälschlicherweise gleichgesetzt werden. Unter einer Allergie versteht man hauptsächlich eine akute Reaktion des Körpers mit Atemnot, Juckreiz, Niesen oder sogar einem anaphylaktischen Schock nach der Aufnahme der auslösenden Substanz. Die Intoleranz wird allgemein als eine enzymatisch oder genetisch bedingte Fehlfunktion des Immunsystems beschrieben. Die Zellen der körpereigenen Immunabwehr reagieren dabei heftiger als nötig auf Nahrungspartikel und bewirken entzündliche Reaktionen mit unterschiedlichen Symptomen im Körper.

Heute gibt es verschiedene Methoden zur Testung von Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Neben der Blut-Analyse ist es sinnvoll, gemeinsam mit einem Ernährungsexperten eine Ernährungsumstellung zu planen, um eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten und gleichzeitig das Immunsystem zu entlasten.

 

Aus: natur-heilkunde Journal 4/2015

Oktober 2015

Die Flüssigkeiten unseres Körpers

Unser Körper besteht zum Großteil aus Wasser, das ist wohl allgemein bekannt. Wieviel Wasser ein Mensch genau in sich trägt hängt vom jeweiligen Alter, Geschlecht, Körperfett- und Muskelanteil ab. Im Schnitt sind es zwischen 55 und 80%, wobei der Anteil mit zunehmendem Alter abnimmt. Bei Neugeborenen sind es noch gute 75-80%, während es bei Erwachsenen und Senioren gerade mal 55-70% sind. Bei einem 80 Kilogramm schweren Mann wären das dann um die 56 Liter Wasser. Doch wo steckt das viele Wasser? Jedoch bedenkt kaum einer, dass im menschlichen Körper viele verschiedene "Elixiere des Lebens" schwimmen. Denn das Wasser liegt keineswegs in seiner "ursprünglichen reinen" Form vor, sondern wird für die verschiedensten Aufgaben verwendet.

Alleine 5-6 Liter fließen als dickflüssiges Blut durch unsere Adern, um mit Hilfe der roten Blutkörperchen Sauerstoff in jeden noch so entlegenen Winkel zu transportieren. Durch ein Parallelsystem, das der Lymphe, fließen gut 2-3 Liter täglich, um Fremdkörper, abgestorbene Zellteile und Fette bewältigen zu können. Zur Reinigung des Blutes wird es durch die Nieren gespült und dabei gefiltert. Hierbei entstehen unglaubliche 1-1,5 Liter Urin, welcher jeden Tag aufs Neue "entsorgt" werden muss. Auch die Nase hat ein eigenes Reinigungssystem, das rund 1 Liter Wasser täglich verbraucht in Form von Nasenschleim.

Für die Verdauung benötigt der Dünndarm Verdauungsenzyme, die in der Leber produziert werden. Die Leber benutzt dazu 0,7 Liter um die Enzyme in Galle verpackt in den Darm schicken zu können. Doch auch ohne Nahrungsaufnahme bilden unsere Speicheldrüsen im Mund durchgehend Speichel und zwar 0,5 Liter im Schnitt. Wenn jedoch eine üppige Mahlzeit ansteht, kann die Produktion schnell mal um das bis zu zehn-fache hochgefahren werden. Ähnlich ist es beim Schweiß: in Ruhe dünstet der Durchschnittsmensch um die 0,2 Liter aus. Bei Belastung, Hitze oder Stress werden es leicht bis zu mehreren Litern. Auch unsere Fortpflanzungsorgane brauchen Wasser in Gestalt von Sperma oder Vaginalsekret; 3 bzw. 5 Milliliter sind es pro Tag.

Die Herstellung dieser gewaltigen Menge an unterschiedlichen Flüssigkeiten muss unser Körper Tag für Tag leisten. Da sollte es doch das Geringste sein ihn durch ausreichend Wasserzufuhr dabei zu unterstützen, oder?

Aus: Die Zeit, 13.05.2015

September 2015

Atemwegsinfektionen - Prophylaxe durch Vitamin C und Probiotika möglich

Vitamin C hat viele Funktionen in unserem Organismus. Es macht bindet Radikale und andere gesundheitsschädigende Sroffe, fördert die Aufnahme von Eisen in den Körper, hilft bei Narbenbildung sowie Wundheilung, ist beteiligt bei der Bildung von Botenstoffen, unterstütz aber ebenso den Aufbau von Bindegewebe, Zähnen, Knochen und Knorpel.

100 mg pro Tag ist die derzeitgie empfohlene Tageszufuhr, wobei der Körper ca. 80-90% der zugeführten Vitamin C verwerten kann. Die Versorgung mit Vitamin C ist in Deutschland gut. Sie wird über die Aufnahme von Beeren, Paprika, Zitrusfrüchten, grünes Gemüse sowie Kartoffeln gesichert. Raucher und geschwächte bzw. kranke Menschen benötigen noch ca. 50 mg zusätzlich.

Eine kürzlich veröffentlichte Studie hat sich mit dem Risiko von Atemwegsinfektionen und deren möglicher Prophylaxe durch Vitaminc sowie Probiotika beschäftigt. 66 Kinder im Alter von 3-6 jahren nahmen an der Untersuchung teil. Sie wurden über sechs Monate in zwei Gruppen eingeteilt und erhielten entweder eine Kautablette mit verschiedenen Bakterienstämmen sowie 50mg Vitamin C oder ein Placebo. Sowohl Fragebögen zum Ernährungs- und Bewegungsverhalten, als auch die Untersuchung von Blut, Speichel und Urin wurden in die Auswertung einbezogen.

Im Ergebnis konnte eine positive Auswirkung auf die Inzidenzrate und Dauer von Infekten der oberen Atemwege festgestellt werden. Sowohl das Fehlen in der Kita als auch eine verringerte Einnahme von Antibiotika oder anderen lindernden Medikamenten, wie Hustensaft oder Schmerzmitteln war zu beobachten. Diese signifikanten Ergebnisse zeigten sich nicht für die Infekte der unteren Atemwege.

Fazit sollte dennoch sein, dass Probiotika in Verbindung mit Vitamin C eine vorbeugende Wirkung auf Infekte der oberen Atemwege haben kann.

August 2015

Ein Update - Bariatrische Chirurgie

Die Anzahl der operativen Eingriffe, die der Gewichtsreduktion dienen, auch bariatrische Chirurgie genannt steigt weiterhin stetig an. Hierbei sind der Schlauchmagen als auch der Magenbypass die mit Abstand am häufigsten angewandten OP-Methoden.

2013 wurden insgesamt 7126 Eingriffe durchgeführt (in 126 Kliniken). Wobei die Sleevegastrektomie (Schlauchmagen) und der Roux-Y-Magenbypass mit jeweils ca. 3250 Eingriffen mehr als 90% der Eingriffe bildeten. Das Gastric banding wird deutlich weniger angewandt, aufgrund der hohen Komplikationsrate. Auch die endoskopischen Verfahren, wie der Magenballon sowie Endobarrier, mit unter 200 Eingriffen konnten sich nicht durchsetzen.

Mit der neuen S3-Leitlinie "Prävention und Therapie der Adipositas, welche 2014 erschienen ist, gilt weiterhin der BMI als das Maß für die Klassifizierung der Adipositas aber das Hauptziel wurde neu definiert. Nicht ausschließlich die Gewichtsreduktion, sondern die Verbesserung der Komorbiditäten sowie die Lebensqualität werden angestrebt.

Die operativen Behandlungsmethoden zeigen bei den genannten Zielstellungen gegenüber der konservativen Therapie deutlich bessere Ergebnisse. Beispielsweise konnte eine Analyse von 16 Studien mit über 6000 Teilnehmern insgesamt, welche als Therapieziel die Diabetesremission hatten, zeigen, dass die bariatrischen Eingriffe mit 63,5% Erfolgsquote signifikant besser waren als die der konventionellen Therapie. Eine weitere Studie mit 150 Adipösen und unkontrollierten HbA1c-Werten brachte ähnliche Ergebnisse. Sowohl ein Jahr als auch drei Jahre nach der Therapie waren die Ergbnisse von Schlauchmagen und Bypass gegenüber der nichtoperativen Therapiegruppe deutlich besser.

Es findet somit ein Umdenken von bariatrischer Chirurgie hin zu metabolischer Chirurgie statt. Dies bedeutet, vom Ziel der Gewichtsreduktion bei der bariatrischen Chirurgie werden weitere Ziele definiert. Diese sind zum einen die Remission der Begleiterkrankungen (wie Diabetes, Bluthochdruck etc.) und die Reduktion der Sterblichkeitsrate, was als metabolische Chriurgie bezeichnet wird. Die Erfolgskontrolle erfolgt nicht ausschließlich über die verlorenen Kilogramm sondern über die messbaren Stoffwechselparameter als auch die verminderte Medikamentengabe. Ein interdisziplinäres Behandlungsteam bestehend aus Chirurg, Ernährungstherapeuten und Psychologen kann erweitert werden um Diabetologen, Pulmologen oder weiteren Fachärzten.

Juli 2015

Gewichtsentwicklung im Kindesalter beeinflussbar

Seit langen ist bekannt, dass verschiedene Faktoren die Entwicklung von Übergewicht fördern können, da sie einen Einfluss auf Appetit und die Energiezufuhr ausüben. In einer erst 2015 veröffentlichten Studie von Robinson et al. wurden 5 frühe, veränderliche Risikofaktoren und deren Effekt auf die Gewichtsentwicklung untersucht.

Zu den Risikofaktoren gehören: mütterliches Übergewicht vor der Schwangerschaft, eine zu hohe Gewichtszunahme während der Schwangerschaft, niedriger Vitamin-D-Spiegel, Nikotinabusus und nach der Schwangerschaft eine zu geringe Stillzeit (unter einem Monat).

991 Mutter-Kind-Paare konnten von der Schwangerschaft bis zum 6.ten Lebensjahr verfolgt werden. Die Wahrscheinlichkeit ein Übergewicht auszubilden lag bei den Kindern ohne einen Risikofaktor deutlich unter dem bei Kindern mit 4 bis 5 Risikofaktoren, diese haben 47% mehr Fettmasse im sechsten Lebensjahr.

Fazit: Alle Risikofaktoren sind beeinflussbar. Die Prävention von Übergewicht und Adipositas sollte bereits bei der Schwangeren oder der Frau mit Kinderwunsch beginnen, indem die Auswirkungen ihres Verhaltens auf die spätere Entwicklung ihres Kindes bewußt gemacht werden.

Juni 2015

Vitamin-D-Supplementation als hohe Einzeldosis

Vitamin D, auch bekannt unter Cholecalciferol ist in unserem Organismus für den Skelettaufbau und -erhalt zuständig, ist zudem die Vorstufe verschiedener hormonartiger Substanzen, verbessert die Calciumaufnahme im Darm und nimmt ebenso Einfluss auf das Immunsystem sowie die Entwicklung von Muskeln. Im Gegensatz zu allen anderen Vitaminen kann Vitamin D von unserem Körper, mithilfe von Sonnenlicht, selbst gebildet werden. Gute Lieferanten aus Lebensmitteln sind zum Beispiel: Leber, Eier, fettreiche Fische und Pilze.

Oftmals reicht die Sonnenbestrahlung in den Monaten von Oktober bis März nicht aus und eine Supplementation ist sinnvoll. In einer Studie wurde untersucht, ob einzelne hochdosierte Gaben (250 000 IU) anstelle der dauerhaften oftmals täglichen Substitution, die ausreichende Versorgung gewährleisten als auch einen Anstieg der Parathormonkonzentration verhindern können.

Die Studienteilnehmer wurden in zwei Gruppen eingeteilt, zum einen mit Vitamindosis und zum anderen mit Placebogabe. Fünf Tage nach der Vitamingabe lag die Vitamin-D-Plasmakonzentration der Gruppe mit Vitamingabe signifikant über der, der Placebogruppe. Ebenso wurde bei den Patienten eine ausreichende Versorgung erzielt. Nach 90 Tagen waren diese Effekte bereits wieder weg, das Aussgangsniveau war wieder erreicht, ebenso zur dritten Messung nach 360 Tagen. Es wurden keine Auswirkungen auf die Parathormon- oder Calciumkonzentrationen während des gesamten Zeitraums fest gestellt.

Das Fazit der Untersuchung sollte demanch sein, dass die einmalige hochdosierte Gabe eine bestehende Hypovitaminose beheben kann, danach muss dennoch eine tägliche bzw. regelmäßige Supplementierung erfolgen.

Mai 2015

Gewichtsreduktion nur mit Bewegung erfolgreich

Die Adipositastherapie besteht längst nicht mehr nur aus Ernährungsberatung sondern stützt sich auf mehrere Säulen. Einen wichtigen Therapiezweig stellt die Bewegung dar. Laut WHO hat der Bewegungsmangel das Rauchen als gravierendsten Kosten- als auch Risikofaktor abgelöst.

Daher sollte Bewegung möglichst überall integriert werden bzw. im Alltag verfügbar sein, so auch in der Ernährungsberatung. Es Bedarf keiner komplizierten Tests oder Ausbildung sondern einer guten Strategie das Leistungsvermögen der Adipösen individuell erfassen zu können aber auch bestimmte Faktoren des Leistungssports, wie Trainingspläne und Trainingsintensität, zu integrieren. Wichtig sind die Tipps für die alltägliche, praktische Anwendung und eigenständige Umsetzung einer ständigen Aktivität. Nur durch die Aktivierung der Stoffwechseltätigkeit und somit der Muskeltätigkeit lässt sich die Gewichtsreduktion stabilisieren. Eine der besten Methoden bzw. Motivationswaffen ist es, wenn der Berater/Arzt selbst mit aktiv wird und zusammen mit den Patienten die Bewegung umsetzt.

Die Ernährungsberatung hat demanch das Potential einen Einstieg in den aktiven Lebenstil zu schaffen. Für die dauerhafte Umsetzung sollten weiterhin neue Gewohnheiten geschaffen werden (beispielsweise: tägliches Laufen/Gehen). Diese helfen aus dem Vorsatz ein Verlangen zu entwickeln, was Geduld erfordert und ab und zu durch eine kleine Belohnung gekräftigt werden kann. Die Gruppenbildung kann als ein weiterer positiver Faktor wirken, indem Menschen bereit sind Leistung zu erbringen, zu welcher sie allein nicht in der Lage gewesen wären.

April 2015

Lebensmittelkennzeichnung - Was seit Dezember 2014 auf der Verpackung stehen muss

 

Die Verpackungen der Lebensmittel sollen eine umfangreiche Informationsquelle darstellen. Mit der neuen Lebensmittel-Informationsverordnung, welche im Dezember 2014 in Kraft getreten ist sollen diese Daten noch verständlicher gemacht werden.

In der EU ist es einheitlich geregelt, welche Informationen auf jeder Lebensmittelverpackung zu finden sein müssen. Hierzu gehören:

Bezeichnung des Lebensmittels

  • alle Angaben müssen gut lesbar, mit einer Mindestschriftgröße angebracht werden
  • die Art des Lebensmittels und besondere Eigenschaften werden verdeutlicht (z.B. Milchschokolade mit Mandeln), hier sind keine Marken- oder Produktnamen gemeint

Die Zutaten des Lebensmittels einschließlich der 14 wichtigsten Stoffe oder Erzeugnisse, die Allergien oder Unverträglichkeiten auslösen können

  • absteigend nach dem Gewichtsanteil bei der Herstellung
  • der prozentuale Anteil muss nicht immer angegeben werden
  • Bestandteile zusammengesetzter Zutaten müssen angegeben werden (z.B.: Cremefüllung)
  • die 14 allergieauslösenden Stoffe sind: glutenhaltige Getreide (Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Hafer), Krebstiere, Eier, Fische, Erdnüsse, Sojabohnen, Milch, Schalenfrüchte (Mandeln, Walnüsse, Pecan-, Para-, Macadamia-, Queenslandnüsse, Pistazien, Kaschunüsse), alle werden dick gekennzeichnet

Das Mindeshaltbarkeitsdatum oder Verbrauchsdatum

  • MHD: kein Verfallsdatum, Angabe zeigt an, wie lang die spezifischen Eigenschaften mindestens behalten werden
  • Verbrauchsdatum wird bei leicht verderblichen Lebensmitteln eingesetzt, welche bis zu diesem Tag verbraucht und danach nicht mehr verzehrt werden sollten, da gesundheitliche Gefahr besteht
  • bei tiefgefrorenen Fleisch oder Fisch muss das Einfrierdatum angegeben werden
  • Herkunftkennzeichnung bei Rind, Fisch, Honig, Eier sowie frisches Obst und Gemüse
  • pflanzliche Öle und Fette müssen mit ihrem Namen benannt werden, ggf. mit Hinweis auf Härtung

Die Nettofüllmenge

  • enthaltene Menge nach Stückzahl, Volumen (ml oder l) oder Gewicht (g oder kg)

Name/Firma und Anschrift des Lebensmittelunternehmens

  • für das Produkt verantwortliche Firma, für Rückfragen etc.

Die Nährwertkennzeichnung

  • Nährwertkennzeichnung: immer in 100g/ml, zusätzlich kann eine Portionsgröße angegeben werden
  • es müssen Energiegehalt, Fett, gesättigte Fettsäuren, Kohlenhydrate, Zucker, Eiweiß und Salz angegeben sein, andere Inhaltsstoffe nur, wenn diese besonders hervorgehoben wurden auf der Verpackung.

Spezielle Pflichtangaben sind produktspezifische Angaben, wie bspw. der Fruchtgehalt von Marmeladen oder Gelees, hierzu gehören seit Dezember ebenfalls:

  • Imitate
  • zusammengefügte Fleisch- oder Fischstücke
  • Koffeinhinweise
  • Nanokennzeichnung
  • Internethandel (alle Pflichtangaben müssen vor dem Kauf verfügbar sein)

Freiwillige Angaben sind zulässlich, sofern sie richtig und nicht irreführend sind. Oft handelt es sich um nährwert- und gesundheitsbezogene Angaben als auch Regionalfenster mit Daten zu Qualität und Herstellung.

März 2015

Allergische Reaktionen

Als Allergie wird eine überschießende Reaktion des Körpers auf Umweltsoffe bezeichnet, welche normalerweise nicht als bedrohlich zu beurteilen sind. Demnach handelt es sich nicht um eine Schwäche des Immunsystems sondern um eine übertriebene Abwehrreaktion. Diese kann neben Nahrungsmitteln auch bei Haustierhaaren, Milben oder Blütenstaub sichtbar werden.
Für das Auslösen der allergischen Reaktion sind zwei Faktoren notwendig. Zum einen die Disposition (= genetische Veranlagung zur Antikörperbildung) und die Exposition (=der direkte Kontakt mit dem Stoff). Mit dem ersten Kontakt zu dem Allergen (=Stoff, der allergische Reaktion auslöst) tritt noch keine Reaktion ein, da erst danach oder nach längerer Exposition die Antikörperbildung statt findet. Es handelt sich fast immer um Eiweißverbindungen, sowohl pflanzlich als auch tierisch.

Eine Nahrungsmittelallergie entsteht häufig durch die zu frühe Zufuhr der Allergie-auslösenden Stoffe bzw. Lebensmittel im Säuglings-/Kindesalter oder durch eine verstärkte Aufnahme (Allergenüberladung). So kann die Verfügbarkeit von bestimmten Obst und Gemüsesorten, welche früher nur saisonal verzehrt werden konnten und jetzt von Januar bis Dezember erhältlich sind zu der Überladung beitragen.

Bei dem Verdacht auf eine allergische Reaktion sollte ein Arzt konsultiert werden, da nur dieser die Diagnose durch verschiedene Testverfahren eindeutig stellen kann. Hierzu zählen die Anamnese, Hauttests, Antikörperbestimmung, Eliminations- oder Suchdiäten, Provokationstests und das Erstellen einer Checkliste. Von der selbstständigen Testung ohne Allergologen ist dringend abzuraten.

In der Therapie von Allergien können Medikamente zum Einsatz kommen, für den Akutfall. Eine deutlich bessere Behandlung ist die Vermeidung der Allergenaufnahme durch die Nahrung. Hierbei sollten Listen mit günstigen und ungünstigen Lebensmitteln erstellt worden sein, welche individuell auf den Patienten abgestimmt wurden. Allgemeine Empfehlungen oder sogenannte "Immundiäten" sind wenig hilfreich.

Februar 2015

Empfehlung bei Sodbrennen

Sodbrennen oder auch Refluxösophagitis ist die Folge von häufigem Zurückfliessen des sauren Mageninhaltes in die Speiseröhre. Diese wird dadurch gereizt und kann sich entzünden. Neben einem brennenden Gefühl kann sich Sodbrennen durch säuerliches Aufstoßen, einem Druckgefühl oder dumpfen Schmerz in Brustbeinhöhe bemerkbar machen.

Bei häufigen Sodbrennen sollte ein Arzt aufgesucht und die Ursache geklärt werden. Häufig tragen ungünstige Essgewohnheiten dazu bei.Eine Verbesserung des Zustandes kann durch eine Analyse, sowie Änderung des Essverhaltens erreicht werden.

Es empfiehlt sich das Essverhalten zu protokollieren und somit Lebensmittel herausfinden zu können, welche das Sodbrennen auslösen. Hierzu zählen nachweislich: sehr fette und süße Lebensmittel oder Speisen, stark gewürzte Speisen, alkoholische Getränke und oftmals Kaffee. Der Verzehr der Lebensmittel sollte demnach vermieden bzw. stark eingeschränkt werden, je nach Toleranzgrenze. Fett und Zucker sollten nur dann zum Einsatz kommen, wenn es notwendig ist (bspw. beim Backen) und nur so viel, wie notwendig. Es lohnt sich zudem fettarme bzw. zuckerarme Alternativen zu finden, wie der Austausch von Sahne oder Creme fraiche mit Milch. Fettarme und Eiweißreiche Lebensmittel hingegen werden in der Regel gut vertragen und sollten bevorzugt aufgenommen werden. Ebenso Vollkornprodukte (z.B.: Vollkornbrot) und pflanzliche Lebensmittel, wie Gemüse und Obst gelten als bekömmlich. Eine Ausnahme hierbei stellen die Zitrusfrüchte und einige Fruchtsäfte dar.

Zubereitungstechniken wie Dünsten, Dämpfen und Kochen sind empfehlenswerter als Braten, Schmoren oder Frittieren.

Anstelle drei großer Mahlzeiten pro Tag können 6-8 kleine Mahlzeiten besser vertragen werden. Die Abendmahlzeit sollte hierbei nicht sehr groß ausfallen und tendenziell zwei bis drei Stunden vor dem Schlafengehen aufgenommen werden. Auch der berühmte "Verdauungsschlaf" sollte frühestens eine halbe Stunde nach der Mahlzeit begonnen werden.

Weitere Faktoren, die den Rückfluß des Mageninhalte begünstigen sind: Übergewicht, sportliche Aktivitäten oder schwere Arbeiten, bei denen der Oberkörper stark belastet wird, enge bzw. drückende Kleidung und eine hastige, schlingende Essensaufnahme.

Für weitere Fragen zum Thema können Sie uns gern unter den bekannten Rufnummern oder persönlich kontaktieren.

Januar 2015

Auch in diesem Jahr ist unser Ziel - Vollwertig und gesund essen

Das neue Jahr ist da und mit ihm die guten Vorsätze. Zur Unterstützung ihres Wohlbefindens, der Förderung der Leistungsfähigkeit und zur Umsetzung einer gesundheitsfördernden Ernährung möchten wir Ihnen ein paar Tipps geben, wie man eine genussvolle und gleichzeitig gesunderhaltende Ernährung umsetzen kann.

Die uns gebotene Lebensmittelvielfalt sollten wir entsprechend nutzen als auch genießen. Eine abwechslungsreiche Auswahl, angemessene Menge und Kombination nährstoffreicher und energiearmer Lebensmittel fördert Ihre Gesundheit.

Genießen Sie bestmöglich 5 Portionen Gemüse und Obst am Tag, möglichst frisch, nur kurz gegart oder gelegentlich auch als Saft oder Smoothie - zu jeder Hauptmahlzeit und als Zwischenmahlzeit: Damit werden Sie reichlich mit Vitaminen, Mineralstoffen sowie Ballaststoffen und sekundären Pflanzenstoffen versorgt und verringern das Risiko für ernährungsmitbedingte Krankheiten. Mit der Auswahl saisonaler Produkte wird auch der Geldbeutel geschont.

Lebensmittel, wie Milch und Milchprodukte, Fisch, Fleisch, Eier, oder Wurst enthalten wertvolle Inhaltsstoffe, wie Calcium, n-3-Fettsäuren oder Selen. Zudem liefern Sie uns hochwertige Eiweißverbindungen, welche für den Erhalt und den Aufbau von Muskulatur entscheidend sind. Sie sollten daher täglich aufgenommen werden. Milch oder Ei bpsw. zum Frühstück, Fisch am Mittag, Abends Wurst oder Fleisch/Geflügel mit einem Salat. Als Zwischwenmahlzeit kann ein Joghurt oder Quark mit Früchten eingesetzt werden.

Fett macht nicht fett, sondern liefert lebensnotwendige (essenzielle) Fettsäuren und fetthaltige Lebensmittel enthalten auch fettlösliche Vitamine. Da es besonders energiereich ist, kann die gesteigerte Zufuhr von Nahrungsfett die Entstehung von Übergewicht fördern. Zu viele gesättigte Fettsäuren erhöhen das Risiko für Fettstoffwechselstörungen, mit der möglichen Folge von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bervorzugen Sie pflanzliche Öle und Fette. Achten Sie auf unsichtbares Fett, dass in Fleischerzeugnissen, Milchprodukten, Gebäck und Süßwaren sowie in Fast-Food und Fertigprodukten meist enthalten ist. Insgesamt 60 - 80g Fett pro Tag reichen aus.

Brot, Getreideflocken, Nudeln, Reis, am besten aus Vollkorn, sowie Kartoffeln enthalten reichlich Vitamine, Mineralstoffe sowie Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Mindestens 30g Ballaststoffe, vorallem aus Vollkornprodukten, sollten es täglich sein. Eine hohe Zufuhr senkt die Risiken für verschiedene ernährungsmitbedingte Krankheiten. Die Kombination mit Gemüse und Obst, als energiearme und nährstoffreiche Lebensmittel ist hier zu empfehlen.

Zucker und Lebensmittel bzw. Getränke, die mit verschiedenen Zuckerarten (z.B. Saccharose, Glucosesirup) hergestellt wurden, sollten nur sehr selten verzehrt werden.

Wasser ist lebensnotwendig. Trinken Sie rund 1,5 Liter Flüssigkeit jeden Tag. Bevorzugen Sie Wasser - ohne oder mit Kohlensäure - und energiearme Getränke, wie Tee oder Saftschorlen (3 Teile Wasser zu 1 Teil Saft). Softdrinks sollten nur sehr selten oder gar nicht getrunken werden, diese sind energiereich und können bei gesteigerter Zufuhr die Entstehung von Übergewicht fördern. Alkoholische Getränke sollten wegen der damit verbundenen gesundheitlichen Risiken nur gelegentlich und nur in kleinen Mengen konsumiert werden.

Neben der Aufnahme verschiedener Lebensmittel und damit verbundener Nährstoffe gibt es weitere Tipps, für eine gesundheitsfördernde Ernährungs- als auch Lebensweise. Die Verarbeitung der Lebensmittel spielt eine große Rolle, um die positiven Nährstoffe zu erhalten. Garen Sie deswegen bei möglichst niedrigen Temperaturen und nur so lang wie unbedingt nötig, mit wenig Wasser und wenig Fett - das erhält den natürlichen Geschmack. Bei der Verwendung von frischen Zutaten ohne zusätzliches Verpackungsmaterial, schonen Sie zudem die Umwelt.

In der Ruhe liegt die Kraft. Dieses Sprichwort kann auch in Bezug auf das Essverhalten angewendet werden. Gönnen Sie sich eine Pause für Ihre Mahlzeiten und essen Sie nicht nebenbei. Lassen Sie sich Zeit, das fördert Ihr Sättigungsempfinden.

Die Ernährung allein kann allerdings nicht alles regeln. Körperliche Aktivität und Sport gehören zu einer gesunden Lebensweise ebenso dazu und helfen Ihnen dabei, Ihr Gewicht zu regulieren. Gehen Sie zum Beispiel öfter einmal zu Fuß oder fahren mit dem Fahrrad, nehmen die Treppe anstelle des Aufzuges oder steigen eine Haltestelle eher aus und laufen diese zu Fuß. Das schont auch die Umwelt und fördert Ihre Gesundheit.

Dezember 2014

Stevia - ein neuer Typ von Süßungsmitteln

 

Unter dem Namen Stevia ist ein neues Süßungsmittel bekannt, welches seinen Ursprung in Südamerika hat und aus der Pflanze Stevia rebaudiana Bertoni gewonnen wird.

Die hohe Süßkraft der Pflanze wird durch eine besondere chemische Zusammensetzung der Inhaltsstoffe erzeugt, die sogenannten Stevioglycoside. Diese werden in den Blättern gebildet, als auch gespeichert. Mittels eines chemischen Verfahrens werden die Verbindungen aus den Blättern extrahiert. Der Süßstoff ist fast kalorienfrei, somit für Diabetiker geeignet und nicht kariogen. Die Süßkraft liegt deutlich über der der Saccharose (handelsüblicher Haushaltszucker).

Stevia weißt im Gegensatz zu Zucker andere Eigenschaften auf. Im direkten Vergleich von Lebensmitteln, welche mit Stevia oder mit Zucker gesüßt wurden, haben Testpersonen die Süße unterschiedlich wahr genommen. Einige empfanden Stevia als angenehmer, wohin gegen andere die Zucker-gesüßten Produkte bevorzugt haben. Einigkeit herrscht jedoch bei den Verwendungsmöglichkeiten. Zucker liefert ein größeres Volumen als Stevia. Für die Zubereitung von bspw. Gebäcken ist ein Austausch nicht möglich, da es hier zu qualitativen Unterschieden des Endproduktes kommen würde. Eine entsprechende Änderung des Gesamtrezeptes wäre für den Einsatz von Stevia erforderlich.

Der leicht bittere Geschmack des Stevia, auch lakritze-ähnlich beschrieben, wird von den meisten Konsumenten als negativ beurteilt. Dies wird durch züchterische Raffinesse versucht zu minimieren.

Seit 2. Dezember 2011 ist Stevia (hier gemeint Stevioglycosid) ein zugelassener Lebensmittelzusatzstoff in der Europäischen Union. Die kontrovers geführten Diskussionen über erbgutschädigende Wirkung von Stevia konnten nicht belegt werden. Es gelten allerdings Höchstmengen für den Einsatz von Stevia in den Lebensmitteln bzw. Lebensmittelkategorien (Getränke, Joghurt, Speiseeis, Konfitüren, u.a.).

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Einsatz von Stevia in kleinen Mengen unbedenklich ist. Ähnlich, wie bei Zucker oder anderen Süßungsmitteln sollte ein sparsamer Umgang angestrebt werden, da der süße Geschmack den Appetit oftmals anregt. Die Verarbeitung von Stevioglycosid in Lebensmittel wird eine Herausforderung bleiben, da es nicht wie Zucker eingesetzt werden kann und zudem den bitteren Nachgeschmack mit sich bringt.

November 2014

Auswirkungen einer eiweißreichen Kost auf die Gesamtenergieaufnahme

Das Thema Übergewicht und Adipositas ist allgegenwärtig und mittlerweile dauerhaft in den Medien präsent, aufgrund der steigenden übergewichtigen und adipösen Menschen weltweit. Ebenso steigt die Zahl der verschiedensten Diäten, welche bei der Bekämpfung helfen sollen. Hauptsächlich werden fettreduzierte oder kohlenhydratreduzierte Kostformen präsentiert.

In einer aktuellen Studie wurde hingegen der Proteinanteil der Nahrung auf seine Wirkungen hinsichtlich der Gesamtenergieaufnahme am Tag, dem Sättigungs- und Zufriedenheitsgefühl der Probanden untersucht.

Die Probanden durchliefen 3 Phasen, die sich lediglich im Proteinanteil der Nahrung unterschieden. Alle Hauptmahlzeiten wurden unter kontrollierten Bedingungen eingenommen und keine Höchstmenge definiert. Als Zwischenmahlzeit wurden Eiweißriegel (unterschiedlicher Proteingehalt) mitgegeben.

Ausgewertet wurden die Gesamtenergieaufnahme am Tag, der Sättigungsgrad und Appetit bzw. der Wunsch nach Essen (anhand eines Fragebogens) und ergaben signifikante Unterschiede.

Die Gesamtenergiezufuhr war in der Gruppe der höchsten Eiweißaufnahme (2,0g/kg Körpergewicht) am geringsten und stieg mit fallendem Eiweißanteil (geringster Eiweißgehalt 0,4g/kg Körpergewicht). Dabei wurde das Sättigungsgefühl in der „eiweißarmen“ Gruppe geringer und einhergehend der Wunsch nach Essen als größer bewertet als in den beiden eiweißreicheren Gruppen.

Trotz dieser positiven Ergebnisse muss dieser Effekt weiterhin untersucht werden, da beispielsweise die Stickstoffzufuhr nicht ausgeglichen war und die Studie mit einem sehr kurzen Untersuchungszeitraum keine Langzeiteffekte beurteilen kann.

Oktober 2014

Fenchel

Fenchel wächst hauptsächlich im Mittelmeerraum und ist in den südeuropäischen Ländern, vor allem in Italien, ein beliebtes Gemüse. In Deutschland hingegen kommt Fenchel nicht so häufig auf den Teller. Dabei bringt Fenchel viele positive Eigenschaften mit sich. Hier ein paar Gründe, warum Sie Fenchel einmal ausprobieren sollten: Fenchel hat nicht nur wenig Kalorien, reichlich Ballaststoffe und enthält verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Durch die ätherischen Öle wird Fenchel auch in der Medizin, u.a. als Husten- und Beruhigungsmittel, eingesetzt.

Fenchel-Orangen-Salat mit Hühnchenbrustfilet

Zutaten (für 2 Personen):
1 Fenchelknolle
50 g schwarze Oliven
10 Stk. getrocknete Tomaten aus dem Glas
1 Orange, Saft und Abrieb
2 EL Olivenöl
1 Prise Salz & Pfeffer
300 g Hähnchenbrustfilet
1 TL Honig
2 EL Rapsöl

Zubereitung:
Den Fenchel halbieren, vom Strunk befreien und sehr dünn hobeln. Oliven und getrocknete Tomaten abspülen, die Tomaten in Streifen schneiden. Alles in eine Schüssel geben und mit Orangensaft, -abrieb, Olivenöl, Salz sowie Pfeffer vermengen und abschmecken. Etwa 10 Minuten bei Zimmertemperatur ziehen lassen.

Hähnchenbrust waschen und in lange Streifen schneiden. Das Fleisch mit Honig, Öl, Salz und Pfeffer vermengen und anschließend in der Pfanne bei milder Hitze garen.
Den Salat auf Tellern verteilen, das Fleisch darauf anrichten und servieren.

Guten Appetit! :)

September 2014

Sekundäre Pflanzenstoffe

Wir nehmen täglich sekundäre Pflanzenstoffe mit unserer Nahrung auf. Doch was sind eigentlich sekundäre Pflanzenstoffe?
Sekundäre Pflanzenstoffe sind Substanzen sehr unterschiedlicher Struktur, von denen bislang ungefähr 100 000 bekannt sind. Anhand ihrer chemischen Struktur und der funktionellen Eigenschaften werden sie in 7 Gruppen aufgeteilt. Dazu zählen unter anderem die Carotinoide (Vorkommen: Karotten, Tomaten, Paprika usw.) und die Flavonoide (Vorkommen: Äpfeln, Birnen, Beeren, usw.). Sekundäre Pflanzenstoffe sind in Obst und Gemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Nüssen, Vollkornprodukten und fermentierten Lebensmitteln, wie beispielsweise Sauerkraut enthalten. In Pflanzen, die kräftig duften, sehr farbenfroh aussehen oder aromatisch schmecken, sind besonders viele sekundäre Pflanzenstoffe enthalten.
Die sekundären Pflanzenstoffe dienen sowohl den Pflanzen, als auch den Menschen. Sie schützen die Pflanzen unter anderem vor Fressfeinden und regulieren das Wachstum. Für den Menschen sind sie nicht lebensnotwendig, weisen allerdings zahlreiche positive gesundheitliche Effekte auf. Sie stärken das Immunsystem und schützen den menschlichen Körper vor Infektionen durch Viren, Bakterien und Pilzen. Zudem vermindern sie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, da sie eine Erweiterung der Blutgefäße, sowie eine Absenkung des Blutdrucks bewirken. Darüber hinaus haben sie eine entzündungshemmende und antibakterielle Wirkung.

Derzeit liegen noch keine genauen Empfehlungen für die Zufuhr einzelner sekundärer Pflanzenstoffe vor. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt allerdings einen hohen Verzehr von Obst und Gemüse sowie anderer pflanzlicher Lebensmittel, um eine vielfältige Mischung sekundärer Pflanzenstoffe zu erzielen und eine ausreichende Versorgung zu gewährleisten. Insgesamt sollten 600 Gramm Obst und Gemüse pro Tag verzehrt werden, aufgeteilt auf zwei Portionen Obst und drei Portionen Gemüse.

August 2014

Leckere Sommersalate

An einem warmen, sonnigen Sommertag ist ein leckerer Salat genau das Richtige. Er macht satt, enthält wenig Kalorien und liefert nebenbei noch wertvolle sekundäre  Pflanzenstoffe, zum Beispiel Carotinoide.

Da die handelsüblichen Dressings in der Regel viel Fett und Zucker enthalten, kann man das Dressing für einen „Bunten Salat“ auch einfach selbst herstellen.  

Joghurt- Dressing (4 Portionen)

Zutaten
150 g Naturjoghurt (1,5%)
1 EL Zitronensaft
2 EL Öl (z.B. Walnuss- oder Olivenöl)
1 Knoblauchzehe
1 TL Honig
Kräuter nach Wahl ( z.B. Schnittlauch)

Zubereitung
Joghurt mit Honig, Öl, klein geschnittenen Kräutern, gepresster Knoblauchzehe und Zitronensaft mit einem Schneebesen gut verrühren. Anschließend salzen und pfeffern. 

 

Doch es muss nicht immer der typische „Bunte Salat“ sein. Daher hier ein paar leckere, leichte Sommersalat-Rezepte zum Nachkochen!

Orangen-Fenchel-Salat (1 Portion)

Zutaten
1 kleine Fenchelknolle
¼ Eisbergsalat
1 kleine rote Zwiebel
1 Orange
2 EL Apfelessig
2 EL Walnussöl
30 g Feta
Salz, Pfeffer

Zubereitung
1. Den Fenchel waschen, das Fenchelgrün abschneiden und beiseitelegen. Die Knolle schälen und in dünne Ringe schneiden. Den Salat waschen und schneiden. Die Zwiebel ebenfalls in feine Ringe schneiden. Die Orange schälen und das Fruchtfleisch in Scheiben schneiden.
2. Fenchel, Salat, Zwiebeln und Orangenscheiben vermengen und auf einem Teller anrichten.
3. Essig, Öl, Salz und Pfeffer verquirlen und über den Salat träufeln.
4. Den Feta würfeln und über den Salat geben. Anschließend mit Fenchelgrün dekorieren.

 

Rucola-Melonen-Minz-Salat (4 Portionen)

Zutaten
250 g Rucola
¾ Wassermelone
6 EL Walnussöl
2 EL (Himbeer-) Essig
1EL Honig
10 Blätter Minze
50 g Pinienkerne
Salz, Pfeffer

Zubereitung
Rucola waschen und abtropfen lassen. Die Wassermelone entkernen und in kleine Stücke schneiden. Die Minze kleinhacken und mit Rucola und der Melone vermischen. Das Walnussöl mit dem Essig, dem Honig sowie Salz und Pfeffer vermengen und über den Salat geben.
Die Pinienkerne kurz in einer Pfanne ohne Öl anrösten und über den Salat streuen.

Guten Appetit!

Juli 2014

Energiezufuhr und Energiebedarf

Unter Energiebilanz versteht man das Verhältnis zwischen der Energiezufuhr und dem individuellen Energiebedarf eines Menschen. Übersteigt die Energiezufuhr durch die Nahrung den täglichen Energieverbrauch, ergibt sich eine positive Energiebilanz, was langfristig zur Entstehung von Übergewicht führt. Der Energiebedarf setzt sich aus physiologischer Sicht aus dem Ruhe-Nüchtern-Umsatz (RNU), der nahrungsinduzierten Thermogenese (DIT) sowie der Bewegungsaktivität zusammen.

Der RNU entspricht der Energiemenge, die ein Mensch in 24 Stunden, in völliger Ruhe und im Liegen zur Aufrechterhaltung der Körpertemperatur und für den Grundstoffwechsel (Herztätigkeit, Atmung etc.) im Durchschnitt benötigt. Dieser Wert kann individuell sehr unterschiedlich sein und wird von vielen Faktoren, wie beispielsweise Alter und Geschlecht beeinflusst. Bei einer normalen körperlichen Belastung stellt er den größten Teil des Energieverbrauches dar. Im Laufe des Lebens sinkt der Anteil der fettfreien Masse deutlich ab. Somit sinkt auch der RNU zwischen dem 20. und 60. Lebensjahr um ca. 300-400 kcal was bei gleichbleibender Nahrungsaufnahme und Kalorienzufuhr wiederum die Entstehung von Adipositas begünstigt. Des Weiteren wird der RNU von der Schilddrüsenfunktion beeinflusst. Während er bei einer Überfunktion ansteigt, sinkt er bei einer Unterfunktion. Bei ca. 10-15% der Bevölkerung liegt der RNU unter dem Erwartungswert. Diese Menschen sind daher bei angemessener Energiezufuhr prädestiniert für die Entwicklung von Übergewicht. Der Verdacht auf einen verminderten RNU sollte in einer entsprechenden Einrichtung abgeklärt werden.

Die nahrungsinduzierte Thermogenese (DIT) ist der Energieaufwand für Verdauung, Resorption, Transport und Speicherung der Nährstoffe und macht ca. 8-12% des Gesamtenergieumsatzes aus. Die DIT ist u.a. vom Lebensalter sowie von der Art und Menge der Nahrung abhängig. So können beispielsweise sekundäre Pflanzenstoffe aus grünem Tee die DIT und so den Gesamtenergieumsatz steigern. Vergleicht man die Hauptnährstoffe, beträgt die DIT für Fette 2-4%, für Kohlenhydrate 4-8% und für Eiweiße 20-25%. Da die Energie für die DIT hauptsächlich aus dem Abbau von Fetten kommt, ist es empfehlenswert, den Anteil von Eiweiß an der Gesamtenergiezufuhr von derzeit 15% auf über 20% zu steigern.

Der Energieaufwand für körperliche Aktivität, vor allem die alltägliche Bewegung, ist in den letzten Jahrzehnten stark gesunken und liegt nun bei ca. 20-30%. Dabei zeigen Untersuchungen, dass durch eine erhöhte Bewegungsaktivität, insbesondere häufige Positionswechsel (vom Stuhl/Sofa aufstehen und kurze Wege gehen) bis zu 400 kcal extra umgesetzt werden können. Die derzeitige Empfehlung liegt bei 10 000 Schritten pro Tag, was bei einer Schrittlänge von 0,5 m insgesamt 5 km ergibt.

Es ist wichtig, seine Energiebilanz beispielsweise durch Bewegung und eine gesunde, ausgewogene Ernährung konstant zu halten bzw. zu steigern. Möchten Sie ihr Gewicht halten ist eine ausgeglichene Energiebilanz  ratsam. Zum Abnehmen sollten Sie auf eine negative Energiebilanz achten, das heißt weniger Energie zuführen als Sie verbrauchen.

Juni 2014

Erdbeeren – fruchtiger Schutz

Im alten Rom glaubte man, dass Erdbeeren von lockeren Zähnen bis hin zu Gastritis alles heilen könnten. Auch wenn die Vorteile von Beeren damals ein wenig überbewertet wurden, eine heilende Wirkung haben sie dennoch.

Erdbeeren  haben einen hohen Vitamingehalt. Zudem enthalten sie Mineralstoffe, wie beispielsweise Magnesium, Kalium und Eisen. Weitere besondere Bestandteile der Beeren sind die sekundären Pflanzenstoffe. Vor allem der Ellagsäure wird nachgesagt, dass sie krebsverursachenden Zellveränderungen entgegenwirkt. Als Antioxidans fängt sie freie Radikale und macht diese unschädlich. Freie Radikale greifen die Zellen an und können diese funktionsuntüchtig machen, was die Karzinogenese in Gang setzten kann. Erdbeeren und Brombeeren sind die Beeren mit dem höchsten Gehalt an Ellagsäure.

Zusätzlich enthalten Erdbeeren viel Vitamin C, ein weiteres hoch wirksames Antioxidans. Vitamin C-reiches Essen trägt dazu bei, das Risiko von Herzkrankheiten, Krebs und Infektionen zu mindern.

Da Beeren leicht verderben, benötigen sie eine besondere Behandlung, um frisch zu bleiben. Daher hier einige      Tipps zum Kauf, zur Lagerung  und Zubereitung von Erdbeeren:

1. Prüfen Sie, ob die Erdbeeren Flüssigkeit verlieren. Wenn Beerensaft durch den Boden der Beerenschale sickert,  sind die Beeren vielleicht schon überreif oder auch nur gequetscht. Nehmen Sie lieber eine trockenere Schale. 

2. Der Frischegrad von Erdbeeren lässt sich oft an der kräftigen roten Farbe erkennen. Doch das ist nicht immer ein  eindeutiges Indiz. Eine frische Beere ist zudem an einem festen und glänzenden Aussehen und einem aromatischen  Duft erkennbar. Außerdem sollte man auf den Blattkelch achten, ist er trocken und  schlapp liegen die Beeren  schon länger im Laden.

3. Lagern Sie die Erdbeeren luftig. Wenn Sie Beeren zu Hause lagern, sollten sie nicht auf zu engem Raum gestapelt  sein, sondern ungewaschen auf einem Teller oder in einer großen Schüssel im Kühlschrank aufbewahrt werden.

4. Essen Sie die Erdbeeren am besten frisch. Je älter die Erdbeeren, desto geringer der Vitamin C-Gehalt. Auch  durch Kochen der Erdbeeren verringert sich der Vitamin C-Gehalt enorm. Selbst das Schneiden kann schon zu viel  sein, da dadurch ein Enzym freigesetzt wird, das das Vitamin C zerstört.

5. Erdbeeren sollten erst kurz vor dem Verzehr in stehendem Wasser gesäubert werden. Dabei dürfen die grünen  Blätter erst nach dem Waschen entfernt werden, da sich die Beere sonst mit Wasser vollsaugt und an Geschmack  verliert. 

 

Leckere Rezeptideen

Erdbeer-Kokos-Müsli

Zutaten (für 2 Personen):
40 g Sojaflocken
20 g Sonnenblumenkerne
10 g Leinsaat
100 ml Milch
60 g Kokosmilch
500 g frische Erdbeeren

Zubereitung:
Die Sojaflocken mit den Sonnenblumenkernen und den Leinsamen in einer Schüssel mischen. Die Milch und die Kokosmilch zugießen und alles gut verrühren. 10 Minuten quellen lassen.
Nach der Quellzeit die Erdbeeren behutsam waschen, entkelchen und vierteln. Das Müsli auf zwei Schälchen verteilen. Jeweils die Früchte obenauf geben und das Müsli sofort servieren.

Tipp: Durch die Verwendung verschiedener Früchte (Himbeeren, Papaya, usw.) können Sie das Müsli immer wieder abwandeln.

 

Erdbeer-Spargel-Salat:

Zutaten (für 4 Portionen):
250 g weißer Spargel
250 g grüner Spargel
250 g Erdbeeren
100 g Rucola
30 g Pinienkerne
1 EL Weißweinessig
4 EL ÖL (Rapsöl, Walnussöl, etc.)
½ TL Zucker
1 Kästchen Kresse
Salz und Pfeffer

Zubereitung:
Zuerst wird der Spargel geputzt und geschält (der grüne Spargel nur bis zur Hälfte). Die Stangen schräg in mundgerechte Stücke schneiden. Den weißen Spargel 5 Minuten in Salz-Zuckerwasser garen. Anschließend den grünen Spargel für weitere 10 Minuten hinzugeben. Rucola waschen und Erdbeeren in Viertel schneiden. Pinienkerne in einer Pfanne ohne Öl leicht anrösten.  Essig, Zucker, Salz und Pfeffer mischen und so lange rühren, bis sich Salz und Zucker aufgelöst haben. Anschließend das Öl hinzufügen. Das Dressing mit Rucola, Spargel und Erdbeeren vermischen und anrichten. Abschließend die Pinienkerne darüber streuen.

Guten Appetit!

Mai 2014

Bärlauch - der Waldknoblauch"

Der Bärlauch hat in den letzten Jahren ein großes Comeback erlebt. Der lateinische Name lautet Allium ursinum. Allium bedeutet „ Lauch“ und ursinum heißt so viel wie „ vom Bären verzehrt“. Bärlauch ist eng mit Knoblauch verwand und ähnelt ihm nicht nur im Geruch sondern auch im Geschmack.

Tipps zum Ernten:

  1. Die Bärlauch-Saison startet je nach Witterung meist im März und endet im Juni.
  2. Da Bärlauch in unseren Wäldern wächst, lässt sich ein Spaziergang sehr schön mit dem Sammeln einiger Blätter verbinden.

 Bärlauch ist hauptsächlich am Rande von Laubwäldern, auf feuchten, nährstoffreichen Böden zu finden.

  1. Vor der Blütezeit schmeckt Bärlauch am besten
  2. Vorsicht vor der Verwechselung mit Maiglöckchen!

 Da die Blätter beider Pflanzen sich sehr ähnlich sehen, kann es leicht zu Verwechselungen kommen. Doch die der Maiglöckchen sind giftig. Um sicher zu stellen, dass es sich um  Bärlauch-Blätter handelt, sollte man auf den Knoblauchgeruch achten. Besonders wenn man das Blatt zerreibt, kommt das Aroma sehr gut heraus.

  1. Sammeln Sie nur so viele Blätter wie Sie wirklich benötigen, damit sich der Bärlauch im Wald weiter entfalten kann.

 

Tipps zur Verarbeitung von Bärlauch:

  1. Die Stiele sollten entfernt werden, da sie sehr hart sind.
  2. Der Bärlauch muss vor der Zubereitung gründlich gewaschen werden, da sich kleine Tiere in den Blättern verstecken könnten.
  3. Das Aroma des Bärlauchs verliert beim Kochen und Backen an Intensität.

 

Inhaltsstoffe und gesundheitliche Wirkung von Bärlauch:

Bärlauch gilt als sehr gesund. Er enthält unter anderem Flavonoide (sekundäre Pflanzenstoffe), Biokatalysatoren, Vitamin C und wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente wie Magnesium, Mangan und Eisen.
Obwohl er dem Knoblauch sehr ähnlich ist, besitzt er drei entscheidende Vorteile: er schmeckt feiner und raffinierter, ist leichter verdaulich und hinterlässt weniger unangenehmen Mund- und Körpergeruch.

Zusätzlich wirkt Bärlauch krampflösend, fördert die Verdauung und unterstützt eine gesunde Darmflora. Auch Erkältungen können durch Bärlauch bekämpft werden. Bestimmte Aromastoffe, die sogenannten Sulfide, werden beim Zerkleinern der Blätter in Allicin umgewandelt, welches eine antibakterielle Wirkung besitzt. Bakterien, die unser Immunsystem angreifen, können so abgetötet werden.
Bei regelmäßigem Verzehr wirkt sich Bärlauch zudem positiv auf das Herz-Kreislauf-System aus, indem er den Blutdruck senkt und vor Arterienverkalkung schützt.

 

Mit seinem frischen, kräftigen Aroma passt Bärlauch zu vielen Gerichten. Er dient u.a. hervorragend als Gewürz für Salate, Suppen oder Kräuterquark.

Rezept Bärlauchpesto

Zutaten:

500 g Bärlauch

100 g Pinienkerne

250 ml Olivenöl

100 g Parmesan

Peffer

Zubereitung:

Den Bärlauch waschen, trocknen und klein hacken. Die Pinienkerne ohne Öl leicht anrösten.
Parmesan frisch reiben. Den geschnittenen Bärlauch, Pinienkernen und de Parmesan in ein Gefäß füllen. Langsam das Öl hinzugießen  und alles mit einem Pürierstab zu einer feinen Paste verarbeiten. Anschließend das Pesto mit Pfeffer abschmecken.

Bärlauch-Pesto eignet sehr gut sich für Salate, als Dip für Gemüsesticks und als Topping für Suppen.

April 2014

Ostern steht vor der Tür. Das ist immer wieder ein freudiger Anlass, um die Familie oder Freunde einzuladen. Doch was kann man ihnen servieren? Hier ein paar leckere Rezeptideen, die Sie über die Osterfeiertage ausprobieren können.

 

Rote Beete-Suppe mit Meerrettich und Apfelwürfeln
(für 4 Portionen)

1 Zwiebel

2 EL Butter

450 g Rote Beete

½ Liter Gemüsebrühe

1 Apfel

Salz & Pfeffer

100 g saure Sahne

je nach Geschmack Meerrettich (Glas oder Tube)

1 EL Honig

Die Zwiebel schälen, grob würfeln und in 1 EL Butter anschwitzen. Die Rote Bete in ein Sieb gießen, dabei den Saft auffangen. Die abgetropften Rote Beete-Scheiben zur Zwiebel geben und mit dem Honig kurz glasieren. Die Gemüsebrühe und den aufgefangenen Rote Beete-Saft dazugeben und 30 Minuten auf kleiner Flamme kochen.

Währenddessen den Apfel schälen, fein würfeln und in 1 EL Butter etwa 5 Minuten weich garen. Die Rote Beete-Suppe mit dem Stabmixer pürieren, den Sauerrahm und den Meerrettich unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Die Suppe auf Teller verteilen, mit den Apfelwürfeln garnieren und schmecken lassen.

 

Gegrillte Lachsspieße mit Tomaten-, Fenchel-, Birnensalat
(für 4 Portionen)

400 g Lachsfilet ohne Haut

1 getrocknete Chilischote

100 g Tomaten

2 Knollen Fenchel

4 Birnen

150 g Rucola

50 g Walnüsse

2 EL Zitronensaft

4 EL Olivenöl

Salz & Pfeffer

Lachsspieße:
Den Lachs in 12 gleich große Stücke schneiden. Die Chilischote zerbröseln, mit Pfeffer und 1 EL Öl vermischen und über den Lachs geben (15 Minuten ziehen lassen). Die Lachswürfel leicht salzen und auf 4 Holzspieße stecken. Die Spieße in einer Pfanne rundherum 4-5 Minuten anbraten.

Tomaten-, Fenchel-, Birnensalat:
Die Tomaten waschen und in kleine Stücke schneiden. Die äußeren Blätter der Fenchelknollen entfernen, den Fenchel waschen, halbieren, den Strunk entfernen und in dünne Streifen schneiden. Die Birnen ebenfalls waschen, entkernen und in Streifen schneiden. Alles in eine Schüssel geben.
Das Öl, den Zitronensaft und den Rucola hinzugeben, alles gut vermischen und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Den Salat auf den Tellern anrichten, die Lachsspieße hinzugeben und mit 1 TL Walnüssen verzieren.

 

Himbeer-Quark-Traum
(für 4 Portionen)

500 g Himbeeren (frisch oder tiefgefefroren)

500 g Magerquark

200 g griechischer Joghurt

20 g Honig

4 EL Zitronensaft

Die Himbeeren (wenn tiefgefroren zunächst auftauen) pürieren. Den Magerquark und den Joghurt in einer Schüssel cremig rühren. Den Honig und den Zitronensaft hinzugeben. Anschließend abwechselnd eine Schicht Quark-Joghurt-Mischung und eine Schicht pürierte Himbeeren in ein Glas füllen, mit einer Himbeere verzieren und servieren.

Frohe Ostern und guten Appetit!

März 2014

Hunger und Sättigung

Eine bestimmte Region im Zwischenhirn, Hypothalamus genannt, misst den Energieumsatz und steuert entsprechend die Nahrungsaufnahme.

Der Hypothalamus ist jedoch auf Signale angewiesen, die er aus dem Magen-Darm-Trakt  und dem Fettgewebe erhält. Während des Essens füllt sich der Magen langsam, wobei dieser Dehnungsreiz ebenso wie die Kaubewegungen an den Hypothalamus weitergeleitet werden. Dies trägt dann dazu bei, dass das anfängliche Hungergefühl vergeht.

Zusätzlich zur aktuell aufgenommenen Nahrung bezieht der Körper auch bestehende Energiereserven in Form des  Fettgewebes mit ein. Wie einige andere Organe auch gibt das Fettgewebe Hormone in die Blutbahn ab. Eines dieser Hormone ist das Leptin und trägt zur Sättigung mit bei. Es verstärkt z.B. die Wirkung satt machender Substanzen im Gehirn und unterdrückt Hungersignale.

Nach der Entdeckung des Leptins hofften Forscher, diesen Stoff im Kampf gegen Übergewicht einzusetzen. Allerdings enttäuschten die Ergebnisse. Wegen der großen Menge an Fettzellen zirkuliert bei Übergewichtigen viel freies Leptin im Blut, allerdings haben Sie trotzdem guten Hunger. Neuere Forschungsarbeiten deuten zur Zeit daraufhin, dass Leptin nur effektiv wirkt, wenn es an einem speziellen Rezeptor gebunden vorliegt.  Die Zahl dieser Bindungsstellen ist jedoch genetisch festgelegt, was erklären würde, warum ein großer Überschuss an freiem Leptin keinen Einfluss auf das Hungergefühl hat.

Es gibt ein riesiges, verschachteltes Netzwerk von Hormonen und Botenstoffen, die fein aufeinander abgestimmt Hunger und Sättigung und damit die Energieaufnahme des Körpers regeln. Dieses System ist darauf programmiert, das bestehende Körpergewicht konstant zu halten- egal ob zu hoch oder genau richtig. In diesen Regelkreis einzugreifen, ist für die Medizin bisher kaum möglich. Auch mit reiner Willenskraft lässt sich übermäßiges Essen nur schwer zügeln und auf Dauer gelingt es nur auf einen Großteil der Nahrung zu verzichten. Es gelingt eher, den Kalorienbedarf durch zusätzliche körperliche Anstrengung zu erhöhen.

Erschwerend kommt hinzu, dass auch Gewohnheiten und erlernte Handlungsweisen großen Einfluss auf unser Essverhalten haben. Wir essen, weil Essenszeit ist oder weil andere auch gerade essen. Die Chips zum Fernsehen und Kekse zum Kaffee haben wir uns über Jahre hinweg antrainiert. Natürlich wird der Teller immer leer gegessen, egal wie voll er ist. Über den Appetit hinaus zu essen fällt den meisten nicht schwer. Verständlich, denn in der langen Geschichte der Menschheit war ein opulentes Nahrungsangebot immer die Ausnahme. Leider ist es heute umgekehrt.

 

http://www.aponet.de/wissen/gesundheitslexikon/krankheiten-von-abisz/uebergewicht/wie-appetit-und-saettigung-zusammenhaengen.html(19.12.2013)

 

Februar 2014

HAGEBUTTE -

Kleine Frucht ganz groß

Hagebutten sind die Früchte verschiedener Rosenarten. Am bekanntesten sind hierzulande die Früchte der Heckenrose. Nach der weißen bis pinkfarbenen Blüte im Sommer, werden im Herbst die roten Früchte gebildet, die auch den Winter überdauern.

Vitalstoffe

Die Früchte haben sehr viel Vitamin C. Durch Hitze und Verarbeitung wird dies jedoch deutlich reduziert. Auch Vitamin A und dessen Vorstufe, das Beta-Carotin sowie einige B-Vitamine sind enthalten. Die Kerne liefern zusätzlich die fettlöslichen Vitamine E und K, einige Mineralstoffe und Spurenelemente wie Calcium, Magnesium, Fluor und Eisen.

Da werden Kindheitserinnerungen wach

Die Samen (=Nüsschen) in der Frucht tragen kleine Härchen mit Widerhaken. Bei Hautkontakt lösen sie ein Jucken aus. Doch Vorsicht! Bei empfindlicher Haut kann es zu allergischen Reaktionen kommen.

Nach Entfernen der Nüsschen kann die Frucht roh verzehrt werden, so profitiert man auch von dem vielen Vitamin C. Sie schmeckt fruchtig, etwas säuerlich und herb. Je später gepflückt wird, desto süßer wird sie. Für Hagebuttentee werden getrocknete Früchte und Samen genutzt. Das Fruchtfleisch wird für die Zubereitung von Mus, Konfitüre sowie zum Würzen von Wildgerichten verwendet. Auch Säfte, Liköre und Fruchtweine lassen sich aus der Hagebutte zubereiten.

Möchten Sie die Nüsschen zum Verzehr (z.B. im Tee) verwenden, entfernen Sie zuvor die feinen Härchen. Dies erreichen Sie durch Aussieben, leichtes Schwenken in der Schüssel, wodurch sie an die Oberfläche kommen und abgeschöpft werden können oder durch leichtes Erhitzen im Backofen. Aufgrund der Widerhaken, Handschuhe dabei nicht vergessen.

Wirkungen

Gerade die Inhaltstoffe der Schale (Pektine, Fruchtsäuren) wirken harntreibend und abführend. Daraus ergibt sich der Anwendungsbereich bei Blasen- und Nierenleiden sowie Gicht und Rheuma. Wegen des erhöhten Vitamin C-Gehalts wird Hagebutte bei Erkältungen und zur Unterstützung des Immunsystems eingesetzt. Der Verzehr soll appetitanregend wirken. Das Öl der gepressten Kerne findet in der Hautpflege Anwendung.

Wussten Sie schon?

Frisch aufgegossener Hagebuttentee ist gar nicht so rot. Für die sattrote Farbe wird dem Tee, der im Handel erhältlich ist, meist Hibiskus oder Malve zugemischt.

 

Aus: Bodyaktiv Ausgabe 61. Herbst/Winter 2013

Januar 2014

Vielleicht fühlen Sie sich nach Weihnachten nicht mehr ganz so wohl in Ihrem Körper und spüren doch das ein oder andere
Fettröllchen mehr, an Bauch oder Hüften.

Unser Tipp: Essen Sie einfach mehr Wasser!

,,Wie soll das gehen,'' fragen Sie sich jetzt, Wasser trinken, ja, aber essen?

Das geht und Sie können dadurch Ihr Gewicht und das Fett reduzieren.

Je höher der Wassergehalt eines Lebensmittels ist, desto niedriger ist die Energiedichte ( kcal oder kj ).

Gemüse, Salate und Obst liefern mit Ihrem hohen Wassergehalt Energiedichten von 10 bis etwa 70 kcal/100g.
Auch mageres Fleisch, mageres Geflügelfleisch oder fettarmer Fisch mit Fettanteilen von 2 bis 3 Prozent liefern aufgrund
des hohen Wassergehalts niedrige Energiedichten im Bereich von etwa 75 bis 115 kcal/100g. Umgekehrt weisen
wasserarme Nahrungsmittel wie Salzstangen oder Cornflakes trotz ihres niedrigen Fettgehalts von 0,5 bis 0,6 Prozent
eine Energiedichte von 320 bis 350 kcal/100g aus. Selbst Roggenbrot oder Weizenbrötchen haben bei ihrem niedrigen
Fettgehalt von 1,2 Prozent eine Energiedichte von 193 bzw. 238 kcal/100g.

Also verzichten Se nicht auf Fett, sondern essen Sie mehr Wasser!

Dezember 2013

Wir wünschen allen Besuchern unserer Internetseite eine wunderschöne Weihnachtszeit!
Es folgen ein paar Tipps für gesunde Adventsschlemmereien:

1.) Früchtepunsch

- 2 Orangen
- 200 ml Traubensaft
- 500 ml Tee (nach Geschmack)
- 2 Zimtstangen
- 6-8 Nelken
- 2-3 Sternanis

Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, den Tee hinzugeben und ca 8 Minuten ziehen lassen (am besten eignen sich Früchtetees).
Die Orangen in Scheiben schneiden und mit dem Saft, den Zimtstangen, Nelken und der Sternanis in den Topf geben. Alles ca 10 Minuten bei niedriger Stufe ziehen lassen.

2.) Lebkuchenwürfel

ca 25 Stück
- 250 g gemahlene Mandeln
- 2 TL Lebkuchengewürz
- 1/2 Päckchen Backpulver
- 3 Eier
- 30 g Zucker
- 3 EL Vollmilch
- 2 EL Rapsöl
- 50 g Mandeln
- 50 g Haselnusskerne
- 25 g Orangeat
- 25 g Zitronat

Den Backofen auf 170° (Umluft 150°) vorheizen. Das Backblech mit Backpapier belegen. Gemahlene Mandeln, Lebkuchengewürz und Backpulver mischen.
1 Ei mit 1 Prise Salz und Zucker schaumig schlagen. Milch und Rapsöl unterrühren. Mit der Mandelmischung zu einem glatten Teig verkneten. Mandeln, Haselnüsse, Orangeat und Zitronat fein hacken. 2 Eier verquirlen und mit der Nuss-Früchte-Mischung und dem Mandelteig zu einem glatten Teig verkneten.
Den Mandelteig auf dem Blech mit den Händen zu einem Quadrat von ca 20x20 cm formen. Die Oberfläche mit angefeuchteter Hand glatt streichen. Im Ofen (Mitte) etwa 20 Minuten backen.
Auskühlen lassen und in 25 Würfel schneiden.

3.) LOGI-Kekse

ca 25 Stück
- 250 g gemahlene Mandeln
- 2 TL Backpulver
- 1 TL gemahlene Vanille
- 2 Eier
- Salz
- 25 g Zucker
- 100 g weiche Butter

Den Backofen auf 180° (Umluft 160°) vorheizen. Das Backblech mit Backpapier belegen. Mandeln, Backpulver und gemahlene Vanille mischen. Die Eier mit 1 Prise Salz und Zucker cremig rühren. Die Butter unterschlagen. Dann die Mandelmischung zugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig etwa 15 Minuten ruhen lassen.
Den Teig mit einem Esslöffel in 25 Portionen teilen. Diese jeweils zu Kugeln formen und mit etwas Abstand auf das vorbereitete Blech setzen. Mit dem Löffel oder einer Gabel - das gibt ein hübsches Muster - jeweils zu flachen Kreisen drücken.
Im Ofen (Mitte) etwa 15 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Und ordentlich schmecken lassen!

November 2013

Kürbis (in allen Variationen)

1.) Kürbissuppe

Zutaten für 2 Portionen:
- 1 Hokkaidokürbis (ca. 800 g)
- 2 Zwiebeln
- 2 Knoblauchzehen
- 1/2 TL Trockenbrühe
- 1 EL Rapsöl
- Currypulver
- 200 ml Kokosmilch
- Salz & Pfeffer

Den Kürbis waschen, halbieren und die Kerne entfernen. Mit Schale in kleine Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch klein würfeln. Die Brühe mit 600 ml heißem Wasser verrühren. Das Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin andünsten. Den Kürbis zugeben und leicht anbraten. Mit Currypulver abschmecken. Mit der Brühe ablöschen und 5 - 10 Minuten garen lassen. Wenn der Kürbis zerfallen ist, Kokosmilch und 100 ml Wasser dazugeben und alles pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

2.) Kürbis und Halloumi auf Salatbett

Zutaten für 2 Portionen:
- 700 g Hokkaidokürbis
- 1 Limette
- 1 Chilischote
- 1 EL Agavendicksaft
- 2 EL Sesamöl
- 200 g Rucola
- 160 g Halloumi (Grillkäse)
- Salz & Pfeffer

Den Kürbis schälen und die Kerne entfernen. Das Kürbisfleisch in mundgerechte Würfel schneiden. Die Chilischote sehr klein hacken. Die Limette auspressen und mit Chili, Agavendicksaft, Salz, Pfeffer und 1 EL Öl vermischen. Den Rucola waschen und mit dem Dressing vermengen. In einer Pfanne 1 EL Öl erhitzen und die Kürbiswürfel darin anbraten. Hitze herunterdrehen und 4-5 Minuten garen. Anschließend aus der Pfanne nehmen und mit Salz und Pfeffer würzen. Dann den Halloumi in der Mitte durchschneiden und kurz von beiden Seiten anbraten. Den Salat auf 2 Teller geben, Kürbis und Halloumi darauf verteilen.

Oktober 2013

L-Carnitin

L-Carnitin ist eine natürliche Verbindung, die aus den beiden Aminosäuren Methionin und Lysin vom Körper hergestellt wird. Der Name stammt aus dem Lateinischen und leitet sich von "carnis" (Fleisch) ab. L-Carnitin ist besonders in tierischen Produkten enthalten.
L-Carnitin transportiert Fettsäuren, speziell die langkettigen Fettsäuren, in die Mitochondrien. Auf diese Weise ist L-Carnitin für die Fettverbrennung wichtig.
Der menschliche Körper ist zur Eigenerzeugung im Stande. Diese deckt jedoch nur 10% des Tagesbedarfs ab. Für die Synthese, die überwiegend in der Muskulatur und in der Leber stattfindet, sind die essentiellen Aminosäuren Lysin und Methionin sowie eine Anzahl von Cofaktoren, wie z.B. Eisen, B-Vitamine, Vitamin C und Folsäure wichtig. Es existieren Hinweise darauf, dass die Eigensynthese mit zunehmendem Lebensalter abnimmt.
Bisher gibt es noch keine genauen Angaben über den Mindestbedarf an L-Carnitin. Für Erwachsene gibt es Zufuhrempfehlungen zwischen 200 und 4000 mg. Im Rahmen der Nahrungsergänzung werden allgemein ca. 1000 bis 2000 mg pro Tag empfohlen.
Anzeichen einer Unterversorgung sind häufige und starke Müdigkeit, Infektanfälligkeit, Muskel- und Leistungsschwäche, Apathie, Konzentrationsschwierigkeiten, erhöhte Blutfettwerte und Herzprobleme. Ein erhöhter Bedarf an L-Carnitin besteht bei Übergewicht/Adipositas, Kardiovaskulären Erkrankungen, in der Schwangerschaft/Stillzeit, bei Nieren- und Lebererkrankungen, Alzheimer/Demenz, Diabetes mellitus, Immunerkrankungen und bei Sportlern.
L-Carnitin kann eingesetzt werden zur Gewichtsreduktion, bei Durchblutungsstörungen/Herzerkrankungen, Störungen des Immunsystems, unerfülltem Kinderwunsch, in der Schwangerschaft und Stillzeit, bei Diabetes mellitus, Leber- und Nierenerkrankungen und in der Vegetarischen bzw. Veganen Ernährungsweise.


September 2013

Hafer - Prävention durch Ballaststoffe

Die Ballaststoffaufnahme bei Kindern und Erwachsenen liegt in Deutschland weit unter den empfohlenen Mengen. Es wird zu einer täglichen Zufuhr von 30 Gramm geraten.
Ballaststoffe haben ein enorm gesundheitsförderndes Potenzial, da sie die Vermeidung von Krankheitsbildern des Metabolischen Syndroms unterstützen können: Senkung von bauchbetontem Übergewicht / Adipositas, Verringerung von Bluthochdruck, Verminderung von Fettstoffwechselstörungen und Verbesserung bzw. Vermeidung von Insulinresistenz und Diabetes Mellitus II.
Verschiedene wissenschaftliche Studien zeigen darüber hinaus, dass der Verzehr von Hafergetreide und insbesondere von dem löslichen Ballaststoff des Hafers (Hafer-Beta-Glucan) günstige Effekte auf die Komponenten des Metabolischen Syndroms hat.
Durch die Aufnahme von Haferprodukten konnte eine Senkung des Cholesterinspiegels, eine höhere Sättigung und eine Senkung der Insulinresistenz festgestellt werden.

Wie funktioniert die Verbesserung des Cholesterinspiegels durch Hafer-Beta-Glucan?
Die an der Fettverdauung beteiligten Gallensäuren werden in der Leber aus Cholesterin gebildet. Nach der Fettverdauung werden sie dorthin zurück transportiert. Wenn Hafer aufgenommen wurde, werden die Gallensäuren zum Teil an das Hafer-Beta-Glucan gebunden und zusammen mit diesem ausgeschieden. Somit stehen sie für die Fettverdauung nicht mehr zur Verfügung. Der Gallensäurepool muss mithilfe von Cholesterin aufgefüllt werden, wodurch Cholesterin verbraucht wird. Somit sinkt der Cholesterinspiegel im Blut. Außerdem verlangsamt das vom Hafer-Beta-Glucan gebildete zähflüssige Gel die Aufnahme von Nahrungscholesterin im Dünndarm.

Wie kann Hafer-Beta-Glucan bei der Gewichtsreduktion unterstützend wirken?
Hafer-Beta-Glucan hat eine hohe Wasserbindekapazität. Die Nahrung im Magen quillt durch die größere Wasserbindung auf, was zu einer längeren Verweildauer führt. Der Magen dehnt sich aus und bewirkt so ein anhaltendes Sättigungsgefühl.
Weiterhin wird die Darmperistaltik gesteigert, die Verdauung angeregt und das Stuhlvolumen erhöht.

Wie kann Hafer-Beta-Glucan den Blutdruck positiv beeinflussen?
Ein verbesserter Cholesterinspiegel trägt maßgeblich zur Gesunderhaltung der Blutgefäße und zur Regulierung des Blutdrucks bei. Das günstige Kalium-Natrium-Verhältnis im Hafer wirkt sich ebenfalls positiv auf den Blutdruck aus (viel Kalium = 397 mg, wenig Natrium = 6,8 mg auf 100 g Haferflocken).

Eine Verzehrsmenge von 3 g Hafer-Beta-Glucan pro Tag wird empfohlen, damit sich ein positiver Effekt auf die Komponenten des Metabolischen Syndroms einstellen kann. Dies erreichen Sie beispielsweise durch:
- 3 EL Haferflocken in Joghurt oder Müsli ( = 1,35 g)
- 1 Pfannkuchen aus 3 EL Haferkleie, 2 EL Quark, 1 Eiweiß ( = 1,8 g)

August 2013

Kokosöl - Das Beste aus der Kokosnuss

Wir kennen sie meist aus der asiatischen oder indischen Küche, aber auch von den bunten Cocktails - die Kokosnuss. Doch nicht nur ihre Milch ist zu gebrauchen. Gerade das reine, kaltgepresste Kokosöl hat einiges zu bieten. Es schmeckt hervorragend, passt perfekt in eine kohlenhydratreduzierte Ernährung und weist zudem außergewöhnliche Eigenschaften bei der Zellversorgung und bei Gehirnerkrankungen auf.
Bewohner tropischer Länder verwenden das Kokosöl täglich: Mit seinem klaren, milden, fein-nussigen und aromatischen Geschmack ist es ein fester Bestandteil der heimischen Küche. In unseren Supermärkten gibt es häufig nur "billiges" Kokosfett, das stark verarbeitet ist und gehärtete Fette enthält. Das "echte" native (Bio-) Kokosöl hingegen ist frei von schädlichen trans-Fetten, erhöht im Körper das "gute" Cholesterin und ist sehr hitzebeständig. Außerdem ist es reich an Laurinsäure, die antibakteriell wirkt und das Immunsystem stärkt. Es wird weder raffiniert noch gebleicht und ist im Handel als "extra vergine" oder "extra virgin" zu finden.
Die Ursachen von Alzheimer und anderen Demenzen sind noch nicht vollständig geklärt und können vielfältig sein, sicher ist aber, dass unser Gehirn ohne ausreichende Versorgung Schaden nehmen kann. Mit der richtigen Ernährung kann sowohl vorbeugend als auch therapeutisch entgegen gewirkt werden. Ist der Stoffwechsel im Gehirn gestört, gerät die Signalübertragung ins Stocken, Abfallstoffe lagern sich an und mit der Zeit sterben die Hirnzellen infolgedessen nach und nach ab.
Durch seine spezielle Zusammensetzung hilft Kokosöl nicht nur bei der Versorgung von Körper- und Hirnzellen, sondern schützt sie zusätzlich vor schädlichen Einflüssen. Zusammen mit einer kohlenhydratarmen Ernährung ist der Einsatz von Kokosöl besonders für Menschen mit einer erblichen Vorbelastung eine gute Möglichkeit, Hirn und Körper zu stärken.

Rezept: "Papaya-Gurken-Salat mit Kokosraspeln"
(2 Portionen)

Zutaten:
-300 g Papaya
-300 g Salatgurke
-30 g Sprossen
-2 EL Kokosraspeln
Dressing:
-1 Limette
-1 TL geriebener Ingwer
-6 Minzeblättchen
-2 EL Kokosöl
-2 EL Orangensaft
-Salz und Pfeffer

Die Gurke und die Papaya schälen, die Kerne entfernen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Sprossen kalt waschen, abtropfen lassen und mit Gurke und Papaya vermischen. Kokosraspeln ohne Öl goldbraun anrösten. Die Limette auspressen und mit der kleingeschnittenen Minze, Ingwer, Kokosöl, Orangensaft, Salz und Pfeffer mischen. Alles in eine Schüssel geben und mit Kokosraspeln ganieren.


Juli 2013

Grillen mit Genuss und Verstand

Grillen ist die älteste aller Garmethoden. Vor 750.000 Jahren lernte der Homo erectus sich das Feuer nutzbar zu machen. So begann eine neue Form der Zubereitung von Speisen.
Von diesem Zeitpunkt an gab es für die Menschen nicht mehr nur Rohkost, die sehr schwer verdaulich war, sondern zunehmend auch Fleisch und Fisch in gegr
illter Form.
Bereits die Jäger und Sammler saßen in der Gemeinschaft am Lagerfeuer, um die erlegte Beute zu brutzeln. Kochgeschirr gab es nicht; heiße Steine und Spieße waren die einzigen Utensilien für die Küche. Somit gilt das Grillen als älteste Zubereitungsmethode der Menschheit.

Auch heute noch ist das Grillen sehr beliebt, besonders bei Männern.
Der ursprüngliche Instinkt des Jägers wird geweckt. Das Grillen gibt ihm ein Gefühl von Freiheit und Abenteuer, wenn er mit der Grillzange bewaffnet die heimgebrachte Beute an seine Familie verteilt. Ein Stück Grillfleisch steht somit für Kraft, Energie, Männlichkeit und Gesundheit.

Die Zubereitung auf dem Grill ist besonders schonend für Nahrungsmittel, da sehr wenig Vitamine und Nährstoffe verloren gehen.

Tipps zum "gesunden Grillen"

1) Fett sollte nicht auf die glühende Grillkohle tropfen, weil dadurch Rauch entsteht, welcher krebserregende Stoffe, wie Benzpyrene, enthält.
2) Bier auf Fleisch und Wurst vermeiden, weil dadurch eine Kruste entsteht, die ebenfalls krebserregende Stoffe enthält.
3) Fleisch nicht zu durch, bzw. schwarz werden lassen.
4) Fleisch vor dem Grillen gut abtropfen lassen; gegebenenfalls trocken tupfen.
5) Gepökelte Fleisch- und Wurstwaren sind tabu für den Grill, da aus den enthaltenen Nitritpökelsalzen durch die Hitze krebserregendes Nitrosamin entsteht.
6) Grundsätzlich in Alufolie oder Aluschale grillen.
7) Oliven-, Erdnuss- oder Mischöle halten die hohen Temperaturen aus. Butter, Margarine und Maiskeimöl sind ungeeignet.
8) Eine Marinade aus Olivenöl schützt das Fleisch vor dem Austrocknen und vor krebserregenden Stoffen. Auch Gewürze wie Koriander, Salbei, Senf, Kukuma, Rosmarin, Zitronensaft, Weinessig und Knoblauch können die Bildung krebserregender Stoffe verhindern.

Rezept: "Rinderfilet mit Sesam und frischem Ingwer"

für 4 Portionen:
- 4 Rinderfiletsteaks (à 200 g)
- 40 g geschälter Sesam
Marinade:
- 1 Schalotte
- 30 g frischen Ingwer
- 2 EL Olivenöl
- 1 EL trockener Cherry
- 2 EL Orangensaft
- 2 EL Austernsoße
- 2 EL Honig
- 2 EL Sojasauce

1.) Für die Marinade die Schalotte und den Ingwer schälen. Die Schalotte in feine Ringe schneiden. In einer Pfanne das Öl erhitzen und die Schalotte darin anschwitzen bis sie weich ist. Den Ingwer in Scheiben schneiden und dazugeben. Mit dem Sherry und dem Orangensaft ablöschen. Vom Herd nehmen und die Austernsauce, den Honig und die Sojasauce dazugeben und verrühren.
2.) Die Steaks kalt abspülen und trocken tupfen, jede Seite mit Marinade bestreichen und abgedeckt in der Marinade mindestens 2 Stunden kühl stellen.
3.) Den Grill vorheizen. Die Steaks aus der Marinade nehmen, abtupfen und von jeder Seite über direkter mittlerer Hitze etwa 4 - 6 Minuten (medium) grillen, dabei einmal wenden.
4.) Den Sesam in einer beschichteten Pfanne ohne Fett bei niedriger Temperatur anrösten. Die fertigen Steaks mit der restlichen Marinade bestreichen und im Sesam wälzen.

Vorbereitungszeit: etwa 15 min
1 Portion: 405 kcal, 63 g Eiweiß



Juni 2013

Milch ist nicht gleich Milch

Eine durch Greenpeace geförderte Studie belegt, dass die Kuh, die glücklich auf der Weide steht, die beste Milch gibt.
Denn entscheidend für die Qualität der Milch ist, was die Kuh frisst. Eine Kuh, die mit Gras, Heu und Gras-Silage gefüttert wird, produziert Milch, die mehr gesunde Fettsäuren enthält, als die Milch einer Kuh, die mit Mais und viel Kraftfutter gefüttert wird.

Die Deutschen trinken pro Kopf jährlich 67l Milch, sie löffeln im Durchschnitt 18kg Joghurt und verbrauchen 6kg Butter, 7kg Sahne, sowie 23kg Käse. Für ein Kilo Schnittkäse braucht man wiederum 10l Milch.
Schwerpunkte der Milcherzeugung liegen traditionsgemäß in Bayern und Niedersachsen. Die klassische Kuh auf der Weide findet man vor allem in den Alpen und dem Alpenvorland, in den Mittelgebirgsregionen wie Schwarzwald, Rhön oder Bergischem Land, sowie an der Nordseeküste.

Durch Zucht und veränderte Fütterung wurde die Milchleistung der Kühe in den vergangenen Jahren deutlich angehoben. Im Schnitt gibt heute eine Kuh ca. 7000l Milch im Jahr. Das sind etwa 2000l mehr als vor 15 Jahren.
Um eine hohe Milchleistung zu erzielen, wird an die Kühe immer mehr Kraftfutter verfüttert. Dieses Kraftfutter besteht vorwiegend aus Getreide, Resten der Zucker-und Stärkeherstellung, sowie Raps- und Sojaschrot.
Zu viel Kraftfutter ist eine enorme physiologische Belastung für die Tiere und führt häufig zu Krankheiten. Es kommt noch ein ökologisches Problem dazu, denn Soja wird in abgerodeten Regenwaldgebieten angebaut, um damit in Deutschland Milch zu erzeugen.

Immer mehr Molkerein werben mit dem Begriff "Weidemilch" für ihre Produkte. Der Begriff ist nicht gesetzlich geschützt. Die Erzeuger geben keine Garantie, dass die Milch wirklich von Kühen stammt, die Weidegang hatten.

Analytisch kann man heute nachweisen, dass Grünfutter zu einem Anstieg des Gehalt an einfach- und mehrfach ungesättigten Fettsäuren führt. Das Verhältnis von Omega-3 zu Omega-6-Fettsäuren wird durch gezielte Weidehaltung und Grünlandfutter günstig beeinflusst.
Der gesundheitliche Nutzen von Omega-3-Fettsäuren ist nicht zu unterschätzen. Sie wirken blutdrucksenkend, gefäßschützend, entzündungshemmend, können Allergien verbessern und haben schützende Wirkungen bei verschiedenen Krebserkrankungen.

Allerdings kann der Verbraucher in Deutschland bislang nicht erkennen, wie hoch der Anteil an gesundheitlich bedeutsamen Fettsäuren in Produkten ist. Zu diesem Zweck wurden verschiedene Produkte auf die Fettsäurezusammensetzung untersucht. Es wurden sowohl ökologische, als auch konventionelle Frischmilch aus allen Regionen Deutschlands untersucht.
Außerdem wurden einige Molkereiprodukte ausgewählt, die gezielt auf ihre natürliche Erzeugung hinweisen (Alpenmilch, Bergmilch, aus umweltschonender Grünlandbewirtschaftung). Der Anteil der Omega-3-Fettsäuren war sehr hoch (1g/100g) bei Milch aus ökologischer Herkunft (Berchtesgadener Land, Gläserne Meierei Rostock, Breigaumilch, Upländer Bauernmolkerei). Die niedrigsten Gehalte wies konventionelle Milch der Molkerein Hansamilch, Campina, Harzmilch, Bärenmarke und Weihenstephan auf.
Bei Joghurts haben Bio Joghurts der Firma Füllhorn (Rewe), Andechser Natur und Prima Bio(Aldi) den höchsten Wert. Sehr geringe Werte waren in Joghurts der Firma Onken, Actimel, Fruchtzwerge von Danone, LC1, BiAC, Landliebe und Müller Milch zu finden.

Bei der Butter war die aus Dänemark stammende Bioness-Butter von Lidl, die mit den höchsten Omega-3 Fettsäurewerten. Sehr gering war der Gehalt in Butter der Firma Landliebe, Milsani, Sachsenmilch und Mark Brandenburg Weidebutter.

Je nachdem, wie und wo Kuh-Milch produziert wird, schwankt der Gehalt an gesundheitlich wertvollen Fettsäuren erheblich. Grundsätzlich ist der Gehalt an wertvollen Omega-3 Fettsäuren dort am höchsten, wo die Kühe einen hohen Anteil an Grünfutter erhalten, sowie niedrige Kraftfuttermengen und geringe Anteile Maissilage.
Außerdem wurde festgestellt, dass Milch aus ökologischer Erzeugung einen höheren Omega-3-Gehalt, sowie geringere Maisanteile aufweist, als Milch aus konventioneller Erzeugung.


Mai 2013

Frühlingszeit-Allergiezeit

Aktuell blühen Gräser und Bäume und verursachen bei vielen Menschen Kopfschmerzen, Heuschnupfen oder auch Kreuzallergien.
Bei Pollenallergikern treten mit zunehmendem Lebensalter auch Allergien gegen Lebensmittel auf. Die Ursache dafür liegt in der Verwandtschaft der Pflanzen. Diese besitzen ähnliche oder z.T. auch identische Allergene. Die bekannteste Kreuzallergie besteht zwischen Birkenpollen und Äpfeln, sowie Haselnüssen. Die Birkenpollen führen von März bis Mitte Mai zu Problemen. Weniger bekannt ist, dass auch Sellerie ein Kreuzallergen zur Birke ist. Bei Obstsorten, wie Birne, Pfirsich, Nektarine, Kirsche und Kiwi treten selten allergische Reaktionen auf. Kartoffeln, Karotte und Weizen können auch Symptome einer Allergie hervorrufen. Petersilie, Dill, Kümmel, Paprika und Fenchel sind auch problematisch und können an den Lippen und der Mundschleimhaut zu Reaktionen führen.

Beifuß Allergiker reagieren besonders häufig auf Sellerie und Karotte. Obstsorten wie Kiwi, Melone, Mango und Apfel; Gemüse wie Kartoffel, Paprika, Gurke und Tomate können auch zu Reaktionen führen. Besonders breit ist allerdings die Gewürzpalette, die man eher meiden sollte_ Petersilie, Kümmel, Anis, Ingwer, Knoblauch, Muskat, Pfeffer, Zimt und Kardamon.

Gräserpollen fliegen am längsten, nämlich von Mitte April bis Mitte August. Gräserallergiker reagieren besonders häufig auf Sojaprodukte, Erdnüsse und Getreidemehle. Die Melone ist die einzige Obstsorte, die zu Problemen führt, da sie mit den Gräsern botanisch verwandt ist. Beim Gemüse ist der Kürbis und alle Nachtschattengewächse (Hülsenfrüchte, Aubergine, Chili, Kartoffel, Paprika, Tomate) mit Vorsicht zu genießen. Außerdem können Vollkornbrote und Getreideprodukte, die wenig verarbeitet sind, zu Reaktionen führen.

Mit Hilfe von Magnesium, Zink und Vitamin C kann man in der Pollenzeit sein Immunsystem stärken und die Anfälligkeit senken. Basilikum, Schwarzkümmel und Knoblauch sind ebenfalls Gewürze, die sich positiv auf den Körper auswirken und das Immunsystem stärken.

Allerdings kann sich hinter einer Allergie auch eine Histamin Intoleranz verbergen. Symptome einer Histamin Intoleranz sind Kopfschmerzen wie Migräne, verstopfte oder laufende Nase, Hitzegefühl, Magen und Darmbeschwerden, Asthmaanfälle, Herzrhythmusstörungen, niedriger Blutdruck, ständige Müdigkeit, Rötung der Haut, Juckreiz, Quaddelbildung an der Haut.

Bei Verdacht kann man die Aktivität des Enzyms DAO und den Histamin Spiegel im Blut bestimmen lassen.

Bei Bestätigung der Histamin Intoleranz sollte eine Ernährungsberatung aufgesucht werden.

April 2013

Spargel - Die Powerstange

Bald kommt die Spargelzeit wieder !

Der Spargel ist nicht nur für seinen guten Geschmack sehr beliebt. Ihm wird auch eine Heilwirkung nachgesagt. Er soll das Risiko von Herzerkrankungen mindern und Geburtsfehler vorbeugen.
Zu den wichtigsten medizinischen Fortschritten dieses Jahrhunderts gehört die Entdeckung, dass die Rate der Gehirn- und Rückenmarksschäden bei Neugeborenen um die Hälfte reduziert werden kann, wenn die Frauen im gebärfähigen Alter täglich 400 Mikrogramm Folsäure zu sich nehmen.
Spargel ist sehr reich an Folsäure, welches für die Regeneration der Zellen ausschlaggebend ist. Fünf Stangen Spargel enthalten 110 Mikrogramm Folsäure oder rund 28% des Tagesbedarfs.

Offiziellen Empfehlungen zufolge brauchen Frauen täglich 400 Mikrogramm Folsäure.
Folsäure ist nicht nur gut für Frauen im gebärfähigen Alter, sondern beugt auch Herzkrankheiten vor. Das Vitamin B scheint wie ein Schleusentor zu wirken, das die Homocysteinmenge (eine Aminosäure) im Blut reguliert. Wenn der Folsäurespiegel sinkt, steigt der Homocysteinwert an und beschädigt die empfindlichen Arterien, die Herz und Gehirn mit Blut versorgen.
Bei der Vorbeugung von Herzleiden kann eine ausreichende Menge an Folsäure genauso wichtig sein, wie die Kontrolle des Cholesterins.

Schutz vor Krebs:

Wie von Gemüse nicht anders zu erwarten, bietet auch Spargel einen wirksamen Schutz vor Krebs. Er enthält eine Reihe von chemischen Verbindungen, die gemeinsame krebsverursachende Substanzen unwirksam machen, bevor sie Schaden anrichten können.
Die erste dieser Substanz ist Folsäure. Studien zeigen folgendes: Je mehr Folsäure unser Blut enthält, desto geringer ist unser Risiko, an Dickdarmkrebs zu erkranken.
Die zweite schützende Substanz in Spargel ist Glutathion, ein Protein mit antioxidativen Eigenschaften. Es hilft, den Körper von freien Radikalen zu befreien. Diese äußerst energiereichen Partikel gelangen, wenn sie nicht kontrolliert werden, überall in den Körper, durchlöchern die Zellen und richten Schaden an, der dann zu Krebs führen kann. Bei der Analyse des Glutathiongehalts von 38 Gemüsesorten, reagierte frisch gekochter Spargel an erster Stelle.

Der Grund vom merkwürdigen Geruch:
Spargel enthält eine Aminosäure mit Namen Asparginsäure. Vielen Menschen fehlt ein Enzym, das zur Aufspaltung der Asparginsäure nötig ist. Deswegen bleibt sie im Körper und wird in eine chemische Verbindung umgewandelt, die diesen unverwechselbaren schwefeligen Geruch hat.

So holen sie das Beste heraus:
Lagern sie den Spargel vorsichtig - Folsäure wird zerstört, wenn er Luft, Hitze oder Licht ausgesetzt ist. Es wird empfohlen, ihn im Kühlschrank oder im Vorratsschrank aufzubewahren.

Kochen sie ihn vorsichtig - Spargel ist ein zartes Gemüse, das man nur leicht bei niedriger Temperatur kochen braucht.

Garen sie ihn aufrecht ! Da die meisten Nährstoffe in der Spitze stecken, ist es besser, den Spargel aufrecht in einen schmalen, hohen Topf zu geben, statt ihn auf den Boden einer Backform zu legen. Geben sie ein wenig Wasser in den Topf, decken sie den Topf mit dem Deckel zu und lassen sie den Spargel auf kleiner Flamme kochen. Wenn die Spitzen aus dem Wasser schauen, bleiben nicht nur die Nährstoffe enthalten, sondern die Stangen kochen gleichmäßig und schneller.

Grüner Spargel mit Parmesansahne
Für 2 Personen

1 kg grüner Spargel
80g Sahne
60g geriebener Parmesan
3 Eier
2-3 EL Vollmilch 3,5 %
1 TL Rapsöl
Salz und Pfeffer

1) Spargel waschen und im unteren Drittel dünn schälen. Die holzigen Enden abschneiden. In 700 ml leicht kochendem Salzwasser in 5-8 min bissfest garen.
Am besten in einem schmalen hohen Topf mit Einsatz, in dem der Spargel stehen garen kann, ohne das die Spitzen im Wasser liegen.

2) Die Sahne halbsteif schlagen. Mit Salz und Pfeffer würzen und steif schlagen. Den Parmesan unterziehen. Die Eier mit der Milch, Salz und Pfeffer mit dem Handrührgerät schaumig schlagen.

3) Das Öl in einer großen beschichteten Pfanne erhitzen. Den Eierschaum darin bei schwacher Hitze 5-6 min stocken lassen. Zum Wenden auf einen großen Teller gleiten lassen, zurück in die Pfanne stürzen und von der anderen Seite auch 5-6 min braten.

4) Das Omelett teilen und je eine Hälfte mit der Hälfte des Spargels und der Parmesansahne dekorativ auf einem Teller anrichten.

Guten Appetit!

März 2013

Nordic Walking

Nordic Walking bietet ein sanftes Herz- Kreislauf- Training für jedermann und ist daher ideal begleitend zum Abnehmen. Es ist leicht zu erlernen und entlastet die Gelenke.
Der Stoffwechsel kommt in Schwung, das Immunsystem wird gestärkt und die Ausdauer, sowie Leistungsfähigkeit gesteigert.
Beim Nordic Walking kommen nahezu alle Muskeln zum Einsatz, so dass viele Kalorien verbrannt werden können. Außerdem werden schon nach 30 Minuten körpereigene Botenstoffe ausgeschüttet, die entspannend wirken. Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich werden gelöst und Stresshormone abgebaut.
Der Deutsche Nordic Walking und Präventionsverband (DNV) hat eine wegweisende Methodik zur Vermittlung der Nordic Walking Technik entwickelt.

In einer Nordic Walking- Schnupperstunde am Freitag, den 19.04.2013 um 17:00 Uhr können Sie bei einer geschulten Nordic Walking Trainerin diese Methode erlernen.

Um Anmeldung unter der Telefonnummer: 76804725 wird gebeten.

Februar 2013

Die Folsäure - Das Mangel - Vitamin

Folat bzw. Folsäure ist in Deutschland eines der wenigen Mangel-Vitamine. Gründe sind der geringe Verzehr von Obst und Gemüse und die hohe Instabilität des Vitamins.
Einige Lebensmittel werden mit Folsäure angereichert, um zu einer besseren Versorgung beizutragen, z. B. Salz, Frühstückscerealien.
Folat unterstützt die Teilung und Neubildung von Zellen sowie von roten Blutkörperchen und sorgt ebenso für die Weitergabe von genetischer Information. Es ist also bei der Entstehung des Lebens und Reifung des Embryos von entscheidender Bedeutung. Deshalb wird empfohlen, dass Frauen, die schwanger werden wollen, zusätzlich ein Folsäurepräparat zu sich nehmen, damit sich ihr Kind bestmöglich entwickelt.
Für einen Erwachsenen wird eine Zufuhr von 400 Mikrogramm pro Tag empfohlen, für Schwangere sogar mehr als das Dreifache (1400 Mikrogramm pro Tag).

Gute Quellen für Folsäure:
Grünes Blattgemüse, Kohl, Vollkornprodukte, Obst, Leber

Symptome eines Folat-Mangels können sein:
Durchfall, Schleimhautveränderungen der Mundhöhle, Fortpflanzungsstörungen, Depression.
Bleibt ein starker Mangel längere Zeit bestehen, kommt es zur Anämie (Blutarmut).
Falls in der Schwangerschaft ein Mangel an Folsäure besteht, können Missbildungen am Embryo auftreten (offener Rücken, Lippen-Kiefer-Gaumen-Spalte).

So können Sie Ihren Tagesbedarf an Folsäure decken:
Essen Sie reichlich Blattgemüse und Salat.
Bevorzugen Sie Vollkornprodukte.
Lagern Sie Folsäure-reiche Lebensmittel nur kurz und dunkel.
Verwenden Sie außerdem nährstoffschonende Garverfahren, wie
z. B. dünsten und dämpfen.

Tagesbeispiel:
1 Portion Grünkohl (140g)
1 Orange
2 Scheiben Vollkornbrot

Quelle: aid, Vitamine und Mineralstoffe - eine starke Truppe


Januar 2013

Kaffee - Wirkung auf die Gesundheit

Koffein ist weltweit die am häufigsten verwendete psychoaktive Substanz. Das Alkaloid übt eine hohe stimulierende Wirkung aus.
Das Koffein, welches der ausschlaggebende Inhaltsstoff des allgemein beliebten Kaffees ist, hat einen großen Einfluss auf den menschlichen Körper und damit auch auf unsere Verhaltensweisen.
Kaffee fördert die Reaktionszeit, sowie das Denkvermögen. Ebenso kommt es zu einer Aufhellung der Stimmung und die Müdigkeit wird gemildert. Weiterhin werden die motorischen Fähigkeiten positiv beeinflusst.

Diese Eigenschaften sind jedoch alle von kurzer Dauer, schon nach kurzer Zeit lässt die Wirkung nach. Diese Wirkung entsteht durch die Stimulierung des Zentralen Nervensystems. Es kommt zu einer Erweiterung der Blutgefäße und Vergrößerung der Urinmenge, der Stoffwechsel wird gesteigert.
Durch diese Effekte wurde Koffein schon zur Astmatherapie eingesetzt, da das Koffein die Atemfunktion verbessert. Weiterhin wirkt es auch als mildes Diuretikum. Die Gefahr einer Austrocknung, insbesondere bei Sportlern, ist allerdings nicht gegeben.

Es gibt keine Verzehrsempfehlung für Kaffee und das darin enthaltene Koffein. Allerdings sollten Schwangere einen moderaten Koffeinkonsum von ca. 300mg pro Tag (entspricht 3 Tassen Kaffee) bevorzugen.
Die im Volksmund verbreitete Meinung, dass Kaffee einen negativen Effekt auf das Herz hat, hat sich nicht bestätigt. Es kommt lediglich kurzzeitig zu einem Anstieg des Blutdruckes und Studien besagen sogar, dass Kaffeetrinken vor Herzrhythmusstörungen schützt.
Zur Zeit wird der Zusammenhang von Kaffee und Diabetes Typ 2 erforscht. Deutlich ist bereits, dass Kaffee einen schützenden Einfluss auf die Entwicklung eines Diabetes Typ 2 hat.
Weiterhin soll Kaffee einen schützenden Effekt bei Leberzirrhose haben und das Risiko für Gallen- und Nierensteine verringern.

Es mehren sich wissenschaftliche Hinweise für eine schützende Wirkung von Kaffee bei Morbus Parkinson und Demenz. Kaffee enthält deutlich größere Mengen an Antioxidantien als andere Getränke, die vor chronischen Erkrankungen schützen.
Sodbrennen kann durch Kaffee zwar verstärkt werden, diese Beschwerden sind aber so gering, dass auch Menschen mit Refluxproblemen nicht auf Kaffee verzichten müssen.

Der Genuss von Kaffee kann offensichtlich das Risiko für bestimmt Krankheiten wie Diabetes Typ 2, Lebererkrankungen, Demenz oder Morbus Parkinson deutlich vermindern und besitzt daher präventivmedizinische Relevanz.

Somit steht Ihrem täglichen Kaffeegenuss nichts mehr im Weg.

Quelle: "Kaffee Wirkungen auf die Gesundheit" - Deutsches Grünes Kreuz

Dezember 2012

Weihnachten steht vor der Tür!

Weihnachtsmenü mit Fisch (4 Personen)

Vorspeise: Mozzarella-Basilikum-Rolle

Zutaten:
1 Kugel Büffelmozzarella
2 Blatt weiße Gelatine
je 30g rote und gelbe Paprikaschoten
5 grüne, entsteinte Oliven
1/2 Bund Basilikum
2 EL fettarme Milch
100g Frischkäse (16% absolut)
Salz
Pfeffer
100g Feldsalat
1 EL Apfelsaft
1 TL Apfelessig
1/2 TL Ahornsirup

Zubereitung:
Mozzarella abtropfen lassen und in dünne Scheiben schneiden. Die Gelatine in kaltem Wasser einweichen und die Paprika und Oliven fein hacken. Den Basilikum grob hacken und mit der Milch pürieren. Die Gelatine ausdrücken und bei schwacher Hitze auflösen. Anschließend zum pürierten Basilikum geben. Frischkäse, Paprika und Oliven zugeben und mit Salz und Pfeffer würzen. Die Masse im Kühlschrank fest werden lassen. Eine Frischhaltefolie (ca. 30cm lang) auf die Arbeitsplatt legen, Mozzarellascheiben darauf verteilen, die Basilikumcreme als Längsstreifen in die Mitte geben und mit Hilfe der Folie zur Rolle formen und fest in Alufolie wickeln. Zum Abkühlen ca. 2 Stunden in den Kühlschrank legen. Den Feldsalat waschen, Öl, Saft,Essig und Sirup verquirlen, mit Salz und Pfeffer würzen und mit dem Salat vermengen. Die Mozzarellarolle in Scheiben schneiden und mit dem Salat anrichten.

Hauptgang: Steinbeißer mit Pistazien-Feigenkruste

Zutaten:
600g Kartoffeln
200g Knollensellerie
Salz
30g getrocknete Feigen
10g gehackte Pistazien
2 EL Paniermehl
1 Eigelb
4 TL Olivenöl
500g Steinbeißerfilet
Pfeffer
100ml fettarme Milch
800g Radicchio
1 Prise Zucker
evtl. frische Zitronenmelisse-Blättchen

Zubereitung:
Kartoffeln und Sellerie schälen, in Stücke schneiden und in kochendem Salzwasser ca. 20 Minuten garen. Die Feigen fein hacken, mit den Pistazien, dem Paniermehl, Eigelb und 1 TL Öl vermengen. Den Fisch in vier Potrionsstücke schneiden, mit Salz und Pfeffer würzen und die Feigenmischung darauf verteilen. Fisch im vorgeheizten Backofen bei 200°C (Umluft 180°C) auf mittlerer Schiene ca. 15 Minuten überbacken. Das Gemüse abgießen, die Milch zugeben und mit einem Kartoffelstampfer fein zerdrücken. Mit Salz und Pfeffer würzen. Den Radicchio in Streifen schneiden und in den restlichen 3 TL Öl ca. 4 Minuten unter Wenden andünsten. Mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen. Je ein Stück Fisch mit Püree und Radicchio anrichten. Nach Belieben mit Zitronenmelisse-Blättchen garnieren.

Dessert: Mousse au Chocolat

Zutaten:
15g Zartbitterschokolade (65-70% Kakaoanteil)
5g weiche Butter
5g Haselnussmus (oder Mandelmus)
1/2 TL Espresso Instantpulver
1 1/2 sehr frische Eier
Salz
5g Puderzucker
5g dunkles Kakaopulver
100g Sahne

Zubereitung:
Die Schokolade im warmen Wasserbad mit der Butter und dem Haselnussmus schmelzen lassen. Das Espressopulver in 1 EL heißem Wasser auflösen und in die Nussschokolade rühren.
Die Eier trennen und die Eigelbe mit 2 TL Puderzucker cremig rühren. Das Kakaopulver unterrühren und die Nussschokolade unter Rühren zugeben. Das Eiweiß mit 1 Prise Salz halbsteif schlagen. Dann den restlichen Puderzucker einrieseln lassen und steif schlagen. Die Sahne unter die Schokocreme ziehen und anschließend den Eischnee ebenfalls unterziehen. Die Mousse für mindestens 3 Stunden kalt stellen.

Quelle: "Das grosse Logi Back- und Dessertbuch" - systemed Verlag; France Mangiameli, Heike Lemberger


November 2012

Backrezepte für die Weihnachtszeit:

Grundteig für LOGI - Kekse

Zutaten:
250g gemahlene Mandeln
2 TL Backpulver
1 TL gemahlene Vanille
2 Eier, Salz
25g Zucker
100g weiche Butter

Zubereitung:
Den Backofen auf 180°C vorheizen. Das Backblech mit Backpapier belegen. Mandeln, Backpulver und gemahlene Vanille mischen. Die Eier mit 1 Prise Salz und Zucker cremig rühren. Die Butter unterschlagen. Dann die Mandelmischung zugeben und alles zu einem glatten Teig verrühren. Den Teig etwa 15 Minuten ruhen lassen.
Den Teig mit einem Esslöffel in 25 Portionen teilen. Diese jeweils zu Kugeln formen und mit etwas Abstand auf das vorbereitete Backblech setzen. Mit dem Löffel oder einer Gabel jeweils zu flachen Kreisen drücken.
Im Ofen etwa 15 Minuten backen und auskühlen lassen.


Kokoskugeln

Zutaten:
1 Ei, Salz
10g Zucker
100g Quark
60g weiche Butter
35g Kokosmehl
20g Kokosraspeln

Zubereitung:
Den Backofen auf 170°C vorheizen. Das Backblech mit Backpapier auslegen. Das Ei, 1 Prise Salz und Zucker schaumig schlagen. Quark und Butter unterrühren. Mit dem Kokosmehl zu einem glatten Teig verrühren. Aus dem Teig 20 Kugeln gleicher Größe formen.
Die Kokosraspeln auf ein Tellerchen geben und die Kugeln darin wälzen, so dass sie rundum mit Kokosraspeln bedeckt sind. Auf das vorbereitete Blech setzen und im Ofen etwa 25 Minuten backen und auskühlen lassen.

Dominodoppelsteine

Zutaten:
1 Eiweiß, Salz
Zitonenschale
1 EL Süßstoff oder 16 Tropfen Stevia Fluid
60g gemahlene Mandeln
10g Eiweißpulver (neutral)
1/2 TL Zimt
30g Schokotröpfchen

Zubereitung:
Den Backofen auf 170°C vorheizen. Das Backblech mit Backpapier auslegen. Das Eiweiß mit 1 Prise Salz steif schlagen. Den Süßstoff unterrühren. Die Zitrone heiß waschen und trocken tupfen. Die Schale von 1/2 Zitrone abreiben. Mandeln, Eiweißpulver, Zimt und Zitronenabrieb mischen. Mit dem Eiweiß zu einem glatten Teig verkneten und ein großes Stück Frischhaltefolie auf der Arbeitsfläche auslegen. Den Teig zu einem Rechteck formen und auf die Folie setzen. Eine zweite Lage Frischhaltefolie darüberlegen und den Teig zwischen den Folien mit einem Nudelholz zu einem etwa
16x16 cm großen Quadrat ausrollen.
Die Teigplatte in 2x4 cm große Rechtecke schneiden und mit dem Messerrücken mittig quer eine Teilung eindrücken. Die Schokotröpfchen wie die Augen eines Dominosteins anordnen und leicht eindrücken. Auf das vorbereitete Blech setzen und im Ofen etwa 10 Minuten backen und anschließend auskühlen lassen.



Oktober 2012

Schlaf und Gesundheit

aus: Ernährung im Fokus, Heft 09-10/12

Die durchschnittliche Schlafdauer eines Erwachsenen beträgt 7,25 Stunden. In den letzten 50 Jahren sind zwei Phänomene zunehmend zu beobachten: Der Rückgang der Schlafdauer und der Anstieg von Übergewicht und Adipositas. Die Forschung auf diesem Gebiet ist noch sehr jung. Was man jedoch weiß, dass Schlaf sehr wichtig für die Gesundheit ist. Die Frage, ob die Schlafdauer einen Einfluss auf die Entstehung von Übergewicht beim Erwachsenen hat, ist noch nicht ganz geklärt. Bei Untersuchungen von Kindern jedoch ergaben alle Studien eine Beziehung zwischen Übergewicht und kurzer Schlafdauer. Deshalb ist es wichtig schon in der Kindheit darauf zu achten, denn Ess- und Schlafverhalten werden schon früh geprägt.

Personen, die unter Insomnie (=Schlaflosigkeit) leiden, haben ein erhöhtes Risiko für Diabetes mellitus Typ 2. Dies wird mit verschiedenen Hypothesen begründet:
1. Bei längerer Schlafphase, ist weniger Zeit für die Nahrungsaufnahme
2. Bei Schlaflosigkeit wird das Hormon Somatotropin weniger ausgeschüttet und dadurch wird eine Gewichtszunahme begünstigt
3. Bei verkürzter Schlafdauer sind im Blut die Werte von Ghrelin (appetitsteigernd) erhöht und von Leptin (appetithemmend) erniedrigt
4. Schlafentzug vermindert die Glukosetoleranz und die Insulinsensitivität

Schlaf hat weiterhin Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System. Patienten mit Schlaflosigkeit haben eine erhöhte Herzfrequenz im Ruhezustand und einen erhöhten Blutdruck. Es ist nachgewiesen, dass sich das Mortalitätsrisiko dadurch sogar verdoppelt.

Deshalb wird empfohlen rund 7 Stunden zu schlafen, damit der Körper erholt in den nächsten Tag starten kann.


September 2012

Auswirkungen von Fruchtzucker auf Adipositas und Übergewicht

aus: King Size Forum, Heft 2/2012


Mehrere Untersuchungen haben ergeben, dass Fruchtzucker bei weitem nicht so förderlich für die Gesundheit und das Gewicht des Menschen ist, wie häufig angenommen.
Es zeigt sich ein positiver Zusammenhang zwischen der Aufnahme fruchtzuckerhaltiger Getränke (wie Säfte, Limonaden, Nektare) und dem Auftreten von Übergewicht und Adipositas bei Kindern.
Fruchtzucker (Fruktose) scheint das Hungergefühl zu verstärken und den Appetit zu steigern.
Werden mit Fruchtzucker gesüßte Speisen und Getränke verzehrt, führt dies zu einer raschen Insulinantwort, so dass der Blutzuckerspiegel wieder stark absinkt.
Dies bewirkt ein rasch wieder ansteigendes Hungergefühl und die Kinder greifen schon nach kurzer Zeit erneut zu Essbarem.
Übergewicht und Adipositas können die Folge sein.
Ebenso konnte bereits der Zusammenhang zwischen Fruchtzuckerverzehr und der Entstehung einer Fettleber belegt werden.
Viele Betroffene merken anfangs nichts von Ihrer Fettleber. Doch Jahre später können Langzeitschäden wie Leberzirrhose oder Krebs die Folge sein.
Ursache für die Entstehung dieser Fettleber ist die Verstoffwechselung von Fruktose in den Leberzellen.
Fruchtzucker steigert dort die Fettproduktion, was bei empfindlichen Menschen zu einer Fettleber führen kann.
Ebenso konnte ein Zusammenhang zwischen der Aufnahme von Fruktose und einer Steigerung des Harnsäurespiegels hergestellt werden, was wiederum zu Gicht führen kann.

In einer Studie der Uni Stuttgart-Hohenheim wurde der Zusammenhang zwischen Fruktoseverzehr und Übergewicht bei Kindern dargestellt.
15 Kinder zwischen 5-8 Jahren erhielten täglich 46 Gramm Fruchtzucker in Form von Obst, Säften und Süßigkeiten.
Nach einiger Zeit wurde die Menge an Fruktose auf die Hälfte reduziert.
Es konnte festgestellt werden, dass der durchschnittliche BMI von etwa 23 nach 3 Monaten auf durchschnittlich 22,3 reduziert werden konnte.
Hieraus konnten die Wissenschaftler ableiten, dass eine Reduktion des täglich aufgenommenen Fruchtzuckers den Verlauf von Übergewicht und Adipositas günstig beeinflusst.
Auf die tägliche Portion Obst sollten Kinder sowie Erwachsene jedoch auf keinen Fall verzichten.
Denn im Obst stecken viele gesunde Nähr- und Ballaststoffe. Jedoch sollte man die Früchte im Ganzen und nicht in Form von Säften, Nektaren, Marmeladen etc. zu sich nehmen und fruchtzuckerarme Obstsorten, wie Apfel, Birne, Kiwi, Beeren bevorzugen.
Außerdem sollte in jedem Fall auf sogenannte Softdrinks verzichtet werden, da in diesen häufig viel Maissirup enthalten ist.
Dieser besteht in der Regel zu 55% aus Fruktose und 45% aus Traubenzucker.

August 2012

Vitaminversorgung in Deutschland

Deutschland ist kein Vitaminmangelgebiet! Vitaminmangelkrankheiten kommen bei einem gesunden Erwachsenen in Deutschland selten vor.
Repräsentative Studien zeigen, dass bei der Mehrzahl der Vitamine die Referenzwerte von den in Privathaushalten Lebenden ausreichend
erreicht werden. Ausnahmen davon sind Folsäure und Vit. D und in bestimmten Altersgruppen Vit. A (7- bis unter 12-jährige Mädchen),
Vit. E (1- bis unter 5- jährige, 7- bis unter 12- jährige, über 65- jährige in Pflegeheimen) und Vit. C (6 bis unter 12 Monate alte Säuglinge,
über 65-jährige in Pflegeheimen). Auch die Versorgung der B- Vitamine ist bei älteren Personen im Pflegeheim kritisch.

Eine Unterschreitung der Referenzwerte für die Vitaminversorgung ist in aller Regel durch eine ungünstige Lebensmittelauswahl bedingt.
( Enährungsumschau 6/ 59. Jahrgang)

Unsere Empfehlungen für eine optimale Versorgung:

3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst am Tag
Eine Portion entspricht ca. 150gr, oder ganz einfach eine Handvoll.


Damit bekommen Sie schon ausreichend Folsäure am Tag, essen Sie das Gemüse und Obst möglichst frisch.
Durch lange Lager- und Kochzeiten geht viel Folsäure verloren.

Vit. D-Lieferanten sind: Fetter Fisch, keine Angst vor Makrele, Hering und Lachs und Eier.
Ein kleines Sonnenbad von 10 Minuten täglich, ohne Sonnenschutzfaktor, schützt vor Vit. D-Mangel, aber bitte nicht länger.
Im Winter reicht die Sonne nicht aus, da empfehlen wir ein Vit. D-Präparat über die Wintermonate zu nehmen.


Juli 2012

Heutzutage ist das Salz aus unseren Küchen kaum noch wegzudenken.
Der menschliche Körper benötigt dieses neben vielen anderen Elektrolyten, um wichtige Funktionen zu erfüllen, so dass ein reibungsloser Ablauf in unserem Körper erfüllt werden kann.
Jedoch nehmen die meisten Menschen zu viel Salz auf, was zu Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems (wie z. B. Bluthochdruck) führen kann. Denn viele wissen nicht genau Bescheid über die richtige Menge und den richtigen Umgang mit Salz.

Durch eine verringerte Salzzufuhr können Sie das Risiko kardiovaskulärer Erkrankungen erheblich beeinflussen.

Um unser Herz-Kreislauf-System zu schützen, empfiehlt die WHO (Weltgesundheitsorganisation) eine tägliche Salzzufuhr von max. 5 Gramm pro Tag. Bei unseren Lebensbedingungen gilt eine Zufuhr von 6 Gramm pro Tag als vertretbar.
6 Gramm sind jedoch nicht viel, diese Menge ist schnell erreicht und wird insgesamt in Europa laut der nationalen Verzehrsstudie II von vielen Verbauchern überschritten.
In den meisten verarbeiteten Lebensmitteln ist viel Salz enthalten, so dass die Reduktion des Salzes in solchen Lebensmitteln derzeit intensiv diskutiert wird. Über 50 % des aufgenommenen Salzes stammen aus den drei Lebensmittelgruppen Brot und Backwaren, Fleisch und Fleischwaren sowie Käse.

Um selber einen besseren Umgang mit dem Salzen von Speisen zu erlangen, ist es wichtig, sich über die einzelnen Dosierungen Gedanken zu machen. Denn eine Prise Salz kann individuell sehr unterschiedlich verstanden werden und ist auch je nach Art des Salzes unterschiedlich zu handhaben.
Das Gewicht einer Prise Salz liegt zwischen 0,04 Gramm (Angabe des Verbandes der Kali- und Salzindustrie) und 1,52 Gramm (Angabe der Prisengewichte für Meersalz durch verschiedene Küchenfachkräfte). Das bedeutet, dass eine Prise feines gut rieselfähiges Salz (wie Steinsalze) anders dosiert werden muss wie die gröberen, weniger rieselfähigen Salze (wie Meersalz).
Hinzukommt, dass jeder Verbraucher im eigenen Haushalt die Dosis für eine Prise Salz individuell festlegt, denn kaum jemand macht sich die Mühe, eine Prise abzuwiegen. Hilfreich wäre es in jedem Fall, wenn in Verbrauchertipps zum sparsamen Umgang mit Salz auf die bessere Dosierbarkeit feiner, gut rieselfähiger Salze hingewiesen wird.


Juni 2012

Viele Menschen neigen dazu, in Stresssituationen zu essen, um sich vorübergehend von dem unwohlen Gefühl zu befreien.
Stress wird verdrängt, aber keinesfalls durch das Essen beseitigt.
Wer sich häufig mit Essen versucht zu entspannen, riskiert eine Abhängigkeit und langfristig körperlichen und seelischen Schaden. Der Gang zum Kühlschrank wird zum Automatismus, sobald sich Stress anbahnt. Somit entsteht ein "Teufelskreis", aus dem man sich nur schwer befreien kann.

Stressessen macht Kummer, zum einen, weil das Gewicht steigt, zum anderen,
weil das schlechte Gewissen am Selbstwertgefühl zerrt.

Gehen Sie in Stressmomenten in sich:

- Warum fühle ich mich gestresst?
- Was wäre jetzt besser für mich?
- Kann ich nur mit Essen entspannen oder
welche anderen Möglichkeiten habe ich?

Anbei erhalten Sie einige Tipps, wie Sie mit dem Heißhunger
bei Stress umgehen können:

- Lassen Sie Dampf ab (z. B. durch Gespräche, Laufen, Joggen)!
- Sagen Sie sich in Gedanken "STOPP" und "NEIN"!
- Tun Sie etwas, was Ihnen Spass macht
(z. B. die Lieblings-CD hören, ein Buch lesen)!
- Ablenkung vom Essen wirkt Wunder
(z. B. durch Sport, Entspannung, Gartenarbeit)!
- Bremsen Sie den Heißhunger zunächst,
indem Sie erstmal ein Glas Wasser trinken!
- Trainieren Sie alternative Entspannungmethoden!
(Autogenes Training, Progressive Muskelentspannung, Yoga)!
- Entspannen Sie sich (z. B. durch ein warmes Bad
oder bei Ihrer Lieblingsmusik)!

Wir wünschen Ihnen einen stressfreien Sommer!

Mai 2012

Für das Funktionieren des menschlichen Stoffwechsels ist ein Gleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt unerlässlich.
Fühlen Sie sich häufig abgeschlagen, müde, unwohl, gereizt, leiden Sie unter Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Kreislaufproblemen, Karies oder Magenbeschwerden, so kann dies ein Anzeichen dafür sein, dass Ihr Säure-Basen-Haushalt aus dem Gleichgewicht geraten ist. Man spricht hier auch von einer Übersäuerung des Körpers.

Die Hauptursachen der Übersäuerung sind:

- Die Verwendung von unnatürlichen Nahrungsmitteln, z. B. raffinierter und denaturierter Nahrung (Zucker, Fertigprodukte)
- Zu hoher Konsum von Eiweiss tierischen Ursprungs, Zuckerstoffen (Süßigkeiten, Kuchen, Schokolade etc.), Alkohol, Tabak, Kaffee, schwarzem Tee
- Negativer Stress, Ärger, Infekte

Die Folgen einer Übersäuerung sind vielfältig. Die überschüssige Säure wird ins Gewebe abgegeben und verhindert hier einen reibungslosen Ablauf der Stoffwechselprozesse.

Dadurch kommt es zu:

- Entmineralisierung der Zähne (Karies)
- Bindegewebsschwäche
- Gefäß- und Organschäden
- Knochenentkalkung
- Faltenbildung der Haut
- Gelenkveränderungen
- erhöhte Entzündungsbereitschaft
- seelischem "Sauerwerden"

Eine Übersäuerung kann durch Testung des Urins mittels Indikatorpapier festgestellt werden. Dadurch wird ersichtlich, ob der Urin im sauren oder alkalischen Bereich liegt.
Wichtig ist, dass innerhalb von 24 Stunden siebenmal gemessen wird (idealerweise alle 2 Stunden), denn der pH-Wert des Urins schwankt im Laufe des Tages zwischen 5,0 und 8,5.

Was kann man gegen eine Übersäuerung tun?

1. Meiden bzw. Reduzieren der zur Übersäuerung führenden Lebensmittel, wie Fleisch- und Wurstwaren, Getreide, besonders Weißmehlprodukte (Brot und Brötchen), süßes Gebäck und Kuchen, Limonaden, Kaffee, schwarzer Tee, Alkohol, gehärtete Fette und raffinierte Öle

2. Bevorzugen von basisch wirksamer Lebensmittel, wie z. B. Vollkornreis, Hirse, Salate, Rohkost und Gemüse, Obst, Tofu

3. Säurebildner können durch größere Mengen an Basenbildnern ausgeglichen werden. Mais, Dinkel, Haferflocken und Hirse sind besonders wertvolle wenig säuernde Getreidearten.
Sinnvolle Speisenkombinationen sind beispielsweise Fleisch- und Fischgerichte mit einem hohen Gemüse- oder Salatanteil oder Quark mit frischen Kräutern und Kartoffel

4. Pflege des halbvollen Bauches - jedes Zuviel übersäuert

5. Gut kauen (15-20 x jeden Bissen) und nicht zu hastig essen

Haben Sie noch Fragen?

Rufen Sie uns an unter 030/76804725 oder schreiben uns eine E-Mail an doris.brecht@web.de.

Gerne machen wir einen Beratungstermin aus.

April 2012

Stevia wird von den Indianern Südamerikas schon seit Jahrhunderten als eine Art Heilpflanze genutzt und in vielerlei Hinsicht verwendet.
Besonders bei der Gewichtsreduktion können Stevia-Produkte als wertvolle Alternative zu Zucker eingesetzt werden.
Essen wir Zucker oder zuckerhaltige Produkte, so steigt unser Blutzuckerspiegel rapide an. Die Folge ist eine Insulinausschüttung aus der Bauchspeicheldrüse, um den Blutzuckerspiegel wieder konstant zu halten. Jedoch immer dann, wenn Insulin im Blut schwirrt, kann kein Fett verbrannt werden. Ein Teufelskreis für Personen, die ihr Übergewicht reduzieren wollen.

Stevia hingegen ist ein natürliches Süßmittel, das den Insulinspiegel nicht ansteigen lässt.
Dieses aus Paraguay stammende Süßkraut hat keine Kalorien, es wirkt antibakteriell und damit zahnschützend, beeinflusst nachweislich nicht unseren Blutzuckerspiegel und führt somit ebenso nicht zur Unterzuckerung oder zu Stoffwechselstörungen wie Diabetes Mellitus.

Viele Süßstoffe haben unangenehme Nebenwirkungen (z. B. Heißhungerattacken) oder stehen sogar im Verdacht, die Entstehung von Krebs zu begünstigen. Nicht umsonst wurden Süßstoffe in Fertignahrung für Babys und Kleinkinder verboten.

Wenn beispielsweise Diät- oder Lightprodukte zu lange bei höheren Temperaturen im Regal stehen, wird Aspartam schon in der Dose oder Flasche zu Methanol und dann zu Formaldehyd und der ebenfalls krebserregenden Formalinsäure abgebaut.

Aspartam wirkt sich außerdem langfristig schädigend auf das Gehirn aus. Es wurden sogar Zusammenhänge zwischen Aspartamkonsum und das Auftreten von Parkinson erkannt.

Im Gegensatz zu Süßstoffstudien bezüglich Aspartam, Cyclamat und Saccharin wurden bei Stevia -Studien keine toxischen Effekte auf unseren Körper und unsere Gesundheit beobachtet. Alle Tests, die Steviosid (Pulver) auf eine mögliche mutagene, Krebs erzeugende Wirkung untersuchten, waren negativ.*

Damit Sie auch zu Ostern auf etwas Süßes nicht verzichten müssen, haben wir hier für Sie ein Kuchenrezept auf Stevia-Basis bereitgestellt.

Schoko-Orangen-Kuchen mit Stevia

Zutaten:
4 Eier
30g Agavendicksaft
20g saure Sahne
4TL Stevia-Pulver
1,5 TL Zimtpulver
1TL Bourbonvanillepulver
1Msp. Nelkenpulver
2EL Rum
Saft und abgeriebene Schale von einer Orange
90g Kokosmilch
2EL Milch
90g Dinkel-Vollkornmehl
35g gem. Mandeln
2EL Kakao
10g Paniermehl
1P. Backpulver

Zubereitung:
1. Eier trennen und Eiweiß beiseite stellen.
2. Eigelb, Agavendicksaft, saure Sahne, Stevia-, Zimt-, Vanille - und Nelkenpulver, Rum und Orangenschale glatt rühren.
3. Kokosmilch, Milch und Orangensaft in einer Schüssel vermengen und dazugeben. (Achtung: Der Teig ist sehr flüssig!)
4. Mehl, Mandeln, Kakao, Paniermehl und Backpulver vermengen. Mit der Masse vermischen.
5. Eiweiß steif schlagen und unter den Teig heben.
6. In eine Kastenform (24cm) füllen.
7. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad für 40-45 Minuten backen.

Wir wünschen einen Guten Appetit und fröhliche Ostertage!

* aus: Simonsohn, Barbara. Stevia sündhaft süß und urgesund - Eine Alternative zu Zucker und Süßstoffen. 13. Auflage 2009

März 2012

Wussten Sie, dass Ihr Körper zu mehr als 50% aus Wasser besteht?

Ohne Wasser funktioniert unser Stoffwechsel nicht. Beim Abnehmen und auch sonst ist eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig für die Fließfähigkeit des Blutes, zur Durchspülung der Nieren, zur Regulation der Körpertemperatur und für eine gute Verdauungstätigkeit des Darms.

Wasser transportiert die Nährstoffe über das Blut in die Körperzellen und zu unseren Organen. Bestimmte Abbauprodukte des Stoffwechsels, wie beispielsweise der Harnstoff werden mit Wasser über die Nieren ausgeschwemmt. Trinken Sie beim Abnehmen zu wenig, so kann es zu einer Ansammlung von Harnsäurekristallen kommen. Die Folge können Gichtanfälle in den Gelenken sein, die oftmals sehr schmerzhaft sind. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr am Tag ist daher besonders wichtig!

Wir verlieren täglich ca. 2 - 2,5 Liter Wasser über Urin, Stuhl, Haut und Lunge. Um Ihr Blut weiterhin fließfähig zu halten, müssen Sie dementsprechend für Flüssigkeitsnachschub sorgen. Trinken Sie zu wenig, kann es zu Schwindelgefühlen, Kopfschmerzen, Herz-Kreislauf-Beschwerden und Konzentrationsstörungen kommen.

Wir empfehlen mindestens 2 Liter kalorienreduzierte Getränke am Tag, am besten Leitungs- oder Mineralwasser, ungesüßte Tees oder (selten) stark verdünnte Schorlen (Verhältnis 1:3). Weniger geeignet sind Säfte, Fruchtnektare, Limonaden oder Cola, da sie sehr viel Zucker enthalten. Auch Diät- oder Lightgetränke sind mit Vorsicht zu genießen. Sie enthalten Süßstoffe, die zwar kalorienarm sind, aber unerwünschte Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, verstärktes Hungergefühl etc. auslösen können.

Alkohol sollte ebenfalls nur in Maßen getrunken werden, weil:

1. Alkohol einen hohen Kaloriengehalt hat (7 kcal pro 1g - im Vergleich hierzu haben Eiweiss und Kohlenhydrate nur 4 kcal pro 1g)

2. Alkohol im Körper bei der Energiegewinnung Vorrang vor Kohlenhydraten und Fetten hat, d. h. zuerst wird der Alkohol abgebaut zu Lasten der Fettverbrennung und des Kohlenhydratstoffwechsels.
Greifen Sie daher täglich zu ausreichend ungesüßten Getränken wie Wasser, Mineralwasser, ungesüßte Tees und Ihr Körper wird es Ihnen danken!

7 Trinktipps

1. Bereits morgens den Tagesbedarf an Wasser/Mineralwasser in Sichtweite bereitstellen.

2. Sofort nachschenken, wenn das Glas ausgetrunken ist.

3. Zu jeder Mahlzeit und nach jeder Aktivität mindestens ein Glas Wasser oder Mineralwasser trinken.

4. Nicht auf den Durst warten, sondern regelmäßig über den Tag verteilt trinken.

5. Abwechslung bieten Gemüse- und Fruchtschorlen (Verdünnung mindestens 1:3) - die bunten Muntermacher liefern neben Mineralstoffen zusätzlich wertvolle bioaktive Pflanzenstoffe.

6. Der tägliche Speiseplan sollte viel wasserreiches Gemüse und Obst wie Gurken oder Melonen hergeben.

7. Würzen mit Chili, Curry, Pfeffer oder Muskatnuss sorgt für ein verstärktes Durstgefühl.

Februar 2012

Der Dezember und der Januar waren im Vergleich zum letzen Winter recht milde. Nun beginnt aber auch bei uns der Einzug der Kälte und die Temperaturen sinken seit Ende Januar auf - 10 Grad und kälter. Wer wagt sich da noch freiwillig vor die Tür, um Sport zu machen, zu joggen, walken etc. 


Damit Sie trotzdem in Bewegung bleiben, eignet sich ein tägliches Trainingsprogramm mit dem Theraband hervorragend. Ihre Muskelkraft wird trainiert und Muskeldysbalancen, Rücken-, Kopf- und Gelenkbeschwerden gemildert. Schon 5-10 Minuten am Tag reichen aus, um Ihre Muskulatur zu kräftigen und Beschwerden vorzubeugen bzw. zu verringern.

Durch seine unterschiedlichen Widerstandsstärken (erkennbar durch verschiedene Farben) ermöglicht das Training mit dem Theraband einen abgestuften Kraftaufbau. Dabei ist eine Bandlänge von 1,20m besonders im präventiven Sport geeignet. Menschen, die körperlich eingeschränkt und nicht so beweglich sind sowie ältere Menschen, sollten im Sitzen trainieren.

Wichtig ist, dass alle Übungen mit gleichmäßiger Geschwindigkeit ausgeführt werden. Ruckartige Bewegungen sollten vermieden werden.

Bei Belastung sollte immer ausgeatmet werden. Bitte vermeiden Sie eine Pressatmung bzw. das Luftanhalten!

Zwischen den einzelnen Übungen sollten kleine Pausen gemacht werden.

Gerne können Sie die Übungen mit dem Theraband auch mit langsamer Musik untermalen.

Wichtig zu Beginn ist auch eine aufrechte Position der Wirbelsäule.

Anbei einige Übungen mit dem Theraband:

1. Bringen Sie das Theraband in Henkelstellung über den Kopf. Die Hände sind mit dem Band zur Decke gerichtet, die Ellenbogen stehen im rechten Winkel. Wachsen Sie mit dem Kopf dem gleichzeitig gedehnten Band entgegen.

2. Stellen Sie einen Fuß in die Theraband-Schlinge. Mittelfuß und Zehen werden umschlossen, die Hände halten mit langen Armen die gekreuzten Enden. Der Rücken ist gestreckt, das Bein wird gebeugt und in der Luft gehalten. Bitte achten Sie auf die korrekte Beibehaltung der Beinachse.

3. Stehen Sie aufrecht und halten Sie das Theraband waagerecht gespannt in beiden Händen. Ziehen Sie das Band in kurzen Zügen gleichzeitig oder wechselseitig mit einer Hand auseinander.
Diese Übung kann in verschiedenen Höhen ausprobiert werden: hüfthoch, schulterhoch oder über Kopf.

4. Stellen Sie einen Fuß auf die Bandmitte und halten Sie in jeder Hand ein Bandende. Beugen und strecken Sie die Arme gegen das straff gespannte Theraband.

Wir wünschen Ihnen viel Spass bei Ihren Übungen mit dem Theraband!

Januar 2012

Der Januar ist nicht nur der kälteste aller Monate im Jahr sondern auch der Monat, in dem die meisten guten Vorsätze getätigt werden. Bereits zu Silvester nehmen sich viele Menschen vor, mit den guten Vorhaben für das Neue Jahr zu beginnen. Der Januar eignet sich also hervorragend, um den Weihnachtspfunden, die bei vielen über die Feiertage dazugekommen sind, den Garaus zu machen. 


Als sinnvolle und vor allem gesunde Methode hat sich die Ernährung nach LOGI erwiesen.

LOGI steht für " L o w G lycemic and I nsulinemic Diet", das heißt "Ernährungsmethode zur Förderung eines niedrigen Blutzucker- und Insulinwertes".

Essen nach LOGI bedeutet also, dass der Blutzuckerspiegel und die darauf folgende Insulinausschüttung nur in geringem Maße ansteigt, so dass Sie gezielter und effektiver Fett verbrennen können.

Auf dem LOGIschen Speiseplan stehen vor allem viel Gemüse, Salate, frisches Obst sowie reichlich eiweißreiche Lebensmittel wie Fleisch, Geflügel, Fisch, Milch und Milchprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse. Auch sollen hochwertige Öle für die Zubereitung von Speisen und Salaten verwendet werden. Kohlenhydratreiche Lebensmittel und auch Vollkornprodukte, die lange Zeit als Basis der Ernährung fungierten, sollen bewußt nur in kleinen Mengen verzehrt werden.

Wichtig ist auch, dass 3 statt 5 Mahlzeiten über den Tag verteilt gegessen werden. So sollten Sie auch vermeiden, zwischen den Mahlzeiten Obst zu essen, da der Fruchtzucker genauso schnell ins Blut geht, Ihren Blutzucker- und Insulinspiegel ansteigen läßt und die Fettverbrennung blockiert.

Wenn Sie nun über den Tag verteilt noch genügend zuckerfreie Getränke zu sich nehmen (ideal wären ungesüßte Tees und Wasser), dann kurbeln Sie Ihren Stoffwechsel an und wirken Ihren Weihnachtspfunden effektiv entgegen.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg und sind gerne als Ansprechpartner für Sie da!

Dezember 2011

Oh Du schöne Weihnachtszeit! Weihnachten - eine Zeit der Besinnung und des harmonischen Zusammentreffens mit der Familie, wozu auch lukullische Genüsse gehören. Wer jedoch fit aus dem Winter kommen möchte, sollte auch in der Weihnachtszeit ein wenig auf die Ernährung achten - ohne jedoch in Askese leben zu müssen. 


Wir haben Ihnen einige Köstlichkeiten zusammengestellt, die sich auf den Hüften nicht so sehr bemerkbar machen.

1. Kohlenhydrat- und fettreduzierte Weihnachtsbäckerei


Mandelkugeln

Zutaten: 1 Ei, 20g Zucker, 100g Magerquark, 60g weiche Butter, 1 FL. Bittermandelaroma, 100g Mandelmehl (oder 250g gemahlene Mandeln), 2 EL gehackte Mandeln.

Zubereitung: Backofen auf 170 Grad vorheizen. Backblech mit Backpapier belegen. Ei, 1 Prise Salz und Zucker schaumig rühren. Quark, Butter und Aroma unterrühren. Mit dem Mandelmehl zu einem glatten Teig verrühren. Aus dem Teig 24 Kugeln formen. Die gehackten Mandeln auf ein Tellerchen geben und die Kugeln darin wälzen. Auf das vorbereitete Blech setzen und im Ofen ca. 25 min. backen. Auskühlen lassen.

1 Kugel (15g): 35 kcal, 3g Eiweiß, 3g Fett, 2g Kohlenhydrate

2. Vorschlag für ein gesundes Weihnachtsmenü

Vorspeise


Radicchiosalat mit Weintrauben


Zutaten: je ein kl. Kopf Radicchio- und Endiviensalat, 1/2 Eisbergsalat, 1 Dose (400g) Artischockenherzen, 175g grüne Bohnen, 100g kernlose rote Weintrauben, je 100g Senfsprossen und Kresse, 6 EL natives Olivenöl, 3 EL Weißweinessig, 1 TL Dijonsenf, Salz und frischer Pfeffer

Zubereitung: Salate waschen, abtupfen und klein schneiden, zusammen mit den zerkleinerten Artischocken, Bohnen und halbierten Weintrauben in einer Schüssel vermengen, Sprossen und Kresse darüber streuen. Vinaigrette aus dem Öl, Essig, Senf, Salz und Pfeffer in getrennter Karaffe servieren.

Hauptgang

Hühnerbrust in Ingwer-Kokosmilch


Zutaten: 4 Hühnerbrüste, stückig schneiden, 1 EL Rapsöl, 1 gr. gehackte Zwiebel, 3 gehackte Knoblauchzehen, frischer Ingwer, 6 Kardamonschoten, 2 EL gemahlene Mandeln, 10 Nelken, 1 Zimtstange, 50g Pilze frisch, 200ml Kokosmilch, 1 Messerspitze Kurkuma, 2 EL Magerjoghurt, 2 EL frischer Koriander, geröstete Kokosflocken zum Garnieren

Zubereitung: Öl in einem gr. Topf erhitzen und Zwiebel, Knoblauch und Ingwer darin weich dünsten. Kardamon, Nelken und Zimt hinzugeben, nach 4 min. die Mandeln beifügen. Die Hitze ein wenig herunter drehen, Hühnerstücke in den Topf geben. Unter Rühren garen, bis das Fleisch hell ist. Nun die Pilze, dann Kokosmilch, Kurkuma, Salz und Pfeffer hinzufügen und zum Kochen bringen. Die Hitze verringern und 30 min. köcheln lassen. Schließlich den Joghurt einrühren und ggf. nachwürzen. Mit Koriander und Kokosflocken garnieren und mit Reis servieren.

Dessert

Zimtäpfel und -pflaumen


Zutaten: 4 geschälte, entkernte Äpfel in Scheiben, 6 Victoriapflaumen (entsteint und enthäutet), 2 TL Zucker, je ein Spritzer Weißwein und Wasser, 1 Zimtstange

Zubereitung: Alle Zutaten in einen kleinen Topf geben und 15 min. köcheln, bis die Früchte weich sind. Die Zimtstange entfernen und die Früchte vorsichtig umrühren. Warm oder kalt mit Naturjoghurt (1,5%) servieren.

Wir wünschen Ihnen einen guten Appetit und eine besinnliche Weihnachtszeit!

November 2011

Pünktlich mit Beginn der nassen und kalten Jahreszeit häufen sich die Erkältungskrankheiten. 

Wer auf seine Gesundheit achtet und sein Immunsystem stärken möchte, sollte eine gezielte Lebensmittelauswahl treffen, welche reich ist an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen.
Von allen Mineralien ist Zink wahrscheinlich das wichtigste, wenn es darum geht, das Immunsystem gesund zu halten. Zu wenig Zink kann zu einem Defizit an den infektionsbekämpfenden weißen Blutkörperchen führen und damit das Risiko einer Erkrankung erhöhen. Forscher der Medizinischen Fakultät der Tufts-Universität Boston fanden heraus, dass Kinder, denen 60 Tage lang 10 Milligramm Zink verabreicht wurden, seltener Atemwegsinfektionen erlitten als Kinder, denen man kleinere Mengen gab.
Trotz der erwiesenen Wirksamkeit von Zink nehmen viele Menschen zu wenig davon auf. Dabei ist gerade jetzt eine ausreichende Versorgung mit Zink so wichtig.
Die empfohlene Tagesmenge liegt bei 10 Milligramm. Da der Mensch kaum Zink speicher besitzt, ist er auf eine kontinuirliche Zufuhr angewiesen.
Gute Zink quellen sind Fleisch (bes. Kalbfleisch), Milch und Milchprodukte (vor allem einige Käsesorten), Nüsse (bes. Cashewnüsse, Paranüsse, Sonnenblumenkerne) und Vollkornprodukte.
200 Gramm Rinderfilet decken z. B. den Tagesbedarf an Zink zu 88 Prozent.

Neben dem Zink sind aber noch 2 Vitamine von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, Infektionen zu bekämpfen und die Abwehrkräfte zu stärken:

Vitamin C und Vitamin A .

Der Körper nutzt Vitamin A , das in Form von Beta-Karotin vor allem in Möhren, Spinat, Tomaten, Salat und Grünkohl enthalten ist, um Schleimhäute weich und feucht zu halten. Das ist wichtig, denn die Schleimhäute, die z. B. unsere Nase, den Mund oder den Rachen auskleiden, sind das Bollwerk gegen Infektionen. Solange sie feucht sind, können Sie Viren und andere Erreger abwehren.
Während Vitamin A in erster Linie für die körpereigene Abwehr zuständig ist, hilft Vitamin C dem Körper, offensiv zu werden. Es macht sog. freie Radikale und krebsauslösende Nitrosamine aus Lebensmitteln unschädlich, fördert die Aufnahme von Eisen in den Körper, fördert Wundheilung und Narbenbildung und ist an der Bildung von Botenstoffen im Nervensystem beteiligt. Die tägliche Vitamin C -Zufuhr sollte mindestens bei 100 Milligramm liegen. Gute Vitamin C -Quellen sind beispielsweise Beeren, Paprika, Zitrusfrüchte und einige Kohlsorten.
Achten Sie also besonders jetzt in der kalten Jahreszeit auf eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen, vor allem die hier vorgestellten Vitamine A und C sowie Zink und bleiben Sie gesund!

Oktober 2011

Heute ist uns der Kürbis überwiegend als ausgehöhltes Dekorationsstück zu Halloween bekannt. Dabei hat er viel mehr zu bieten: 


Kürbis ist ein wahrer Beta-Karotin-König ! 125g eingelegter Kürbis enthalten mehr als 16mg Beta-Karotin - das Vielfache des von Experten empfohlenen Tagesbedarfs. Weitere Inhaltsstoffe sind die weniger bekannten Antioxidantien Lutein und Zeaxanthin. Diese Carotinoide sind nicht nur verantwortlich für die Orangefärbung des Kürbis, sondern schützen den Körper noch vor den sogenannten freien Radikalen. Somit bieten sie Schutz vor vielen Krankheiten, die mit dem Alterungsprozeß einhergehen, vor allem vor Herzerkrankungen und Krebs.
Carotinoide sind ebenfalls gut für die Augen und es wird sogar angenommen, dass diese dem Grauen Star, einer Augenerkrankung, die zum Verlust der Sehkraft führen kann, vorbeugen.

Weitere Heilwirkungen des Kürbis sind:
- Linderung von Erkältungsbeschwerden
- vermindert die Bildung von Blutergüssen
- verhindert Herzerkrankungen und Schlaganfälle

Zusätzlich zu seinen reichen Beta-Karotin-Depots enthält der Kürbis jede Menge Ballaststoffe sowie Eisen.
Der Eisengehalt der Kürbiskerne ist hier besonders hervorzuheben: Eine Handvoll enthält 4mg Eisen, das sind 40 Prozent der empfohlenen Tagesdosis für Männer und 27 Prozent für Frauen. Und mit 9g Eiweiss bringen es die Kerne aus ernährungstherapeutischer Sicht auf genausoviel wie die gleiche Menge Fleisch. Wegen des hohen Fettgehalts der Kürbiskerne sind eine Handvoll dieses guten Lebensmittels (30g) zu empfehlen.

Rezeptvorschlag: Kürbissuppe mit Chili

Zutaten:
500g Kürbis (z. B. Hokkaido), 1 weiße Zwiebel, 15g Ingwer, 1 EL Öl, 1 EL Agavendicksaft, 150ml Apfelsaft, 3 EL Orangensaft, 1/2l Gemüsebrühe, 1 TL Chilipulver, Salz, Pfeffer, 1 EL saure Sahne, Petersilie zum Garnieren

Zubereitung:
Den Kürbis halbieren, entkernen, schälen und in kleine Stücke schneiden. Die Zwiebel schälen und in feine Würfel schneiden. Den Ingwer schälen und fein reiben.
Öl in einem Topf erhitzen, die Zwiebelwürfel und den Ingwer hinzugeben und 1 Minute andünsten. Die Kürbiswürfel hinzufügen und ebenfalls 1 Minute andünsten. Agavendicksaft dazugeben und mit dem Apfelsaft ablöschen. Gemüsebrühe dazugießen und die Suppe mit Chili, Salz und Peffer würzen. Zugedeckt bei schwacher Hitze ca. 15 Minuten garen. Das Ganze dann mit dem Stabmixer fein pürieren und den Orangensaft unterrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Auf tiefen Tellern anrichten und mit je einem Klecks saurer Sahne und Petersilie garnieren.

Wir wünschen einen guten Appetit!

September 2011

Wer kennt das nicht - den Heißhunger auf Süßes?
Zucker - ein mächtiger Stoff, der weltweit ähnlich klingt: Zucchero, Azucár, Sugar und heutzutage immer und überall präsent ist. Nur leider ist dies vielen Menschen gar nicht bewußt, denn die Werbung versucht durch sehr ausgefuchste Mittel, das Vorhandensein der vielen Zuckerstückchen in einer Vielzahl an Lebensmitteln zu vertuschen. So wirbt der Hersteller Danone mit seinem überaus "gesunden" Produkt "Actimel", welches angeblich das Immunsystem aufgrund der Vielzahl an guten Milchsäurebakterien stärken soll. Fakt ist, dass jeder Naturjoghurt genauso viele Milchsäurebakterien enthält, nur dass Actimel im Vergleich viermal so teuer und doppelt so zuckrig ist. Ebenso verhält es sich mit vielen anderen von der Werbung als "gesund" und "gut" suggerierten Produkten: Milchschnitte, Kinderriegel, Nutella, Nestle Fitness Flakes etc. Selbst der Früchtetee von Hipp besteht zu 97 Prozent nur aus Zucker. Und dieses Produkt sollen wir unseren Babys geben?

Im vergangenem Jahr haben die deutschen Süßwarenhersteller 3,7 Millionen Tonnen Zuckerzeug produziert; Warenwert: gut 12 Milliarden Euro.
In nur 5 Generationen haben wir unseren Pro-Kopf-Konsum von 3 auf 34 Kilogramm jährlich geschraubt. Kein Wunder, dass bereits 50 Prozent aller Deutschen übergewichtig sind, jeder Fünfte sogar adipös (=fettleibig). Verheerend ist auch, dass 15 Prozent aller 3-17-Jährigen schon dick sind - ein verhängnisvoller Trend!

Unser Körper braucht Zucker, keine Frage. Aber die WHO empfiehlt höchstens 60 Gramm für einen Erwachsenen und maximal 45 Gramm für ein Kind. (Im Vergleich: Eine Tüte Gummibärchen hat bereits 91 Gramm Zucker).

Zucker sorgt dafür, dass viel Insulin ins Blut gelangt. Der Blutzuckerspiegel sinkt schnell unterhalb des Normalbereichs und unser Körper reagiert spätestens nach 1-2 Stunden mit Heißhunger. Außerdem kann keine Fettverbrennung stattfinden, so lange Insulin im Blut schwirrt. Insulin wird also nicht umsonst als das "Masthormon" bezeichnet.

Auch gewöhnt sich unser Gaumen an den süßen Geschmack und will mehr. Wer schon in jungen Jahren mit Schokolade, Keksen und Ähnlichem belohnt wurde, wird sich auch im Erwachsenenalter je nach Gefühlslage mit Süßigkeiten belohnen. Gewohnheiten, die man einmal in der Kindheit antrainiert bekommen hat, lassen sich schwer ändern.

Daher unsere Bitte an Sie: Achten Sie bei der Auswahl Ihrer Lebensmittel auf den Zuckergehalt! Kaufen Sie mit Bedacht! Light-Produkte sind meist mit weniger Fett beinhaltet; um aber das Produkt schmackhaft zu machen, ist dort umso mehr Zucker enthalten.

Ein Tipp zum Schluss:
Unter folgenden Bezeichnungen ist im Lebensmittel der Zucker versteckt: Glucose, Saccharose, Fruktose, Glucosekonzentrat, Traubenzucker, Lactose (=Milchzucker), Maltose (=Malzzucker), Maltodextrin, Honig




August 2011

Das Fett wird heutzutage häufig verteufelt und für viele ernährungsbedingten Erkrankungen verantwortlich gemacht.
Dabei gibt es durchaus gute Fette, die sogar das Krebswachstum hemmen und einen erhöhten Cholesterinspiegel senken können.
Diese sogenannten Omega-3-Fettsäuren wirken zudem entzündungshemmend, was sich natürlich auch positiv auf unseren Körper auswirkt.
Omega-3-Fettsäuren finden wir verstärkt in fetten Fischen (Lachs, Makrele, Aal etc) aber auch in Nüssen sowie in bestimmten Ölen (besonder in Olivenöl und Leinöl).

Nachfolgend möchte ich Ihnen einige Informationen zum Leinöl geben:

Die Leinpflanze ist eine sehr alte Kulturpflanze (10.000 Jahre) und gedeiht fast überall (außer in Äquatornähe). Sie wurde damals besonders wegen ihrer Vielseitigkeit (Herstellung von Leinen, Leinsamen, Leinöl) sehr geschätzt. Aufgrund ihrer Hitze- und Lichtempfindlichkeit verlor das Leinöl im Zuge der Industrialisierung an Bedeutung. Dabei zeichnet es sich durch einen hohen Gehalt an Alpha-Linolensäure (Omega-3-Fettsäure) aus, die für den Menschen essentiell ist. Gerade bei Personen, die wenig Fisch essen oder vegetarisch leben, sollte das Leinöl zunehmend in den Speiseplan eingebaut werden.
Leinöl beeinflußt die Fließeigenschaften des Blutes günstig, senkt den Cholesterinspiegel, hemmt eine übermäßige Blutgerinnung, sowie die Bildung von Entzündungsstoffen und trägt so vermutlich zu einem großen Teil zum Schutz von Herz und Gefäßen bei.
Aufgrund seines Geschmacks ist Leinöl vielleicht nicht jedermanns Sache. Es läßt sich jedoch gut mit anderen Ölen mischen.
Leinöl ist nicht zum Erhitzen geeignet und hält sich unter günstigen Bedingungen (luftdicht verschlossen im Kühlschrank) nur maximal 2 Monate.
Aber auch danach kann es noch eingesetzt werden und zwar beispielsweise zum Polieren von Holzmöbeln.

Achten Sie auf die Zufuhr von Omega-3-Fettsäuren! Ihr Körper wird es Ihnen danken!

Juli 2011

Endlich Sommer! Sonne, Wärme, Sonnenschein, Licht!! Mit all diesen Begriffen verbinden wir etwas Positives. Und positiv ist auch, dass unsere Gesundheit davon enorm profitiert. Denn das Vitamin D3, das durch Sonnenlicht (genauer: durch UV B-Strahlung) gebildet wird, ist ein wahres Super Vitamin , was die Gesundheit und Prävention betrifft. Es hat u. a. eine positive Wirkung auf den Knochenstoffwechsel, da es die Aufnahme von Calcium in unseren Körper erleichtert. Vitamin D ist eines der wichtigsten Vitamine unseres Immunsystems. Es dient als Schutzfaktor vor Infektionen, Autoimmunerkrankungen, wie Diabetes Typ I und als wichtige Präventionsquelle vor zahlreichen Krebsarten. In den Sommermonaten ist die Vitamin D-Synthese jedoch aufgrund einiger Faktoren eingeschränkt, dazu zählen Kleidung, Aufenthalt in geschlossenen Räumen und Sonnencremes. Durch Eincremen der Haut mit einer Sonnencreme des Lichtschutzfaktors 15 können bereits 95% des Vitamin D nicht mehr aufgenommen werden. Eine Sonnenexposition von 20 Minuten ohne Lichtschutzfaktor reicht bereits für eine ausreichende Vitamin D-Bildung aus. Ihre Haut können Sie durch reichlich Verzehr von Tomatenprodukten, Möhren, Kürbis und Leinsamenöl schützen und somit einem Sonnenbrand vorbeugen. Die darin enthaltenen Carotinoide und Alpha-Linolensäure wirken protektiv und pflegen die Haut von innen. 


Problematisch wird die Vitamin D3-Produktion in den Wintermonaten, da sie stark abhängig ist von den Sonnenstunden. Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, dass die Sonnenstrahlung in den Wintermonaten nicht ausreicht, um genügend Vitamin D3 zu produzieren. Dadurch läßt sich auch der Anstieg der Grippewelle in der kalten Jahreszeit erklären.
Nur wenige Nahrungsmittel enthalten Vitamin D: u. a. fette Fische (z. B. Hering, Sardine, Lachs), Lebertran, Eigelb, Leber.
Eine Supplemetation mit einem gut dosierten Vitamin D3-Präparat ist also in den Wintermonaten dringend anzuraten, um Ihre Gesundheit auch in der kalten Jahreszeit aufrecht zu erhalten.

Nutzen Sie also den Sommer, um Ihnen und Ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun! Tanken Sie mindestens 20 Minuten am Tag Sonnenlicht und profitieren Sie von den positiven Eigenschaften des Super Vitamins D3!

Juni 2011

Beeren sind alle sehr vitaminreich, sie haben wichtige Mineralien und Spurenelemente. Vor allem aber haben sie alle einen hohen Anteil an sekundären Pflanzenstoffen 

(z. B. Pflanzliche Farb- und Aromastoffe). Deren gesundheitsfördernde Wirkung, hat die Medizinforschung erst seit einigen Jahren entdeckt. Man wusste zwar aus der Naturheilkunde, dass bestimmte Beeren bei bestimmten Krankheiten sehr hilfreich sind - aber die genaue Wirkung war nicht bekannt. Das hat sich bis heute geändert, die Medizinforschung entschlüsselt ein Geheimnis der Beere nach dem anderen. Und dabei spielen eben die sekundären Pflanzenstoffe eine entscheidende Rolle.

Um Ihnen einen kleinen Überblick über die Wirkung der sekundären Pflanzenstoffe zu geben, haben wir nachfolgend ein paar Stichpunkte zusammengestellt:

  • Sie schützen den Organismus vor freien Radikalen und mindern so das Risiko von Krebserkrankungen.
  • Sie wirken entzündungshemmend und antibakteriell.
  • Sie können eine verdauungsfördernde Wirkung haben.
  • Sie hemmen die Ausbreitung von Bakterien, Pilzen und Viren.
  • Sie regulieren den Blutdruck, was besonders bei Bluthochdruck sehr effektiv ist.
  • Sie senken den Cholesterinspiegel.

Nachfolgend ein kleiner Auszug der breiten Palette an Beerenfrüchten:

Die Himbeere:
100g Himbeeren haben 34 kcal und enthalten sehr viel
Vitamin C, Kalium und Calcium. Diese Portion reicht schon aus, um Ihren täglichen Vitamin C-Bedarf zu einem Drittel zu decken. Himbeeren sollen außerdem hilfreich bei Magen- und Darmerkrankungen sein. Sie wirken entzündungshemmend und stärken das Immunsystem.

Erdbeere:
100g Erdbeeren enthalten 35kcal und enthalten mehr
Vitamin C als Zitronen oder Orangen. Bei 150-200g ist der Tagesbedarf an Vitamin C bereits gedeckt. Ebenso sind sie reich an Folsäure (65 Mikrogramm) und Biotin (4Mikrogramm). Erdbeeren wirken entzündungshemmend, harntreibend, blutreinigend und Blutdruck senkend. Sie sind somit sehr gut für unsere Gesunderhaltung! Genießen Sie die leckeren und gesunden Beeren täglich und Ihre Körper wird es Ihnen danken!

Wir wünschen Ihnen einen sonnigen Juni! Ihre Doreen Deters

Mai 2011

Anfang Mai beginnt wieder die leckere Spargelzeit. Der weiße Spargel, auch französischer Spargel genannt, wird von Ende April bis Mitte Juni geerntet. Dieser wohlschmeckende und gesunde Gemüselieferant ist ein wahrer Schlankmacher: Frischer Spargel besteht zu 93% aus Wasser und ist daher auch für Figurbewusste bestens geeignet. Eine Portion (250 g) des edlen Gemüses liefert nur rund 45 kcal. Da darf es dann ruhig auch mal die doppelte Menge sein. Spargel enthält viel Vitamin C, aber zum Beispiel auch Folsäure und Vitamin E. 500 Gramm gekochter Spargel liefern 80% des täglichen Vitamin C-Bedarfs, 31% des Folsäure- und ca. 75% des Vitamin E-Bedarfs. Somit wirkt er sich besonders positiv auf unsere Abwehrkräfte aus und spielt ebenfalls bei der Zellerneuerung eine wichtige Rolle. Beim Kauf achten Sie darauf, dass die Schnittstellen feucht und saftig sind, die Köpfe geschlossen und die Stangen sich nicht biegenlassen. Dadurch wird die Frische des Spargels gekennzeichnet. Wenn Sie frischen Spargel gekauft haben, diesen aber beispielsweise erst am nächsten Tag verzehren möchten, so wickeln Sie ihn in ein feuchtes Tuch und legen ihn in das Gemüsefach Ihres Kühlschranks. So bleibt er mindestens 2-3 Tage frisch. Anbei möchte ich Ihnen noch ein leckeres Spargelrezept für Zuhause vorstellen:

Spargel mit Zander

Zutaten für 4 Portionen:

  • 1 kg frischer Spargel
  • 1 TL Honig
  • 4 Zanderfilets (je 150-200g)
  • Pfeffer und Salz
  • 1,5 TL gehackter Liebstöckel
  • 2 EL Rapsöl
  • 1 Schalotte
  • 250 ml Fischfond
  • 80 ml Weißwein
  • 1 Prise Paprika edelsüß
  • 4 EL Sahne
  • 1 TL Johannisbrotkernmehl (zum Binden)
  • 8 kleine Kartoffeln

Zubereitung:

Weißen Spargel von der Spitze bis zum Ansatz dünn schälen. Salzwasser mit Honig zum Kochen bringen. Bei mittlerer Hitze den Spargel ca. 15 bis 20 min. garen. Filets mit Pfeffer, Salz und Liebstöckel in eine mit 1 TL Öl gefettete Auflaufform geben. Im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad C (Umluft: 200 Ober-/Unterhitze) ca. 8 min. Garen. Für die Sauce die Schalotte fein schneiden und in 1 EL Öl glasig dünsten. Mit dem Fischfond und dem Wein ablöschen und einköcheln lassen. Paprika und Sahne zugeben, Mehl durch ein feines Sieb einstreuen und gut verrühren. Mit Pfeffer und Salz abschmecken. Dazu Ganze auf einem Teller schön anrichten und dazu Kartoffeln servieren.

Pro Portion 343 kcal, 24 g KH, 38 g EW, 9 g Fett

Wir wünschen Ihnen guten Appetit!
Ihre Doreen Deters