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Doris Brecht, Ernährungsberaterin

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Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Softdrinks und der Entstehung einer Fettleber?

Zuckerhaltige Softdrinks gelten als Risikofaktor für Adipositas, insbesondere bei Jugendlichen. Häufig wird bei ihrer Herstellung Fruchtzucker (der sogenannte high-fructose corn syrup) verwendet, da dieser sehr kostengünstig ist. Fruktose gelangt beim Verzehr in die Leber. Dort wird die Glykolyse dank eines Enzyms umgangen, was eine unkontrollierte Anhäufung und Herstellung von Substraten zur Folge hat, die zur Triglyzeridproduktion verwendet werden.

In einer Studie von C. Hofmeister u.a. wurde der Zusammenhang zwischen dem Konsum von Softdrinks und der Entstehung einer Fettleber untersucht. Hierzu wurden 1435 Probanden mit einem Durchschnittsalter von 42,3 +/- 12,8 Jahren sonografisch untersucht. Nach Bestimmung von BMI, Softdrink-Konsum, Laborparameter und weitere Daten konnte keine erhöhte Prävalenz einer Fettleber für Softdrink-Konsumenten nachgewiesen werden. Gründe für die negativen Ergebnisse könnten sein, dass an dieser Studie wenige Kinder und Jugendliche teilgenommen haben. Softdrinks werden gehäuft in jungen Lebensjahren konsumiert und der Verzehr sinkt ab dem 40. Lebensjahr.
Des Weiteren wurden bei dieser Studie Softdrinks mit und ohne Zucker zusammengefasst und es wurde nicht unterschieden zwischen den zuckerhaltigen Limonaden und solchen mit Süßstoffen statt Zucker.
Um genaue Aussagen treffen zu können, in welchem Maße Softdrinks für die Entstehung einer Fettleber verantwortlich gemacht werden können, sind prospektiv angelegte Studien unter genauer Berücksichtigung von Menge, Häufigkeit und Art der konsumierten Softdrinks notwendig.
Fakt ist jedoch, dass der sogenannte high-fructose corn syrup , der vielen Softdrinks zugesetzt wird, Übergewicht und Adipositas fördert. Er wirkt appetitanregend und führt sogar - laut einer Studie der Universität Florida und der Universität Princeton aus 2010 - zu einem Suchtverhalten, welches vergleichbar mit dem Suchtverhalten nach Heroin ist.

Aus: Ernährungsumschau Juni 2013, 60. Jahrgang und info.kopp-verlag.de; American Medical Association 2013

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