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Schlanke Typ-2-Diabetiker stärker gefährdet

Das Sterberisiko normalgewichtiger Menschen mit Diabetes melitus ist doppelt so hoch wie das übergewichtiger Diabetes-Patienten. Auf dieses " Adipositas paradox" weist die Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) anlässlich einer Veröffentlichung US-amerikanischer Wissentschaftler hin. Auch bei schlanken Menschen sei es deshalb wichtig, Diabetes früh zu erkennen und entsprechend therapeutisch gegenzusteuern.
Etwa jeder zehnte Typ-2-Diabetiker ist normalgewichtig. Einer jüngst im Journal der amerikanischen Medizingesellschaft JAMA veröffentlichten Studie zufolge scheint dies zumindest bei Diabetes mellitus Typ2 nicht von Vorteil zu sein. Die Analyse fasst die Ergebnisse aus fünf Langzeituntersuchungen von über 2625 Menschen mit neu diagnostiziertem Typ-2-Diabetikern zusammen. Anders als erwartet war das Sterberisiko unter den schlanken Typ-2-Diabetikern doppelt so hoch wie bei den Typ-2-Diabetikern an der Grenze zum Übergewicht und darüber.
In der Studie lag der Anteil normalgewichtiger Typ-2-Diabetiker zwischen 10 und 20%. Bei einigen liege jedoch womöglich eine "versteckte Fettleibigkeit" vor:
Ausgeprägter Bewegungsmangel führt bei einigen Menschen zu einem Rückgang der Muskelmasse, die dann durch Fettgewebe ersetzt wird; das Körpergewicht liegt hier oft im oberen Bereich des Normalgewichts.
Warum das Sterberisiko der schlanken Diabetiker höher ist als das der übergewichtigen Diabetiker, ist nicht bekannt. Die DDG vermutet aber, dass Diabetes melitus Typ 2 bei Normalgewichtigen später erkannt wird und dass sie die Therapie weniger konsequent durchführen: Die Patienten als auch die Ärzte verzichten möglicherweise im falschen Vertrauen auf das Normalgewicht auf Ernährungsumstellung, körperliche Bewegung und Medikamente.

Quelle:
Deutsche Diabetes Gesellschaft (DDG) Pressemeldung vom 04.10.2012

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