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Doris Brecht, Ernährungsberaterin

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Kohlenhydratreich vs. kohlenhydratarm

Rückfälle und Sterblichkeit bei Darmkrebs

Die "kohlenhydratreiche" Empfehlung als ernährungswissenschaftliches Leitbild in der Prävention und Behandlung diverser Krankheiten wankt.

Aus diesem Grund wird die noch sehr häufig ausgesprochene Empfehlung zu einer kohlenhydratreichen Kost zunehmend überflüssig.
Es gibt bis jetzt 2 gesicherte Erkenntnisse:
1. Kohlenhydratreiche, fettarme Kostformen haben sich weder zur Prävention, noch zur Therapie von Darmkrebs bewährt.
2. Die Rolle der kohlenhydratreduzierten Kostformen für die Krebstherapie werden derzeit erforscht.

Eine amerikanische Studie, an Patienten mit fortgeschrittenem Darmkrebs unter Chemotherapie, des Dana Faber Instituts in Boston untersuchte die Beziehung zwischen der Menge und der glykämischen Last der verzehrten Kohlenhydrate und der Rückfall-, sowie der Überlebensrate der Krebspatienten.
Es handelt sich um eine weitsichtige Beobachtungsstudie mit 1.011 operierten Darmkrebspatienten (im Stadium III).

Die Studie dauerte 7,3 Jahre und erbrachte folgende Ergebnisse:
Der glykämische Index (Maß zur Bestimmung der Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittel auf den Blutzuckerspiegel) hat keinen Einfluss auf den Darmkrebs gezeigt.
Fruchtzuckerkonsum wies eine erhöhte Sterblichkeit ohne vorherigen Rückfall auf. Ein erhöhter Kohlenhydratkonsum und die glykämische Last hatten ein signifikant erhöhtes Risiko für eine Sterblichkeit und für Rückfälle, bei Patienten mit BMI über 25, zur Folge. Dabei war das Risiko um +126% erhöht.

Quelle: Newsletter Ausgabe 3/2013, Wissenschaftsredaktion Systemed Verlag

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